Powerfrauen verraten ihr Erfolgsrezept

Diashow Powerfrauen verraten ihr Erfolgsrezept

Desirée Treichl-Stürgkh (53, Verlegerin & ehem. Opernballchefin)

1. Man muss für eine Karriere bereit sein. Nämlich auch dafür bereit sein, Opfer zu bringen. Denn Karriere zu machen ist nicht einfach.

2. Man muss Gelegenheiten und Chancen erkennen, richtig einschätzen können, und diese dann auch sofort ergreifen.

3. Und man muss auch das Quäntchen Glück haben!

4. Um erfolgreich zu bleiben, braucht man eiserne Disziplin und viel Fleiß. Wer nur „9 to 5“ arbeiten möchte, wird kaum Karriere machen.

5. Um dennoch ein Leben außerhalb seines Jobs und vielleicht auch eine Familie haben zu können, braucht man Menschen, die hinter einem stehen, ein gutes Netzwerk und Back-ups – denn, wie gesagt, Karriere bedeutet auch, Opfer zu bringen. Da muss manchmal auch die Familie hintangestellt werden.

6. Und man darf man sich für nichts zu schade sein! Man erlebt immer wieder Höhen und Tiefen. Tiefen kann man nur durchstehen, wenn man nie vergisst, woher man kommt und dass man ordentlich anpacken muss.

Stephanie Cox

9. Atmen! Egal ob stressiges Meeting, eine Rede im Parlament oder Sales-Gespräche, die ich in der Vergangenheit geführt habe: Eine tiefe Bauchatmung kann Wunder wirken. Dieser Atemzug kann dir Zeit verschaffen, Ordnung im Kopf schaffen und dir Luft zum Gasgeben zuführen.

10. Mentorinnen und Mentoren: Es gibt so viele tolle Männer und Frauen, die in ihrem Leben schon viel erlebt und bewegt haben. Renée Schroeder war eine Mentorin für mich, bevor sie mich gefragt hatte, für die Liste zu kandidieren. Mentorinnen können auch „Gamechanger“ für dich sein. Suche solche Menschen aktiv und lass sie in dein Leben.

11. Selbstzweifel: Angst ist eine Emotion und Spannung, die dir oft etwas sagen möchte. Ich versuche in solchen Situationen, noch stärker auf mich zu hören. Hab keine Angst vor der Angst. Nimm sie als Treibstoff. Und bei Herzklopfen ist meine Devise: Mein Herz applaudiert meiner Tätigkeit, die ich gleich bravourös meistern werde. (Bei mir beispielsweise vor Reden im Parlament oder Interviews vor der Kamera.)

12. Team: Nicht nur die fünf engsten Personen in meinem Leben sind mein Spiegelbild. Auch mein Team. Wenn du die Möglichkeit hast, dein Team selbst auszuwählen, hab Mut, Personen einzustellen, die besser sind als du und mutig. Ich brauche in vielen Situation Zuspruch, konstruktives und kritisches Feedback, und mein Team hilft mir oft, meine Gedanken zu ordnen.

13. Lass dich nicht unterkriegen: Viel zu oft bekommt man den Satz oder Blicke: „Du bist zu jung, zu unerfahren …“ Es gibt Situation, in denen du noch viel lernen wirst müssen/dürfen, und das ist super. Aber lass dein Gegenüber mit solchen Aussagen dich nicht einschüchtern. Alter kann beispielsweise eine extreme Stärke sein. Im Parlament stelle ich ganz andere Fragen und bringe ganz andere Perspektiven ein, als meine „50+“-Kolleginnen und Kollegen.

14. Verkaufe dich nicht unter deinem Wert: In meiner Zeit als Moderatorin und Selbstständige musste ich lernen, Honorarverhandlungen zu führen. Am Anfang bin ich dieser Diskussionen total aus dem Weg gegangen und habe mich aber auch total unter meinen Wert verkauft. Heute weiß ich, wie viel ich für meine Leistung verlangen kan­n.

