Diskussion um AC/DC Konzert

AC/DC beschäftigen Landtag: Genehmigung wackelt

Ein geplantes Konzert der australischen Hardrock-Band AC/DC beschäftigt den oberösterreichischen Landtag. Wo am 22. Mai in Wels 80.000 Fans ihren Idolen zujubeln sollen, brüten nämlich auch Vögel. Der freiheitliche Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner stellte auf Anfrage der Grünen klar, er werde den Gig nicht genehmigen, solange die Stadt nicht über einen Alternativstandort nachdenken will.

AC/DC sollen im Rahmen ihrer "Black Ice Open Air Tour" auf dem Flugplatz Wels für Stimmung sorgen. Das Konzert ist bereits ausverkauft. Allerdings kritisieren Naturschützer, dass sich auf dem Areal die zweitgrößte Kolonie des Brachvogels in Oberösterreich befindet und mehr als 200 weitere Paare von gefährdeten Bodenbrütern dort ihren Nachwuchs aufziehen.

Bei einem Runden Tisch auf Initiative von Bürgermeister Peter Koits einigten sich Behördenvertreter und Veranstalter auf eine "schonende Inanspruchnahme" des Geländes. Haimbuchner, dessen Beamte dazu nicht eingeladen waren, verlangt nun, dass eine alternative Fläche geprüft wird. "Andernfalls kann keine Bewilligung zur ordnungsgemäßen Abhaltung des Konzerts erteilt werden", betonte er.

Der Grüne Klubobmann Gottfried Hirz geht davon aus, dass Haimbuchner "bei seinen heutigen Aussagen bleibt" und sieht in der Angelegenheit "die Feuertaufe für den Naturschutzreferenten". Einig sind sich die beiden auch in ihrer Kritik an der Stadt Wels. Während Hirz deren "ignorantes Verhalten" anprangerte, ist die Stadt-SPÖ für Haimbuchner gar bereits auf dem "Highway to Hell".