1 / 2

Sechs Grammys für Beyonce - Swift mit bestem Album

"Single Ladies" brachte Beyonce nicht nur den Grammy für den Song des Jahres ein, sondern auch die Grammys für den besten R'n'B-Song und die beste Aufnahme einer R'n'B-Sängerin. Sie setzte sich auch in den Kategorien bestes zeitgenössisches R'n'B-Album ("I Am ... Sasha Fierce") und beste traditionelle R'n'B-Darbietung für den Song "At Last" aus dem Film "Cadillac Records" durch. Auch in der Kategorie "Bester Pop-Song einer Sängerin" überstrahlte sie ihre Konkurrentinnen mit "Halo". "Es ist ein unglaublicher Abend für mich", sagte die Musikerin atemlos auf der Bühne. Für ihre Solo-Musik hat Beyoncé jetzt 16 Grammys zu Hause stehen. Zusammen mit den Preisen aus ihrer Zeit mit dem Trio Destiny's Child sind es bereits 28.

Taylor Swift setzte sich beim besten Album gegen Beyonce, Lady Gaga, die Black Eyed Peas und die Dave Matthews Band durch. Sie zeigte sich bei der Entgegennahme der Trophäe fassungslos. "Ich hoffe Sie wissen, wie viel mir das bedeutet", sagte sie. Ihre Platte "Fearless" hatte zuvor schon den Grammy für das beste Country-Album des Jahres gewonnen. Weitere zwei Trophäen sahnte Taylor Swift mit dem Song "White Horse" ab

Die Trophäe für die Aufnahme des Jahres ging an die Rocker Kings of Leon für ihren Song "Use Somebody". Leadsinger Caleb Followill bekannte strahlend auf der Bühne: "Ich will nicht lügen. Wir sind alle schon ein bisschen beschwipst, glücklich beschwipst." Die Popgruppe "Black Eyed Peas" nahm drei Grammys entgegen, darunter für das beste Pop-Album. Zum besten Rock-Album wählten die Grammy-Juroren "21st Century Breakdown" von Green Day. Newcomer des Jahres wurde die Zac Brown Band - eine Country-Formation. Schock-Pop-Ikone Lady Gaga war mit zwei Grammys im Rennen. Sie hatte die 52. Verleihzeremonie auch musikalisch eröffnet - mit einem Duett mit Elton John.

Mit einer bewegenden 3D-Version seines "Earth Song" wurde Michael Jackson geehrt. Der "King of Pop" hatte den Song kurz vor seinem Tod im Juni für seine geplante Comeback-Tour "This Is It" produziert. Usher, Carrie Underwood, Celine Dion, Jennifer Hudson und Smokey Robinson sangen ihn vor Aufnahmen des Regenwaldes, von Mammutbäumen und Walen, die das Publikum im Staples Center und Fernsehzuschauer in aller Welt mit Spezialbrillen dreidimensional sehen konnten.

Drei goldene Grammophone gingen auch nach Österreich: Der 2007 verstorbene Joe Zawinul hat für sein Album "75" posthum einen Grammy als "Best Contemporary Jazz Album" erhalten. Ein weiterer der begehrten amerikanischen Musikpreise ging an den Vorarlberger Designer Stefan Sagmeister für die von ihm gestaltete Box "Everything That Happens Will Happen Today" (David Byrne Brian Eno) in der Kategorie "Best Recording Package". Zuvor war schon bekannt gewesen, dass das österreichische Akustikunternehmen AKG heuer mit einem Spezial-Grammy, dem "Technical Grammy Award 2010", ausgezeichnet wird.

Die Grammys in Form eines goldenen Grammophons sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden von der Organisation der Musikindustrie in 109 Kategorien in den Sparten Rock, Pop, Folk, Jazz und klassischer Musik verliehen.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden