Lässt sich medikamentös behandeln

Bei Schmerzattacken im Gesicht keine Akupunktur

Wiederkehrende Schmerzen im Gesicht sollten nicht mit einer Akupunktur behandelt werden. Denn oft handelt es sich dabei um eine Neuralgie, bei der die Akupunktur selbst Schmerzattacken auslösen kann. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) in Krefeld hin.

Mit einer vorbeugenden medikamentösen Behandlung dagegen könnten bei 90 Prozent der Neuralgie-Patienten die Schmerzen gelindert werden. Zuvor sollten aber durch eine neurologische Untersuchung andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Eine Trigeminusneuralgie äußert sich laut BDN durch blitzartig auftretende, elektrisierende Gesichtsschmerzen. Diese entstehen meist am Ohr und breiten sich dann über eine Gesichtshälfte aus. Sie dauern in der Regel wenige Sekunden bis zwei Minuten an und können mehrmals täglich wiederkommen. Ursache ist ein zu enger Kontakt zwischen einer Hirnarterie und der Wurzel des Trigeminusnervs am Hirnstamm. Dadurch wird der Nerv dauerhaft gereizt.

Treten die Schmerzen zu Beginn der Erkrankung meist noch spontan auf, so werden sie im weiteren Verlauf zunehmend durch äußere Reize ausgelöst. Dazu gehören zum Beispiel Berührungen, ein kalter Luftzug, Kauen, Schlucken oder Zähneputzen.