So schützen wir Kinder vor Gefahren im Netz

Madonna

So schützen wir Kinder vor Gefahren im Netz

Der Fall Teichtmeister schockiert das Land – und macht einmal mehr auf die Dringlichkeit des Schutzes von Kindern im Netz aufmerksam. Denn: Die Täterzahl steigt! 

Die Nutzung von Internet und Messenger- Diensten hat auch ­einen Anstieg krimineller Handlungen zur Folge. Besonders Kinder sind dabei gefährdet. Allein im letzten Jahr wurden 1.921 Anzeigen wegen Kinderpornografie registriert – ein Höchstwert, der schockiert. Expert:innen sehen den Anstieg der Internetnutzung sowie Messenger-Dienste als Ursache für das stetig wachsende Problem. Eltern seien daher angehalten, verstärkt auf das Verhalten ihrer Kinder im Netz zu achten. Doch was bedeutet das konkret?

Gerichtlich strafbar sind seit 1. Jänner 2012 das sogenannte „Grooming“, das laut oesterreich.gv.at „die Anbahnung sexueller Kontakte zu Unmündigen über das Internet“ bedeutet, sowie auch die „Betrachtung pornografischer Darbietungen Minderjähriger (live mittels Webcam)“. Unter Kinderpornografie versteht man „den Besitz kinderpornografischer Darstellungen ebenso wie der wissentliche Zugriff auf kinderpornografische Darstellungen“, wobei „bereits der Eindruck, dass es zu einer sexuellen Handlung gekommen ist (z.B. Fotomontagen), ausreicht“.

Gemeldet werden können derlei kriminelle Delikte etwa online (auch anonym!) unter www.stopline.at, wo allein in den ersten Jännerwochen bereits 575 Fälle gemeldet wurden, bei 79 davon konnte ein Strafbestand festgestellt werden. Anzeige kann freilich auch bei sämtlichen Meldestellen des Bundeskriminalamts (www.bundeskriminalamt.at) erstattet werden.

Wie schütze ich mein Kind?

Fakt ist, dass Kinder immer früher beginnen, in Kontakt mit der digitalen Welt zu treten. Wer von Beginn an zusammen mit dem Nachwuchs kindgerechte Internet-Inhalte entdeckt und somit auch bewusst auf weniger geeignete oder gar gefährliche Inhalte stößt, kann Gefahren besser bannen. Wichtig ist es auch, Regeln zur Internet- und Handynutzung für die Kinder festzulegen. Priorität hat das offene Gespräch mit den kleinen Internet-User:innen – denn Regeln werden nur eingehalten, wenn sie auch verstanden werden. Besondere Vorsicht ist bei den Chats der Kinder und etwaigen Treffen, die dort vereinbart werden, geboten! Viele weitere hilfreiche Tipps, Expert:innen-Rat, sowie spezielle Eltern-Coachings finden Sie unter www.saferinternet.at! Dort findet man auch nützliche Warnungen vor aktuellen Tricks der Kriminellen, die das Leben von Kindern zerstören.   

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