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Trotz Zeit– und Temperaturumstellung topfit

Der große Frühlings-Guide

Kopfschmerzen, schlechter Schlaf und dann meldet sich auch noch die Pollen­allergie? Der Frühling kann sich auf die Stimmung und die Vitalität schlagen. Was Sie jetzt tun können, um möglichst energiereich in die Saison zu starten. 

Zum vielleicht letzten Mal stellen wir am 28. März die Uhren auf Sommerzeit. Der Grund dafür: In den vergangenen Jahren wurden Rufe nach der Abschaffung der Sommerzeit laut. Bereits 2019 hat das EU-Parlament mehrheitlich für die Abschaffung per 2021 gestimmt. Ob dies tatsächlich eintritt, steht jedoch noch nicht fest. Fester Bestandteil des alljährlichen Saisonstarts hingegen ist die Frühjahrsmüdigkeit.

Kreislauf im Winterschlaf
Besonders die Monate März und April sind oftmals von starken Temperaturschwankungen geprägt: Auf winterlich kalte Tage folgen frühsommerliche, die das Thermometer binnen kurzer Zeit nach oben schnellen lassen. Solche Umschwünge schlagen sich häufig auf das körperliche Befinden nieder und viele Menschen reagieren mit Kopfschmerz, Migräne, Müdigkeit und allgemeiner Erschöpfung. Verstärkt wird dieser negative Effekt auf den Kreislauf durch ein mögliches Sinken des Blutdrucks: Im Winter ist unser Körper darauf fokussiert, uns warm zu halten – zu diesem Zweck verengt er die Blutgefäße und erhöht so den Blutdruck. Im Frühjahr geschieht jedoch das Gegenteil: Die Temperaturen werden milder und die Blutgefäße weiten sich. In Folge sinkt auch der Druck, mit dem das Blut durch den Körper gepumpt wird. Ein niedriger werdender Blutdruck zeigt sich in Symptomen wie Müdigkeit, Schwindel oder Kopfschmerz.

„Blütezeit“ für Allergien
Kopfschmerzen und eine Vielzahl anderer Symptome können jetzt auch allergiebedingt auftreten – immerhin leiden rund eine Million Österreicherinnen und Österreicher an einer Pollenallergie. Viele von ihnen reagieren auf mehr als ein Allergen, weshalb sie über Monate hindurch mit Symptomen zu kämpfen haben. Diese können von leichtem Halskratzen über tränende Augen bis hin zu starkem allergischen Schnupfen führen und so einen entspannten und energiegeladenen Frühlingsstart erschweren. Wurde eine Pollenallergie diagnostiziert, so lautet die einzige nachhaltige Lösung Immuntherapie oder „Hyposensibilisierung“: Hierbei werden über einen längeren Zeitraum kleine Dosen des Allergens verabreicht, um zu einer Gewöhnung zu führen. Symptomlinderungsmaßnahmen sind zwar hilfreich, können aber nur kurzfristig dienen. Die Immuntherapie verhindert als einzige Maßnahme gefährliche Verschlimmerung der Allergie, Kreuzreaktionen und „Etagenwechsel“ in die Lunge.

Schlafqualität kann leiden
Faktoren wie Temperaturschwankungen, Kreislaufschwäche, Allergien und Zeitumstellung können allesamt auch die Schlafqualität beeinträchtigen. Gerade jetzt, wo wir unsere Energiereserven wieder auffüllen möchten, ist guter und erholsamer Schlaf aber besonders wichtig. Regelmäßigkeit und gute Schlafhygiene sind wichtige Werkzeuge: Wer den eigenen gesunden Schlafrhythmus kennt und einhält, kann mit frühlingsbedingten Umstellungen in der Regel besser umgehen. Wichtig ist, das eigene optimale Pensum möglichst jeden Tag beizubehalten. Bei Einschlaf– und Durchschlafproblemen helfen etwa der Verzicht auf elektronische Geräte kurz vor dem Zubettgehen oder bestimmte Rituale. Weitere Tipps, wie Sie der Frühjahrsmüdigkeit ein Schnippchen schlagen, lesen Sie rechts!   

7 Top-Energie-Tipps 

1.In Bewegung bleiben
Bewegung ist Voraussetzung für einen gesunden und „wachen“ Organismus. Täglich 30 Minuten kreislaufanregende Bewegung sollten sein, ein Mix aus Ausdauer- und Kraftsport ist das Beste.

2. Luft und Sonne
Gerade dann, wenn Sie sich müde und schlapp fühlen, sollten Sie den Weg nach draußen suchen und reichlich Frischluft und Sonne genießen. Lüften Sie auch regelmäßig Ihre Wohn-und Arbeitsräume! Abgestandene Luft macht müde.

3. Stress endlich loslassen
Hektik und Stress belasten zusätzlich und sollten so gut wie möglich ausgeschaltet werden. Planen Sie Ihre Tage und Aufgaben, üben Sie keinen Druck auf sich aus und lernen Sie, abzuschalten. Sport, Meditation oder ein entspannendes Hobby können Wunder wirken.

4. Schlafroutine
Unsere innere Uhr liebt Regelmäßigkeit. Achten Sie darauf, ausreichend Schlaf zu bekommen und halten Sie Ihre Schlafroutine ein. Wer Montag bis Freitag wenig schläft und am Wochenende umso länger, stört den eigenen Rhythmus.

5. Vitamine vor!
Nach dem Winter sind die Vitalstoffspeicher oft leer. Verzichten Sie auf allzu schweres Essen, das Energie raubt, und setzten Sie jetzt auf besonders viel frisches Gemüse, Salate, Obst, komplexe Kohlenhydrate und wenig Zucker.

6. Energieräuber stoppen
Viele Gewohnheiten sind nicht nur ungesund, sondern rauben extra Energie. Wer viel Zucker isst, kennt das Problem nur allzu gut. Doch auch andere Einflüsse wie Rauchen, Alkohol und andere Drogen betreiben Raubbau an unseren Reserven, die wir jetzt brauchen. Pollenallergien sollten dringend therapiert werden!

7. Versorgung sichern
Nährstoffmängel können Energie rauben. Bei Verdacht sollten Sie Ihre Werte überprüfen lassen und ggf. Nahrungsergänzung einnehmen. Häufig Mängel sind z. B. Vitamin D oder Eisen.