Klebow: ''Bin endlich angekommen''

SOKU-Donau-Star ganz privat

Klebow: ''Bin endlich angekommen''

Sie will nicht auf ihr – zugegebener Maßen attraktives – Äußeres reduziert werden. Denn naturgemäß hatte sie mit dem Klischee der hübschen Blondine in der oft oberflächlichen Welt des Entertainments zu kämpfen. Bekannt geworden ist Lilian Klebow (28) durch ihre Rolle als Revierinspektorin Penny Lanz im ORF-Quotenhit SOKO Donau. Doch auch ihre Theaterpremiere (Gottes Sekretärin, seit Donnerstag, Bühne, Purkersdorf) an der Seite von Hansi Lang hält die Münchnerin im Gespräch. Die gängigen Klischees einer Künstlerin erfüllt sie jedoch nicht. Wenn im Haushalt etwas nicht funktioniert, legt Klebow selbst Hand an und repariert, wenn es sein muss, auch das Auto.

Liebe auf Distanz
Und nebst Engagements und Umzug nach Wien bewerkstelligt die aparte Mimin eine funktionierende Fernbeziehung mit dem deutschen Schauspieler Hary Prinz, mit dem Klebow bis Dezember in Berlin lebte. Aber es gibt auch einsame Momente in ihrer neuen Wiener Wohnung. MADONNA gewährt sie erstmals Einblick in ihr 70m²-Reich und spricht offen über ihre Fernbeziehung, den Kinderwunsch und den harten Konkurrenzkampf im Job.

 

Sie wollen als Mimin in keine Schublade gesteckt werden. Was war die unangenehmste Situation, in die Sie als „fesche Blonde" geraten sind?

Lilian Klebow: Vorweg, ich reiße mich nicht um Nacktszenen. Auch von Männern bin ich nie blöd angebaggert worden. Aber meiner Schauspiellehrerin war ich ein Dorn im Auge, weil sie dachte, als hübsche Blondine komme ich im TV-Business weiter als andere. Auch ohne viel Talent.

Klingt nach Eifersucht...

Klebow: Nein, das war einfach ihre Meinung. Ich hingegen war mir dessen überhaupt nicht bewusst. Heute glaube ich, dass ich dieses Blondinen-Image unbewusst gefördert habe, weil ich immer gefallen wollte.

Sie haben mit Ihrem Äußeren kokettiert?

Klebow: Ich glaube, dass ich kindlich agiert habe. Andersrum bin ich aber auch sehr kindisch – nur mit meinem Aussehen habe und werde ich nie kokettieren. Zwar ist die Schauspielerei ein einziger Konkurrenzkampf. Aber ich vertrete die Meinung, dass man einander leben lassen soll.

Nebstbei besitzen Sie noch ganz andere, verborgene und „frauenuntypische" Talente.

Klebow: Ja! Ich richte seit Dezember meine neue Wohnung in Wien ein. Beim Übersiedeln hat mir zwar die SOKO-Crew geholfen. Wenn ich alleine bin, verlege ich aber auch selbst ein Elektrokabel und mehr. Mein Vater hat mir das alles beigebracht. Ich kann auch, wenn mein Auto defekt ist, selbst Hand anlegen (lacht).

Sie spielen aktuell Theater, drehen die neue „SOKO Donau"-Staffel, im März steht ein Musical am Plan – wie viel Zeit bleibt da noch für Sie und Ihren Partner Hary Prinz?

Klebow: Nicht viel (lächelt). Wir beide haben uns für dieses Leben entschieden und bringen dementsprechendes Verständnis füreinander auf. Erst vor Kurzem haben wir unsere gemeinsame Wohnung in Deutschland aufgegeben, weil wir zu wenig Zeit haben. Er dreht gerade in Rom. Manchmal ertappe ich mich aber dabei, dass ich derzeit ein bisschen einsam bin.

Ihre Beziehung scheint sehr gefestigt. Wollen Sie Kinder haben, eine Familie gründen?

Klebow: Ja, unbedingt! Ich will zwei Kinder, denn ich glaube, dass man ansonsten etwas verpasst hat im Leben.

Wie sieht die Planung aus?

Klebow: Zeitlich ist das schwer festzulegen. Ich will vorher noch einen Film drehen, ein Romy-Schneider-Stück schreiben, und unbedingt eine ausgedehnte Amerika-Reise machen.

Was sind Ihre Leidenschaften?

Klebow: Ich habe einen Kleider-Tick. Ich ersteigere auf eBay gerne Second-Hand-Sachen. Ich habe auch ein Kleidergeschäft in meinem Bezirk, in dem ich feilschen kann – wo das ist, verrate ich aber nicht.

Sind Sie ob all Ihrer Aktivitäten nicht ein wenig aus der Puste?

Klebow: Ich habe gerade einen richtigen Energieschub, obwohl ich phasenweise von der Arbeit sehr müde bin. Aber ich befinde mich derzeit im Aufbruch. Und ich kann sagen, dass ich in Wien endlich angekommen bin!

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