Kürzertreten nach der Schweinegrippe-Impfung

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Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle: Das sind die typischen Nebenwirkungen einer Impfung, die auch nach der Immunisierung gegen die Schweinegrippe möglich sind. "Die Stelle kann auch mal heiß werden", ergänzte Prof. Frank von Sonnenburg vom Universitätsklinikum München. Kühlung und Schonung der betroffenen Stelle sei dann die beste Devise.

Außerdem sind allgemeine grippale Beschwerden wie leichtes Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen nach der Impfung möglich. "Das ist der Ausdruck, dass sich der Körper mit dem gespritzten Impfstoff auseinandersetzt", sagte von Sonnenburg, der seit August die bundesweiten Tests des Schweinegrippe-Impfstoff an 5.000 Erwachsenen koordiniert hat. "Abwarten und kürzertreten für einen Tag", lautet sein Ratschlag an diejenigen, die sich anschließend schlapp fühlen.

"Wer sich schwer krank fühlt, sollte zum Impfarzt gehen", riet er. Allerdings seien solche starke Reaktionen nicht zu erwarten, denn der Schweinegrippe-Impfstoff sei besser getestet als der herkömmliche Impfstoff gegen die saisonale Grippe. Er habe zwar wegen der enthaltenen Wirkstoffverstärker etwas mehr Nebenwirkungen. Das sei aber normal und nichts besonderes. "Das Immunsystem reagiert etwas stärker, aber das soll es auch - das gehört zur Impfung dazu."

Allergiker sollten ihren Arzt wie immer vor einer Impfung auf ihre Unverträglichkeiten hinweisen. "Eine Sofort-Allergie wird sich noch beim Arzt zeigen", sagte der Experte. Eventuell müsse der Patient dann etwas länger in der Praxis bleiben. Allerdings sei auch hiermit eher nicht zu rechnen: "Im Test sind kaum allergische Reaktionen gesehen worden, obwohl sicherlich auch etliche Leute mit Allergieneigung darunter waren." Auch wer Asthma, Kreislaufprobleme oder andere wesentliche Erkrankungen hat, sollte das seinem Arzt vorher sagen, empfahl von Sonnenburg.

Ab kommenden Dienstag (27. Oktober) können sich Angehörige der Gesundheitsberufe in Österreich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Ab 9. November sollen dann möglichst viele Personen mit einem besonderem Risiko (speziell chronisch Kranke, Schwangere) zur Immunisierung. Das sind in Österreich rund 600.000 Personen.

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