Nie wieder Liebeskummer!

Tipps gegen Herzschmerz am Valentinstag

Nie wieder Liebeskummer!

Tipps gegen Herzschmerz. Herzchen-deko, ausverkaufte Blumenläden, ausgebuchte Lokale – der Valentinstag ist da. Sie sind an diesem Tag allein? Keine Panik!MADONNA hat die besten Tipps.

E ben war alles noch wunderschön, doch plötzlich wird Ihnen der Boden unter den Füßen weggerissen – der oder die Liebste macht einfach Schluss. Liebeskummer ist eines der fiesesten Gefühle überhaupt – eigentlich will man den Verflossenen hassen, andererseits klappt das aber nicht. Man ist schließlich immer noch verliebt, und den „Liebe-Aus-Knopf“ hat bis jetzt leider noch niemand entdeckt.  

Phasenweise
Wir gehen mit diesem Gefühl zwar alle sehr unterschiedlich um – manche gönnen sich Berge von Schokolade, andere verlieren komplett den Appetit, doch im Grunde geht es uns allen ähnlich – nichts macht mehr Spaß, nichts macht mehr Sinn.  Forscher gehen davon aus, dass es vier unterschiedliche Kummer-Phasen gibt, die man durchmachen muss, um wieder zu sich selbst zurückzufinden. In der ersten Phase will man die Trennung noch nicht wahrhaben,  in der zweiten betrauert man (meist tränenreich) den Verlust. Hilflosigkeit, Wut und Depression machen sich breit. Wenn die Tränen irgendwann ausgegangen sind, befindet man sich in der dritten Phase. Hier macht das Leben wieder mehr Spaß. Doch Vorsicht: Nur wenn man sich genügend Zeit zur Verarbeitung nimmt, rutscht man auch in die vierte Phase: die Phase der Akzeptanz. Wenn die erreicht ist, kann man den Ex endgültig abhaken und sich einer neuen Liebe widmen.    

Tipps
In dem Buch Schluss mit Kummer, Liebes! berichten Menschen von ihren ganz persönlichen Liebeskummer-Erfahrungen. Für MADONNA hat Autorin Elena-Katharina Sohn, Gründerin der „Liebeskümmerer“  neun Tipps zusammengestellt, die Ihnen, wenn Sie Single sind, durch den Valentinstag helfen sollen.

Kein Liebeskummer am Valentinstag 1/9
1  Selbsterkenntnis ist der erste Weg

Erkennen Sie im Vorfeld ehrlich für sich selbst, ob der Valentinstag für Sie eine große Bedeutung hat oder nicht. Viele reden sich ein, dass der Tag für sie irrelevant ist, ärgern sich dann aber im Nachhinein, weil sie sich nichts vorgenommen haben bzw. alle Freunde schon was anderes vorhaben.    

Schmerz lindern. Eine Berliner Agentur, die sich um Menschen mit Liebeskummer sorgt – warum gab‘s das nicht schon immer? Gründerin Elena-Katharina Sohn kennt den Schmerz, wusste sich aber zu helfen und tut das beruflich nun auch für viele andere. MADONNA hat mit der Unternehmerin gesprochen.

Wie kam es zu der Idee der ­Liebeskümmerer?
Elena-Katharina Sohn:
Ich habe die Liebeskümmerer im Frühjahr 2011 gegründet – natürlich, weil ich einige Zeit zuvor selbst ganz fürchterlichen Liebeskummer hatte. Damals ging es mir lange Zeit sehr schlecht und irgendwann habe ich mich gefragt, warum es keine ganz selbstverständliche Anlaufstelle gibt, an die man sich in dieser Situation wenden kann. Wo doch wirklich fast jeder Mensch Liebeskummer kennt! Also habe ich meinen damaligen Job gekündigt und sie gegründet.


Ihr Motto lautet: „Jede Liebesgeschichte ist einzigartig“. Wie helfen Sie konkret?
Sohn
: Jede Liebesgeschichte ist einzigartig – und jeder Liebeskummer entsprechend auch. Deswegen gibt es kein Pauschalrezept, das immer hilft. Und genau das spiegelt sich auch in unserer Arbeit wieder: Meine sieben Kollegen und ich beraten Menschen mit Liebeskummer vollkommen individuell, und zwar per Telefon oder
E-Mail, ohne Standardfloskeln oder Textbausteine. Außerdem haben wir ein Partnerhotel im Allgäu, das Schüle´s, wo Menschen mit Liebeskummer an 365 Tagen im Jahr anreisen und von den Liebeskümmerern betreut werden können.


Warum zerbrechen wir so oft an Liebeskummer?
Sohn
: Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so erstaunlich – Liebeskummer ist immerhin nichts anderes als die Kehrseite des schönsten Gefühls, das wir Menschen kennen. Traurig zu sein und lang mit diesem Prozess zu tun zu haben, ist also völlig normal, sogar wichtig. Problematisch wird es erst dann, wenn der Liebeskummer existenziell wird, wenn mir die Liebe zu meinem Ex-Partner also wichtiger ist als die Liebe zu mir selbst. Dann muss man genauer hinschauen und sich fragen, ­woher das kommt.


Wann hatten Sie zuletzt Liebeskummer?
Sohn:
Ich hatte das letzte Mal vor zweieinhalb Jahren Liebeskummer, damals hatte ich Die Liebeskümmerer schon ge­gründet und habe mich ein Jahr später von meinem damaligen Partner getrennt.


Und wie haben Sie es raus ­geschafft?
Sohn:
Natürlich indem ich meine eigenen Tipps befolgt habe! Spaß. Aber es ist tatsächlich so. Vieles, was ich meinen Kunden täglich rate, hat auch mir geholfen: Sich auf sich selbst zu konzentrieren zum Beispiel, anstatt sich den Kopf über den Ex zu zerbrechen. Viel mit Freunden sprechen, mit der Familie. Vor allem aber habe ich seit der Gründung der Liebeskümmerer einen Job, der dafür sorgt, dass ich mich ­jeden Abend beim Einschlafen schon auf den nächsten Arbeitstag freue – ich glaube, auch deshalb kann mich eigener Liebeskummer heute gar nicht mehr so vollkommen umhauen.


Welche Menschen wenden sich an Sie und Ihr Team?
Sohn:
Das ist schnell beantwortet: Alle. Liebeskummer macht weder vor Geschlecht, noch Alter, noch sexueller Orientierung, Erfolg, Attraktivität oder irgendetwas sonst Halt.