Schlankmacher Kräuter

Geheimwaffe

Schlankmacher Kräuter

Ohne Kräuter wäre unser Essen eine ziemlich langweilige und geschmacklose Angelegenheit. Aber wussten Sie, dass Kräuter nicht nur Geschmack auf unsere Teller zaubern, sondern auch eine Unmenge an Vitalstoffen enthalten, die dabei helfen, lästige Kilos zu verlieren?

Das wichtigste Prinzip
Abnehmen ist theoretisch einfach und jeder von uns kennt das wichtigste Prinzip: Wenn der Körper mehr Energie verbraucht, als ihm zugeführt wird, verliert er an Gewicht. So weit, so gut. 60 Prozent unseres Energiebedarfs macht der Grundumsatz aus. Das heißt: Wer seinen Stoffwechsel ankurbelt und damit den Grundumsatz erhöht, steigert auch seinen Energieverbrauch merklich. Wäre es da nicht sehr praktisch, wenn wir bereits mit der Nahrung unseren Stoffwechsel auf Hochtouren bringen könnten?

Die gute Nachricht ...
Kräuter, so lautet die gute Nachricht, können genau das! Sie wirken dank ihrer Inhaltsstoffe, den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, wie ein Turbo auf den Stoffwechsel. „Diese Stoffe werden von Pflanzen unter anderem gebildet, um sich vor schädlichen Umwelteinflüssen und Schadtieren zu schützen. Für den Menschen bieten sie jedoch viele gesundheitliche Vorteile“, verrät Kräuter-Expertin Melanie Wenzel.

Bitterstoffe sind jene Pflanzenbestandteile, die sich besonders positiv auf die Verdauung auswirken. Sie beeinflussen das Hunger-Sättigungs-Gefühl und den Fettstoffwechsel. Dank Halbfertig- und Fertigprodukten empfinden wir bittere Speisen mittlerweile allerdings als geschmacklich weniger angenehme Erfahrung, weshalb bittere Speisen schon längst von unserem Speiseplan verschwunden sind. Oder können Sie sich daran erinnern, wann Sie zum letzten Mal etwas Bitteres gegessen haben? Aber keine Sorge: Sie müssen jetzt nicht auf gänzlich bittere Speisen umsteigen oder Sauerampfer kauen, um sich schneller satt zu fühlen. Wenn Sie mit Kräutern würzen, reichern Sie Ihr Essen automatisch mit gesunden Bitterstoffen an.
Scharfmacher. Bitter macht satt, scharf macht schlank! Scharfe Kräuter wie Kren, Kümmel, Senf und Chili bringen unsere Verdauung auf Hochtouren. Wenn Sie das Gefühl haben, einen Extrakick für Ihre Verdauung zu benötigen, sollten Sie vermehrt zu Cayennepfeffer greifen. Er gilt als Geheimtipp unter den gertenschlanken Hollywood-Schönheiten.

Natürliche Schlankmacher 1/8
Basilikum:  
Dank der enthaltenen ätherischen Öle hilft Basilikum in dreifacher Weise beim Abnehmen. Er entwässert den Körper, bringt die Fettverbrennung auf Hochtouren und beruhigt gleichzeitig die Psyche. Positive Nebenwirkungen: ­Basilikum lindert außerdem Migräne, Husten und Verdauungsbeschwerden.
Brennnessel:  
Sie ist ein wahrer Tausendsassa unter den Kräutern. Neben ihrer stark entgiftenden Wirkung regt die Brennnessel außerdem die Verdauung und den Stoffwechsel an. Sie ist reich an Mineralien und pflanzlichem Eiweiß und besitzt
damit einen hohen Sättigungseffekt.
Ingwer:  
Die anregende Wirkung auf die Magensäfte und das Verdauungssystem unterstützt den Körper beim Abnehmen. Ingwer stärkt das Immunsystem, wirkt entblähend und wärmend. Bekannt ist er auch für seine antientzündlichen Wirkstoffe gegen Rheuma und Arthrose.
Minze:  
Das Kraut mit dem charakteristischen Duft und dem frischen Geschmack fördert die Produktion von Gallensäften, was wiederum die Fettverdauung anregt. Sie beruhigt und entkrampft den Bauchraum und wirkt damit Blähungen entgegen. Pfefferminztee sorgt für entspannenden Schlaf.
Petersilie:  
Sie fehlt in keinem Kräutergarten – zu Recht. Die Petersilie wirkt anregend auf die Verdauung. Außerdem bindet sie Giftstoffe und hilft dem Körper so bei der Entschlackung.
Rosmarin:  
Die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe regen Kreislauf und Durchblutung an, außerdem enthält Rosmarin wichtige Antioxidanzien, die das Immunsystem stärken. Er sorgt dafür, dass nach dem Essen der Blutzuckerspiegel nicht zu schnell steigt und besitzt ­bakterien- und virentötende ­Eigenschaften.
Vanille:  
Neben ihren förderlichen Eigenschaften auf die Verdauung hat Vanille außerdem den Vorteil, dass alleine schon ihr Duft den Appetit zügelt und somit den Heißhunger auf Süßes senkt.
Zimt:  
Zimt sorgt für einen konstanten Blutzuckerspiegel und hilft so, sich satt und zufrieden zu fühlen. Neben seinen wärmenden Eigenschaften kurbelt er außerdem den Kreislauf an.


