Geheimtipps der Party-Profis

So werden Sie zur perfekten Gastgeberin

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Drei Engel für Ihre Party. Die Gastroprofis Barbara Eselböck & Fabio Giacobello sowie Event-Planerin Maryam Yeganehfar verraten ihre Tipps.

Wie viele Leute sollte man eigentlich zu einer Dinner-Party einladen. Was serviert man am besten? Was darf auf keinen Fall in der Hausbar sein? Und wie viel Deko braucht der Tisch? MADONNA hat bei den Profis aus der Gastro- und Eventszene nachgefragt. Taubenkobel-Lady Barbara Eselböck, Fabios-Inhaber Fabio Giacobello und Eventprofi Maryam Yeganehfar – Inhaberin der Full-Service-Agentur yamyam event production – verraten ihre Geheimtipps rund um Tafel, Menüplan, Weinbegleitung und Cocktails.  

So geht’s

Maryam, die Events für bis zu 2.000 Gäste plant, rät für eine gesetzte Dinner-Party sechs bis acht Personen einzuladen. „So lässt sich der Abend noch stressfrei für Gastgeberin und Gäste gestalten. Am besten man beginnt am Morgen des Tages der Einladung zu planen und vorzubereiten.“ Erster Schritt: Die Deko. Als Event-Planer spezialisiert u. a. auf Hochzeiten, sind Blumen ein Muss. „Im Winter habe ich überall weiße Amaryllis – sie sind sehr festlich. Dazu dekoriere ich Kerzen, Kerzen und noch mehr Kerzen – im Wohnzimmer, auf dem Balkon, überall.“ Nur bei der Tafel heißt es „Vorsicht“. Denn da gilt: Weniger ist mehr! „Viele überladen den Tisch so mit Deko, dass das Essen kaum Platz hat. Ein No-Go!“, sind sich die Profis einig. „Denn das Essen“, so Eselböck, „sollte immer im Vordergrund stehen. Und je kommunikativer es angelegt ist, desto besser. Alle Speisen und Töpfe sollen auf den Tisch. Jeder Gast darf sich selbst nehmen. So kommt Bewegung in die Party. Oft ist es am besten, eine Lasagne oder einen Braten zu servieren. Wichtig ist nämlich, dass die Gastgeberin so viel Zeit wie möglich bei den Gästen verbringt.“ Umso aufwendiger und ausgefallener darf es dafür nach dem Essen bei den Cocktail-Kreationen zugehen.

Das perfekte Dinner

Party-Planung. Eine perfekte Gastgeberin sollte immer gut vorbereitet sein, um den Abend mit ihren Gästen genießen zu können, ein effizienter Einkaufs- und Kochplan ist das Geheimrezept für jede gelassene Gastgeberin. Für ein gesetztes Essen für ca. sechs Personen sollte man am selben Tag der Einladung morgens beginnen. Ein Stehbuffet für 20 Personen aufwärts, zwei bis drei Tage vorher beginnen und Essen vorbereiten. Deko-Tipp: Kerzen, Kerzen, Kerzen, egal ob im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder im Garten. Dazu viele Blumen. Z. B.: Weiße Amaryllis, sie sind festlich und elegant. Achtung: Blumen sollte man sortenrein dekorieren, keine wilden Sträuße!

Tipps für die Tafel. Deko-Profi Maryam rät: Weniger ist mehr bei der Tisch-Deko. Denn bei einer Essenseinladung geht es ums Essen, die Deko kommt an zweiter Stelle. Großes No-Go: Den Tisch so mit Kerzen & Co. zu beladen, sodass das Essen keinen Platz hat. Dekoration sollte saisonal oder ans Menü angepasst sein. Tischordnung. Paare kann man durchaus trennen. Eine nette Idee: Die Herren nach jedem Gang einen Platz weiterrutschen lassen. Das ist very british!

Raus aus der Küche. Verzichten Sie auf aufwendige 6-Gänge-Menüs. Kochen Sie ein Gericht, bei dem Sie so viel Zeit wie möglich mit den Gästen verbringen könne, z. B. Braten oder Lasagne. Kommunikatives Essen. Eselböck empfiehlt: Kochen Sie nur zwei Gänge – Hauptspeise und Dessert. Danach können Sie Käse reichen. Wichtig: Ein Essen sollte so kommunikativ wie möglich gestaltet sein, nach dem Vorbild eines Thanksgiving Dinners. Alles sollte am Tisch stehen und dort angerichtet werden. Die Gäste sollten die Möglichkeit haben, sich alles selber auf den Teller zu geben, sich Schüsseln zu reichen. Das sorgt gleich für Gesprächsstoff. Oder: Machen Sie ein Stationen-Essen. Auf diversen Beistelltischen werden separat Hauptspeise, Dessert, Käse und Wein gerichtet. Das bringt Bewegung in den Abend. Wein. Man sollte von allem etwas da haben. Champagner, Weißwein, Rotwein. Für Laien empfehle ich z. B.: das Weinabo Eselböcks Weinselektion – eine Auswahl von sechs Geheimtipp-Weinen (eselboecksweinselektion.com).

Was in die Hausbar gehört. Grundspirituosen wie Wodka, Gin, Rum, Whiskey oder Orangenlikör sollten in keiner Bar fehlen. Und auch ein trockener oder süßer Wermut und Rose Water ist mit Sicherheit kein Fehler. Natürlich sollten Sie auch frische Früchte wie Orangen oder Limetten und Zucker daheim haben. Fabios Cocktails. Zu Weihnachten empfehle ich meinen Gästen den Gingerbread Julep (s. li.), für Silvester würde ich mich für den Asiation entscheiden. Für all jene, die nicht so experimentierfreudig sind, empfehle ich den klassischen Manhattan. Was serviert man wann. Gin Tonic, Champagner und Mojito können zu jedem Anlass serviert werden. Empfangen werden die Gäste klassisch mit einem Glas Champagner, gerne vor oder zu dem Essen Gin Tonic. Mojito sollte erst dann serviert werden, wenn die Party so richtig am Laufen ist.

4 cl Tanqueray Ten Gin (Lebkuchengewürz-Infusion), 2 cl Grand Marnier Cordon Rouge, 1 cl Cherry Heering, 3 dash Mozart Chocolat Bitters, 1 cl Honig, 4 cl Soda, 3 Minzezweige Die Innenseiten des Silberbechers mit den Minzezweigen kräftig einreiben. In den Becher kommen daraufhin 5 frische Blätter Minze, Honig, Chocolatbitters, Grand Marnier und Heering‘s Cherry Likör. Gut verrühren. Silberbecher zur Hälfte mit crushed Ice füllen und kräftig rühren. Nochmals crushed Ice sowie den infusionierten Gin hinzufügen und weiterhin rühren. Durch das stete Rühren wird die nötige Verwässerung erreicht. Mit Sodawasser abschmecken.

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