Früherkennung ist auch bei Diabetes wichtig

Bei Kindern auf Diabetes-Warnzeichen achten

Diabetes vom Typ 1 kann bei Kindern viele Symptome haben: Übermäßigen Harndrang, starken Durst, Müdigkeit, Wadenkrämpfe, Juckreiz, Gewichtsverlust oder ein Nachlassen der Schulleistungen. "Treten zwei oder mehr von diesen Beschwerden gleichzeitig auf, sollten Eltern mit ihrem Kind umgehend einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen", rätder Kinderarzt Ulrich Fegeler.

Mit einer frühzeitigen Behandlung könnten längerfristige Schäden bis zur lebensbedrohlichen Ketoazidose verhindert werden, so der Experte. Beim Typ-1-Diabetes führen fehlgeleitete Abwehrreaktionen gegen den eigenen Körper zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Dadurch würden deren insulinproduzierende Zellen unwiderruflich zerstört, erklärt Fegeler. Die Ursachen dafür seien noch nicht vollständig geklärt. Unklar sei auch, warum die Stoffwechselkrankheit in Europa dramatisch zunimmt.

"Bekannt ist aber, dass für Kinder mit betroffenen Familienangehörigen das Risiko für Diabetes erhöht ist", sagt Fegeler. Ob ein Kind besonders gefährdet ist, lasse sich durch eine Harnkontrolle auf Glukose und Keton sowie durch die Kontrolle des Blutzuckers mittels Fingerstich klären. Darüber hinaus könne der HbA1c-Wert bestimmt und ein Glukose-Toleranz-Test gemacht werden.