Nadja Swarovski (47, einzige Frau im Executive Board des Tiroler Kristallunternehmens)

7. Führung ist die eine Sache, die Unterstützung der Frau eine andere! Wir sind stolz, dass über 70 Prozent unserer Belegschaft weiblich ist, in der Führung haben wir 23 Prozent Frauen. Wir wollen hier ein Signal setzen, dass wir sie unterstützen. Wir haben Kinderkrippen ausgebaut und sehen es als Braindrain, wenn Frauen nicht zurück zur Arbeit kommen. Alles, was wir ursprünglich für Frauen umgesetzt haben, ist für beide Geschlechter wichtig. „Women Empowerment“ ist auch „Human Empowerment“.

8. Als dreifache Mutter weiß ich,
dass schnell einmal die Grenze zwischen Beruf und Familienleben verschwimmt. Es gibt kein Montag bis Freitag, sondern man arbeitet 24/7. Es ist jedoch wichtig, gewisse Grenzen einzuhalten: zwischen sich selbst und der Familie. Und zwischen sich selbst und der Arbeit. Auch was das betrifft, braucht man Disziplin.

Margarete Schramböck (47, BM für Wirtschaft & Digitalisierung)

15. Ich will Mädchen und Frauen motivieren, aus dem vollen Blumenstrauß der Lehrberufe zu wählen. Es gibt in Österreich rund 200 verschiedene. Informiert euch, schaut euch vor der Entscheidung noch einmal um, welche Möglichkeiten und Fachausbildungen es gibt, und traut euch auch in technische Lehrberufe!

16. Es ist wichtig, als Frau in Unternehmen aktiv auf Vorgesetzte zuzugehen und nach Aufstiegsmöglichkeiten zu fragen. Wenn neue Projekte anstehen, die schwierig sind, rate ich dazu, sich gerade für diese zu melden. Das erhöht die eigene Sichtbarkeit.

17. In den Vertrieb gehen und gezielt mit Kunden arbeiten. Hier kann man viel Wissen aufbauen. Wer den Kunden kennt, kann den nächsten Schritt im Unternehmen tun.

Gabi Spiegelfeld (PR-Unternehmerin & Netzwerkerin)

18. Ein gutes Netzwerk ist für mich nach wie vor das Wichtigste. Es muss divers sein und gepflegt werden, ein Leistungsaustausch muss stattfinden, und es darf nie eine Einbahnstraße sein. Einseitigkeit wird schnell entlarvt!

19. Ein Muss für die Karriere und auch sonst: authentisch sein! Und sagen, wofür man steht.

20. Man sollte eine Marke sein – allerdings einmal Marke nicht automatisch immer Marke. Daher nicht nur einmal gut sein, immer gut sein. Positiv auf Mitmenschen zugehen, respektvoll – egal, in welcher Position man sich befindet.

21. Speziell bei Frauen ist es wichtig, eine(n) ehrliche(n) Mentor(in) zu haben. Frauen müssen oft erst darauf gebracht werden, sich in einer CEO-Position zu sehen. Sie haben es in einer männlich dominierten Welt ohnehin schwerer und werden viel mehr an Ergebnissen gemessen.

22. Begeisterung zeigen! Für die Sache begeisterungsfähig sein und andere mitreißen.

23. Haben Sie keine Angst, zu scheitern – glauben Sie an sich, und trauen Sie sich ruhig etwas zu.

24. Gleich entscheiden und handeln! Besser falsch zu entscheiden als nie.

25. Lassen Sie sich nicht von Hierarchien beeindrucken.

26. Agieren Sie generationsübergreifend. Ich habe nie übersehen, dass es junge Menschen gibt, die nicht so ein gutes Netzwerk haben und gefördert werden wollen. Mir ist es jetzt auch immer ganz wichtig, 25 plus zu beachten und miteinzubeziehen. Man profitiert davon!

Patricia Neumann (46, Generaldirektorin IBM)

27. Genau überlegen, was ich wirklich will – und nicht
in den Überlegungen stecken bleiben, was ich nicht will.

28. Offen für neue Herausforderungen sein. Gleichzeitig aktiv die eigene Rolle gestalten und sichtbar sein.

29. Wenn Sie den nächsten Schritt machen, auch gleich den übernächsten Schritt mitdenken.

30 Sich auch einmal einen ­Fehler erlauben!

31. Aktiv Netzwerke pflegen, sei es zu Mentoren, Kollegen oder Interessengruppen.

Martha Schultz (54, WKÖ-Vizepräsidentin & Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft)

32. Essenziell für eine erfolgreiche Unternehmensgründung ist zeitgerechte, gute Planung und intensive Vorbereitung. Der Ansprechpartner Nummer 1 in Sachen Gründung ist das Gründerservice der Wirtschaftskammern, das an über 90 Standorten in Österreich durch umfassende Serviceangebote unterstützt.

