Schlank über Nacht

Der Traum aller Frauen

Schlank über Nacht

Ein Traum wird wahr – und das über Nacht. Sie ­wachen auf, schauen in den Spiegel und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Schlank über Nacht – wie ist das möglich?

So geht's.
Klingt zu schön, um wahr zu sein, und ganz so einfach ist es auch tatsächlich nicht. Schlaf alleine macht nicht schlank. Vielmehr ist es die kombinierte Wirkung dreier Faktoren: Erholsamer Schlaf, optimale Ernährung und ausreichend Bewegung – behauptet Lifestyle-Experte Dr. Dr. ­Michael Despeghel. Auf diese Weise stellen sich ­Abnehmeffekte quasi über Nacht ein. Wie Sie genau diese Effekte erzielen und inwiefern sich Schlaf auf unser Abnehmverhalten auswirkt, lesen Sie hier.

Wie Schlafen beim Abnehmen hilft
In den letzten 30 Jahren stieg der Anteil übergewichtiger Menschen in der Bevölkerung der "westlichen Welt" von 15 auf 30 Prozent. Parallel dazu sank die Schlafdauer von achteinhalb auf sieben Stunden. Gibt es einen Zusammenhang? Wissenschaftler sagen "Ja". Bei unzureichender Regeneration gerät der Hormonhaushalt, der unter anderem unser Sättigungsgefühl steuert, durcheinander. Eine ­tragende Rolle spielen die ­Hormone Ghrelin und Leptin. Ghrelin wird im Magen produziert und sendet das Signal 'hungrig' an das Gehirn, während Leptin aus den Fettzellen kommt und 'satt' signalisiert. Studien zeigen, dass Schlafmangel das Zusammenspiel dieser Hormone aus dem Gleichgewicht bringt. Ist der Schlaf zu kurz, nimmt das ­Sättigungshormon ab, das Hungerhormon hingegen zu – Heißhunger auf Kalorienreiches steigt. Daher: Sieben bis acht Stunden Schlaf sind optimal.
 

Schlank im Schlaf
Sie schlafen schlecht ein oder liegen nachts wach? Dann kommen Sie bestimmt auf keine angemessene, gesunde Menge Schlaf. Das Risiko für Übergewicht steigt.
Doch wie viel Schlaf ist gut? Wer nachts sieben bis acht Stunden schläft, kann sich zu den "Gut"-Schläfern zählen. Um Ihr wahres Schlafbedürfnis zu eruieren, empfiehlt sich das Führen eines Schlaftagebuchs.

Das perfekte Schlafumfeld. Entscheidend für einen erholsamen Schlaf ist das Umfeld. Allen voran das Bett – Kraftwerk für Ihre Energie. Am idealsten schläft es sich auf Latexmatratzen, die trotz ihrer weichen Begebenheit den Körper optimal stützen. Weniger empfehlenswert sind Federkern-Matratzen und Wasserbetten, bei beiden wurden in Untersuchungen künstliche Magnetfelder gemessen, die den Schlaf beeinträchtigen.
Sanfte Einschlafhilfen (Hopfen, Baldrian, Passionsblume, Lavendel) helfen bei Schlafbeschwerden und sind in der Apotheke erhältlich.


Wie Bewegung beim Abnehmen hilft
In erster Linie macht ­Bewegung im Alltag müde, verbessert so den Schlaf und hilft schon auf diese Weise beim Abnehmen. Außerdem stärkt Bewegung das Immunsystem und macht freie Radikale unschädlich, baut Stress ab und Muskeln auf. Der Stoffwechsel wird in Schwung ­gebracht, überflüssige Pfunde schmelzen. Ein regelmäßiger, zügiger Spaziergang reicht, um den Grundumsatz zu steigern. Denn desto mehr Muskeln man aufbaut, desto mehr Fett verbrennt man. ­Bonus: Sport zügelt den Appetit.

