Autopsie brachte vorerst keine Klarheit

Schock über Tod von New Yorker Discjockey AM

Der Tod des New Yorker Discjockeys Adam Goldstein (36), bekannt als DJ AM, hat in der US-Musikszene Bestürzung ausgelöst. Goldsteins Leiche war am Freitagabend von Freunden in seinem Appartement in Manhattan gefunden worden. Die Autopsie erbrachte zunächst kein klares Bild von der Todesursache, berichtete der Internetdienst Tmz.com am Samstag.

Das Ergebnis weiterer Tests, unter anderem chemischer Analysen, wird erst in Wochen erwartet, berichteten US-Medien in der Nacht zum Sonntag übereinstimmend. Neben dem DJ habe eine gläserne Crack-Pfeife gelegen. Außerdem habe Goldstein einen Crack-Beutel am Körper gehabt, hieß es weiter. In der Küche stieß die Polizei auf mehrere verschreibungspflichtige Medikamente.

DJ AM war vor Jahren mit dem Partygirl Nicole Richie verlobt und wurde häufig mit Promis gesehen, unter ihnen die Schauspielerin Mandy Moore. Tmz.com berichtete unter Berufung auf Goldsteins Freundeskreis, dass der DJ zuletzt wegen des Bruchs mit seiner Freundin Hayley Wood am Boden zerstört gewesen sei. Diese habe ihm in der vergangenen Woche den Laufpass gegeben. Die beiden waren Anfang August noch gemeinsam in Frankreich gewesen. Wood verbreitete am 15. August im Internet ein Video, das sie und Goldstein auf einer Jacht zeigt.

Darüber hinaus sei DJ AM wegen eines Flugzeugabsturzes im September vergangenen Jahres traumatisiert gewesen, hieß es bei TMZ.com. Er hatte das Unglück zusammen mit dem früheren Schlagzeuger der Rockgruppe Blink-182, Travis Barker, schwer verletzt überlebt. Ihr Learjet war nach einem Konzert im US-Bundesstaat South Carolina beim Start in Flammen aufgegangen. Vier weitere Insassen kamen ums Leben.

Nach seiner früheren Drogenabhängigkeit sei Goldstein fast ein ganzes Jahrzehnt drogenfrei geblieben, berichtete der Internetdienst weiter. Wie CNN meldete, arbeitete Goldstein zuletzt an einer Fernsehserie über die Gefahren von Drogen. Sie sollte im Oktober beim Musiksender MTV starten.