Friedrich Sticklers Schattenfrau

Geheimnisse

Friedrich Sticklers Schattenfrau

(c) Achim BieniekSie zählen zu den strahlendsten Ehepaaren am Society-Parkett: Friedrich Stickler (59) und seine Frau Berit (39). Geheiratet hat der ÖFB-Präsident die HNO-Ärztin vergangenen Herbst im sizilianischen Taormina. Genau da, wo Stickler die Flitterwochen mit seiner ersten Ehefrau verbrachte.

Aus dem Schatten
Was der Öffentlichkeit nicht bekannt war: Die Scheidung von der Journalistin Catherina Braunsteiner 2005 – die beiden waren siebzehn Jahre ein Paar – war nicht seine erste. „Ich war seine erste Ehefrau“, stellt ­Tina Stickler (63) gegenüber MADONNA erstmals klar.

Nach zwanzig Jahren bricht die pensionierte Dolmetscherin mit Wohnsitz in Salzburg ihr Schweigen und erzählt über ihre Ehe mit dem damals noch unbekannten Casino-Croupier Friedrich Stickler.

Frau Stickler, warum treten Sie an uns heran?
Tina Stickler:
Ich habe es satt, dass mein Ex-Mann immer unsere Ehe verleugnet. In der Öffentlichkeit stellt er es so dar, als hätte er nur zweimal geheiratet. Dabei bin ich seine erste Ehefrau. Wir haben 1978 geheiratet. Als ich hörte, dass er noch ein Kind plant, kam bei mir der Zorn hoch und ich erinnerte mich schlagartig daran, wie weh er meinen Kindern David und Jona aus meiner erster Ehe getan hat. Er war acht Jahre lang ihr Ziehvater und hat sich nach der Scheidung nie mehr gemeldet.

Geht es Ihnen heute um irgendwelche Ansprüche Ihrem Ex-Mann gegenüber?
Stickler:
Nein, nur die Falschheiten ertrage ich nicht. Diese Diskrepanz zwischen dem, was er nach außen zeigt und wie seelisch kalt er sein kann. Wir waren immerhin acht Jahre zusammen. Dass er sich kein einziges Mal seit der Scheidung bei den Kindern gemeldet hat, ist sehr traurig. Es scheint ihm egal gewesen zu sein, dass er den Kindern damit großen Schmerz zugefügt hat. Sie hätten seine Unterstützung durchaus immer wieder brauchen können. Sie müssen sich vorstellen: Meine Tochter hat ihn nach Jahren auf Mykonos in einem Café getroffen und er hat nur gefragt: „Sollte ich Sie kennen?“

Wie verlief Ihre Ehe?
Stickler:
Es war eine romantische Partnerschaft mit einer sozial liberalen Lebenseinstellung. Fritz war ein sehr liebevoller, gebildeter Mensch. Wir hatten gute Gespräche und ­unternahmen viele Ausflüge. Fritz arbeitete damals als Croupier im Casino und hatte viel Tagesfreizeit. Es war eine wunderschöne Zeit, ein bisschen wie ständiger Urlaub. Selbst nach sieben Jahren hatten wir Herzklopfen, sobald er nach Hause kam.

Was war der Trennungsgrund?
Stickler:
Nach sieben Jahren, Fritz war 31, mutierte er plötzlich zum Karrieristen und wurde immer konservativer. Er ging nur mehr in der Flanellhose auf die Uni. Jeder ist seines Glückes Schmied, sagte er. Unsere Freunde waren ihm auf einmal nicht mehr gut genug. Er war nicht mehr der Mensch, den ich geliebt hatte. Ich habe mich von ihm total entfremdet. Der Fritz hat zwei Gesichter: Er kann wahnsinnig viele Gefühle zeigen. Andererseits ist er sehr verkrampft und hält seine Emotionen zurück.

Haben Sie dann die Scheidung eingereicht?
Stickler:
Ja, ich habe ihn vor die Tür gesetzt, was ihn sehr kränkte. Dass er sich nicht gemeldet hat, war sicher eine Art Rache. Als wir vom Scheidungsrichter kamen, machte er mir gleich einen Heiratsantrag. Ich lehnte ab, sagte aber: Lass uns essen gehen! (lacht)

Wie ging es bei Ihnen weiter?
Stickler:
Als gelernte Simultanübersetzerin für Englisch, Französisch und Italienisch war ich viel auf Reisen. Später baute ich ein Haus auf Mykonos und gab Privat-Sprachunterricht. Fritz ging auf ein Casino-Schiff und machte Karriere. Seine zweite Frau öffnete ihm in Wien alle Türen.

Warum hatten Sie keine gemeinsamen Kinder?
Stickler:
Er wollte Kinder. Aber ich erkannte, dass es mit uns nicht für immer und ewig war. Ich wollte keine Kinder von verschiedenen Männern.

Was empfanden Sie, als Ihr Ex-Mann wieder heiratete?
Stickler:
Mein erster Gedanke war: Das hat aber lange gedauert (lacht). Ich dachte, er würde viel früher eine neue Frau kennenlernen. Ich vergönnte ihm sein neues Eheglück. Frau Braunsteiner wirkte sehr sympathisch. Auch seine aktuelle Frau ist entzückend.

Wären Sie heute manchmal gerne die Frau an der Seite des ÖFB-Präsidenten?
Stickler:
Nein, ich möchte nichts mit ihm zu tun haben. Ich habe ein gutes Leben mit Freunden überall auf der Welt und besitze in Salzburg eine Eigentumswohnung in einer sehr schönen Gegend.

War Fußball schon während ­Ihrer Beziehung ein Thema?
Stickler:
Fritz wollte mit meinem Sohn nie Fußball spielen. Fußball ist ein Proletensport, sagte er. Trotzdem ist aus ihm der ÖFB-Präsident geworden. Karrieredenken macht eben biegsam (lacht).
Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden