Umfrage: Medikamente "rezeptfrei" via Internet

Der Hersteller warnte in diesem Zusammenhang vor der Verwendung von Medikamenten aus nicht kontrollierten Quellen. Im Ranking der 14 Staaten liegt Österreich an der fünften Stelle. An der Spitze findet sich Deutschland, wo 38 Prozent der Befragten verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept erstanden haben. Schlusslicht sind die Niederlande mit zehn Prozent. Apotheker in Österreich sind übrigens im Notfall berechtigt, rezeptpflichtige Medikamente ohne Verschreibung abzugeben.

Beim Medikamentenkauf via Internet gehen die Konsumenten große Risken ein, betonte Pfizer - bekanntestes Produkt: Viagra - am Donnerstag in einer Aussendung. Denn schätzungsweise 50 bis 90 Prozent der Arzneimittel aus nicht kontrollierten Quellen seien gefälscht. Sie enthalten häufig zu wenig Wirkstoff, überhaupt keinen oder manchmal sogar gefährliche Substanzen wie Rattengift, Borsäure oder Bleifarbe. "Die Öffentlichkeit muss besser über die Gefahren gefälschter Medikamente aufgeklärt werden", forderte David Gillen, Medizinischer Direktor von Pfizer in Europa.

Laut Hochrechnung werden in Europa jährlich bis zu 10,5 Milliarden Euro für potenziell gefälschte Medikamente ausgegeben. In Österreich sind es bis zu 260 Millionen.

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