33. Als Vorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit neben dem Ausbau der Kinderbetreuung und einer Arbeitszeitflexibilisierung vor allem auch auf dem Sichtbarmachen von Unternehmerinnen in der Öffentlichkeit. Zudem bieten wir mit „Frau in der Wirtschaft“ die Möglichkeit der Vernetzung – sicher auch ein wesentlicher Punkt, um sich besser im kompetitiven Wirtschaftsleben behaupten zu können.

34. Glauben Sie an sich und Ihre Idee, bereiten Sie sich optimal vor und vernetzen Sie sich. Außerdem lege ich allen Frauen mehr Selbstbewusstsein ans Herz: Denn wer selbstbewusst auftritt, wird wahrgenommen!

Martina Müller (Modedesignerin Callisti)

35. Es gibt viele, die sich in der Modebranche nur dem angenehmen, schönen Teil, wie dem Designen, widmen wollen – wenn man aber für jede weitere Tätigkeit andere braucht und bezahlen muss, kann das schnell zum Verhängnis werden. Das heißt, am besten anfangs möglichst alles innerhalb des eigenen Unternehmens selber abdecken, um Kosten zu sparen und so ein Business aufzubauen. Man darf sich also besonders anfangs für nichts zu schade sein.

36. Es kann Phasen geben,
wo es nicht so gut läuft,
die Ideen nicht so sprießen, eine Kollektion vielleicht nicht so gut ankommt, wie die vorigen etc. Nicht den Kopf verlieren, immer daran denken, warum man gestartet hat: nämlich wegen der Leidenschaft für die Sache!
Weitermachen. Alles geben!

Kristina Venturini (Rechtsanwältin)

37. Die Ausübung des Berufs muss auch mit einem gewissen Maß an Leidenschaft verbunden sein, da sonst der Erfolg auf der Strecke bleibt.

38. Disziplin und Konsequenz an den Tag legen!

39. Die Karriere bzw. Ihr Beruf sollte für Sie eine Herzens­angelegenheit sein, dann stellt sich der Erfolg von selbst ein.

40. Von etwaigen Hindernissen darf man sich gar nicht abhalten lassen. Die Kunst beim „Niederfallen“ besteht nicht darin, liegen zu bleiben, sondern wieder aufzustehen und die Sache von vorne zu beginnen.

41. Da eine Karriere damit verbunden ist, dass Empfehlungen ausgesprochen werden, ist es auch wichtig, auf Ihren Ruf, insbesondere den Umgang mit den Menschen, zu achten.

Elisabeth ­Himmer-Hirnigel (PR International, Grande Dame)

42. Es macht mir in meinem Job stets Freude, Kontakt mit internationalen Kunden zu pflegen und verschiedene Mentalitäten kennenzulernen. Insbesondere bei Meetings und Geschäftsreisen bieten sich ideale Möglichkeiten, neue interessante Kontakte zu knüpfen und somit sein Netzwerk zu erweitern.

43. „Reach for the Stars“ bedeutet für mich weniger, unrealistischen Träumen nachzujagen, sondern sich konkrete Ziele zu setzen und diese dann auch mit Disziplin, Konsequenz und Einsatz zu verfolgen. Nichtsdestoweniger erachte ich es für wichtig, sich hohe Ziele zu setzen und in größeren Dimensionen zu denken – nach dem Motto „Reach for the stars and land on the moon“ …

44. Zu meinen wichtigsten persönlichen Eigenschaften und Tugenden zähle ich Pünktlichkeit und Freundlichkeit. Public Relations erfolgreich zu betreiben, bedeutet für mich auch, immer über aktuelle ­Themen informiert zu sein und das „Social Life“ zu lieben und zu leben.
45. Beruflich gesehen ist es für mich das Wichtigste, Freude und Befriedigung im Beruf zu finden, und ich bin sehr glücklich darüber, diese Freude und den Erfolg im Job erleben zu dürfen!

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