Schlank dank Sport
Die wohl effizienteste Trainingsform ist das High-Intensity-Training (HIT). Trainiert wird in kurzen, anstrengenden Intervallen. Ausreichend intensive Belastung regt den Körper und die Muskulatur dazu an, sich auf künftige ähnlich hohe Anforderungen vorzubereiten. Das Leistungsniveau steigt.

Fit dank HIT. Nimmt man mit HIT ab, steigt das allgemeine Wohlbefinden. Denn das Training ist ein wahrer Alleskönner: Der Stoffwechsel wird angekurbelt, die Cholesterinwerte regulieren sich und der Blutdruck sinkt. Somit erhöht sich die Lebensqualität insgesamt und es kommt zu einer Leistungssteigerung von bis zu 10 Prozent. Gleichzeitig erhöht sich die Fähigkeit des Körpers, Blutgerinnsel aufzulösen um 20 Prozent. Das alles schenkt insgesamt ein um bis zu drei Jahre längeres Leben.
Geistig in Bestform. Sport hält geistig fit! Es werden Nervenwachstumshormone freigesetzt, die eine ökonomischere Hirnarbeit ermöglichen.

Wie Ernährung beim Abnehmen hilft
Einfache Veränderungen des Essverhaltens können bereits dabei helfen, das Körpergewicht um fünf bis zehn Prozent zu reduzieren. Um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen und damit der Genuss nicht zu kurz kommt, empfiehlt sich abwechslungsreiche, ausgewogene Mischkost. Denn es gibt kein Lebensmittel, das Sie mit allen Nährstoffen versorgt. Wichtig: Es muss nicht das gesamte Essverhalten auf den Kopf gestellt werden. Es geht in erster Linie darum zu lernen, sich mit qualitativ wertvollen Nahrungsmitteln zu ernähren und minderwertige aus dem Speiseplan zu streichen. So bleibt man mit Genuss und Motivation am Ball. In diesem Sinne: Gute Nacht!

Essen Sie sich schlank
Der sechs Wochen Ernährungsplan im Überblick.
 
Ziel der 1. Woche:  Mehr komplexe Kohlenhydrate – Regel Nummer 1: Weißmehlprodukte (Brot, Nudeln, aber auch geschälter Reis) werden vom Speiseplan gestrichen. Erlaubt sind Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
Ziel der 2. Woche:  Fett verbrennen ohne Alkohol. Dieser wird zur Gänze gestrichen. Denn Alkoholkonsum lässt den Blutzucker kurzzeitig steigen, Insulin wird produziert, und die Fettverbrennung kommt so zum Erliegen. Außerdem wird der Heißhunger auf Ungesundes angeregt.
Ziel der 3. Woche:  Mehr gesunde Fette. Fette sind wichtige Energielieferanten, doch die Qualität ist entscheidend. Ungesunde Fette (Wurstwaren, fettes Fleisch, zu viel Öl, Obers) werden gemieden. Nüsse, Samen, Avocados und Fisch sind gern gesehene Energielieferanten.
Ziel der 4. Woche:  Versteckten Zucker meiden. Unser Gehirn ist vor allem in puncto Zucker besonders "selbstsüchtig". Ist kein Zuckervorrat mehr vorhanden, sorgt es für Nachschub. Auch hier bringt die Insulinproduktion die Fettverbrennung zum Stillstand.
Ziel der 5. Woche:  Mehr Obst und Gemüse. Sie liefern lebenswichtige Nähr- und Ballaststoffe und haben kaum Kalorien. Die mediterrane Küche zeigt, wie köstlich "gesund" sein kann.
Ziel der 6. Woche:  Dranbleiben ist alles. Kombinieren Sie das in den letzten Wochen erlernte Essverhalten und bleiben Sie am Ball!

BUCHTIPP: "Schlank über Nacht" von Dr. Dr. Michael Despeghel; erschienen im CBX Verlag, 176 Seiten um 15,40 Euro.

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