Appetitzügler
Selbst der ernährungsbewussteste Mensch fällt hin und wieder einer Heißhunger-Attacke zum Opfer. Aber auch dagegen ist in der Natur ein Kraut gewachsen: Vanille und Salbei vertreiben süße Gelüste und lassen uns ungesunden Versuchungen leichter widerstehen. Riechen Sie an einer Vanilleschote oder zerreiben Sie ein Blättchen Salbei zwischen den Fingern – und der Heißhunger ist gegessen.
Rundum gesund. Jedes Kraut verfügt über eine Unmenge wertvoller Inhaltstoffe, die sich nicht nur positiv auf unsere Figur auswirken, sondern auf unseren gesamten Körper (siehe Kasten rechts). Der Volksmund hat recht, wenn es heißt: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“ Setzen Sie Kräuter daher bewusst in der Küche ein, nutzen Sie diese Schätze aus dem Garten.   Vergessen sollten Sie dabei aber nicht, dass Kräuter allein noch keine Modelfigur machen. Sie entfalten ihr volles Potenzial in Kombination mit einer gesunden Ernährung und Bewegung. Wer großzügig Basilikum auf seinem Burger verteilt oder zu Chips mit Rosmarin-Geschmack greift, darf sich also nicht wundern, wenn das mit der Traumfigur nicht so richtig klappen mag.

Schlank & gesund mit Kräutern 1/5
Ätherische Öle:  
Die in allen Pflanzen enthaltenen mehr oder weniger intensiv riechenden ätherischen Öle sind verantwortlich für den Geruch der Kräuter. Da diese Öle sehr leicht über die Haut, Schleimhaut und Lunge in den Blutkreislauf gelangen, können sie den gesamten Organismus beeinflussen. Jedem Öl werden unterschiedliche Heilwirkungen zugeschrieben. So wirkt das Menthol in der Pfefferminze beispielsweise gegen Erkältungen, Eukalyptus wirkt schleimlösend, Salbei und Kamille werden bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt. Fenchel, Kümmel und Anis hingegen beruhigen Magen und Darm.
Gerbstoffe:  
In den Wurzeln, Rinden und Blättern der Kräuter sind Gerbstoffe enthalten, die auf das Gewebe zusammenziehend wirken. Dadurch sind sie bei Entzündungen oder zur Unterstützung der Wundheilung von großem Nutzen. Sie hungern Bakterien aus und verhindern, dass diese tiefer eindringen. Zusätzlich wirken Gerbstoffe wie natürliche Schmerzmittel. Besonders reich an Gerbstoffen sind Schafgarbe, Basilikum, Kerbel und Rosmarin.
Saponine:  
Diese Pflanzenstoffe sind bekannt dafür, das Immunsystem zu stärken und den Cholesterinspiegel zu senken. Sie töten Bakterien und Viren ab und wirken entzündungshemmend. Es wird vermutet, dass sie vorbeugend gegen Darmkrebs wirken. Reich an Saponinen sind beispielsweise Thymian und Gänseblümchen.
Flavone:  
Diese gelben Pflanzenfarbstoffe sind hochwirksam bei Entzündungen und Krämpfen, sie sollen außerdem vor Krebs schützen. Besonders flavonhaltige Kräuter sind Petersilie, Estragon und Kerbel.
Flavonole:  
Die sekundären Pflanzenstoffe machen freie Radikale unschädlich und helfen so dabei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglicherweise Krebs vorzubeugen. Reich an Flavonolen ist zum Beispiel Schnittlauch.

 

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