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Regelblutung: Hygienemethoden im Laufe der Zeit

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Altertum

Im alten Ägypten bastelten sich Frauen weiche Stäbchen aus Papyrus und führten diese wie ein Tampon ein. Im antiken Griechenland wickelte man Holzstäbe mit Wolle. In anderen Teilen der Welt kamen Materialien wie Papier, Moose, Schwämmchen, Tierhäute und Gräser zum Einsatz.

Mittelalter

Angesichts der Tatsache, dass Frauen im Mittelalter öfters schwanger waren und ihre Kinder stillten, hatten sie nur selten ihre Tage. Damals verzichtete man vollkommen auf Unterwäsche und ließ das Blut einfach ablaufen. Textilien waren damals ein teures Gut – nur Wohlhabende konnten  es sich leisten, Stofftücher zwischen die Beine zu spannen.

19. Jahrhundert

Um 1850 wurden die ersten industriell gefertigten Monatshygieneartikel patentiert. 1896 kamen die ersten Binden der Marke Johnson&Johnson auf den Markt. Der damals vorherrschende Scham in Bezug auf weibliche Sexualfunktionen, hielt viele Frauen davon ab, das Produkt zu kaufen – die Binde floppte.

20.Jahrhundert

Zu Beginn bastelten sich Frauen aus Wollmaterialien und Leinen Binden, welche sie mit Klammern an der Unterwäsche anbrachten. In den Zwanzigern kam Watte auf den Markt, in den 1930ern wurden Menstruationstassen entwickelt: Ein Auffangbecher wurde in der Vagina platziert, wo er für mehrere Stunden verblieb und das Ausfließen des Blutes verhinderte.

Das erste OB
Das O.B. kam 1950 auf den Markt. Die Tampons wurden von der Gynäkologin Judith Esser Mittag und dem Ingenieur Carl Hahn entwickelt. Die Abkürzung bedeutet „Ohne Binde“.

Binden
Ende der 1960er wurden in Amerika die ersten selbstklebenden Binden erfunden: Frauen mussten die Watteeinlagen nicht mehr an die Unetrwäsche heften.