Neue Hoffnung für Brustkrebs-Patientinnen

Forscher fanden Brustkrebs-Resistenzmechanismus

Forscher der Universität Genf haben herausgefunden, wie Brustkrebs das weit verbreitete Medikament Tamoxifen ins Leere laufen lässt. Dank der Entdeckung hoffen sie, einen Weg zu finden, mit dem sich diese häufigen Resistenzen verhindern lassen.

In fast 70 Prozent aller Brustkrebsfälle benötigen die Krebszellen fürs Überleben und Wachstum die weiblichen Sexualhormone Östrogene, teilte die Universität Genf am Mittwoch mit. Diese Krebsfälle werden meist mit Hormonhemmern wie Tamoxifen behandelt. Allerdings entwickeln etwa 30 Prozent der Patienten eine Resistenz gegen die Medikamente.

Die hormonhemmenden Therapien bauen darauf auf, dass sie sich auf den Krebszellen an Hormonrezeptoren binden und so deren Wachstum blockieren. Laut den Forschern um Didier Picard können aber die Rezeptoren auch auf indirektem Weg - über ein ganz bestimmtes Molekül - aktiviert werden.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Genes & Development" berichten, setzt dieses Molekül eine ganze biochemische Signalkaskade in Gang. Im Verlauf des Vorgangs wird ein anderes Eiweiß freigesetzt, das direkt an einen Hormonrezeptor andockt und ihn so aktiviert.

Das Zusammenspiel zwischen den beiden Molekülen könnte ein vielversprechendes Ziel für neue Krebstherapien sein, hoffen die Wissenschafter. Sie suchen nun eine Möglichkeit, um die Verbindung zwischen den beiden Molekülen zu unterbinden.