US-Rocker Kiss lieben Vinyl und Coverbands

"Früher habe ich manche Alben nur gekauft, weil mir das Cover gefallen hat. Das fällt bei digitaler Musik völlig weg." Begeistert äußerten sich die durch ihre grellen Bühnenoutfits bekannten Musiker über die vielen Kiss-Coverbands: "Es ist eine Ehre und ein erhebendes Gefühl, wenn jemand so aussehen will wie du selbst", meinte Gitarrist Paul Stanley (58). Von keiner Band gebe es so viele Coverbands wie von Kiss: "Wir sind Ikonen. Auch wenn es uns selbst nicht mehr gibt, wird es Kiss noch geben."

Kiss treten an diesem Samstag erstmals nach zehn Jahren wieder im deutschsprachigen Fernsehen bei "Wetten, dass...?" auf. Im Vorfeld zeigten sich die Hardrock-Superstars bodenständig: Statt mit Privatjet oder Stretch-Limousine reisten Kiss am Freitag von Frankfurt aus in einem regulären Zug der Deutschen Bahn zu ihrem Auftritt bei "Wetten, dass..?" nach Erfurt.

"Wir haben ein Abteil direkt hinter dem Lokführer reserviert", berichtete Konzert-Veranstalter Ossy Hoppe am Rande einer Pressekonferenz in Frankfurt. Die US-amerikanischen Musiklegenden seien sehr unkompliziert: "Es gab keine Extrawünsche." Die Wahl des Verkehrsmittels habe logistische Gründe: "Auf der Autobahn würden wir am Freitagmittag bestimmt vier Stunden brauchen, mit dem Zug sind wir in gut zwei Stunden da." Kiss-Gitarrist und -Sänger Paul Stanley (58) sagte dazu: "Da sehen wir auch mal ein bisschen was von der Landschaft." Als er auf die Zugfahrt angesprochen worden war, hatte er zunächst gescherzt: "Wir haben vorher den Zug gekauft."

Die Band präsentiert im Mai und Juni ihr aktuelles Album "Sonic Boom" (Warner) im Rahmen einer ausgedehnten Europa-Tournee, die auch nach Wien führt. Das Quartett rockt demnach am 20. Mai in der Wiener Stadthalle.

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