Petra Frey

'Mit Gregor habe ich abgeschlossen'

08.03.2013

Starke Rückkehr. Nach drei Monaten Rückzug kehrt Petra Frey in die Öffentlichkeit zurück. Mit MADONNA spricht sie über die harten Prüfungen des letzten Jahres.

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© Raunig
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Das letzte Jahr war eine richtige Achterbahnfahrt – von ganz oben nach ganz unten“, resümiert Petra Frey ihre Erlebnisse der letzten Monate im persönlichen MADONNA-Interview. Nach ihrem verdienten Sieg bei der letzten Staffel von Dancing Stars musste die sympathische Tirolerin einen schmerzvollen privaten Rückschlag verarbeiten. Statt geplanter Hochzeitsglocken trennten sich Gregor Glanz und Petra Frey nach sieben Jahren Beziehung im November.

Von Hundert auf null
„Von einer Sekunde auf die andere ging gar nichts mehr“, erinnert sich die 34-Jährige an den Moment, als ihr Körper plötzlich komplett streikte und Frey für Monate alle Auftritte absagen musste. Das ehrliche MADONNA-Gespräch über die schweren Prüfungen des Lebens und darüber, warum die Sängerin ein Liebes-Revival mit Gregor Glanz ausschließt.

Frau Frey, Sie haben sich in den letzten Monaten komplett zurückgezogen, haben alle Auftritte abgesagt und waren für niemanden mehr erreichbar. Was ist passiert?
PETRA FREY:
Mein Körper hat plötzlich total rebelliert. Ende November hatte ich im Lenden- und Halswirbel einen Bandscheibenvorfall, was zur Folge hatte, dass ich auf einmal in den Armen nichts mehr gespürt habe und dauernd Schwindelanfälle hatte. Da war klar, dass ich das Tempo dringend rausnehmen musste.

2012 war ein sehr intensives Jahr für Sie. Vier Monate hartes Training bei „Dancing Stars“, das mit Ihrem Sieg gekrönt wurde. Danach nahezu täglich einen Auftritt, und dann auch noch die Trennung von Ihrem Verlobten Gregor Glanz. War es schlicht und ergreifend einfach zu viel in zu kurzer Zeit?
Frey:
Rückblickend betrachtet: Ja. Das ganze Jahr war kunterbunt, weil einfach so viel passiert ist. Dancing Stars war natürlich auch eine große Aufregung und für den Körper sehr anstrengend. Auf der anderen Seite war es aber auch sehr schön, weil man auf einmal mit so vielen Möglichkeiten konfrontiert wird und man am liebsten alles gleichzeitig machen möchte.

Dabei bleibt man selbst leicht auf der Strecke …
Frey:
Ja, und irgendwann ist mir ganz plötzlich die Kraft ausgegangen. Ich war ein Mal die Woche zu Hause und das nur, um schnell frische Kleidung zu holen. Danach ging es gleich wieder weiter. Ich habe das aber auch nicht als Belastung empfunden, weil es mir so viel Spaß gemacht hat. Nach Dancing Stars bot sich mir endlich die Möglichkeit, von den Leuten persönlich ein Echo zu bekommen, und das war so unglaublich liebevoll – ich habe so viele Umarmungen von Frauen und Kindern bekommen. Das war einfach nur schön!

Und plötzlich zog Ihr Körper die Handbremse …
Frey:
Von einer Sekunde auf die andere. Ich musste zwei Mal eine Woche ins Krankenhaus, aber mir war schnell klar, dass ich abseits der Einnahme von Medikamenten schauen muss, was mir diese körper­lichen Symptome wirklich sagen wollen.

Und was war die Botschaft?
Frey:
Für mich war es das Schwierigste, zu akzeptieren, dass ich nicht arbeiten kann, dass es einfach nicht geht und ich mir selbst Zeit geben muss. Das war die größte Herausforderung für mich. Es hat sich letztes Jahr schon angekündigt, dass ich meinen Körper anders wahrnehmen muss, und diese Reise zu mir selbst ist auch noch nicht abgeschlossen.

Letzte Woche startete die neue Staffel „Dancing Stars“. Dieses Mal sitzen Sie im Publikum, und Ihr Ex-Verlobter Gregor Glanz tanzt mit. Wie ging es Ihnen beim ersten Wiedersehen?
Frey:
Ich glaube, es war gut, dass wir uns nach der Trennung nicht mehr gesehen haben. Wenn man mit einem Menschen sieben Jahre zusammen war, dann ist man stark mit ihm verbunden. In den letzten Monaten habe ich mich mit meiner eigenen Geschichte auseinandergesetzt, und das hat zusätzlich für Abstand zwischen uns gesorgt.

Jeder, der schon einmal eine Trennung erlebt hat, weiß, wie schwer es ist, etwas loszulassen, das man geliebt hat …
Frey:
Ja, das ist mit Sicherheit der schwierigste Teil – auch für mich. Aber ich bin mir dessen bewusst, dass es einen Grund gibt, warum Dinge im Leben zu Ende gehen. Dann steht etwas Neues an, es öffnen sich andere Türen. Das hat aber nicht zwangsläufig etwas mit einer anderen Beziehung zu tun. Es beginnt einfach ein neuer Prozess im Leben.

Gregor Glanz schließt in Interviews ein Liebes-Revival mit Ihnen nicht aus.
Frey:
Für mich ist das kein Thema mehr. Wenn etwas abgeschlossen ist, dann muss man weitergehen. Es bringt nichts, sich zu trennen, und dann versucht man es nach ein paar Monaten noch einmal.

Wenn Sie über Ihre ehemalige Beziehung sprechen, dann schwingt da weder ein Vorwurf noch Bitterkeit mit. Haben Sie sich mit dem Ende dieser Liebe bereits ausgesöhnt?
Frey:
Ja, das habe ich. Ich wünsche Gregor das Beste – aber so bin ich: Wenn eine Beziehung abgeschlossen ist, dann bin ich jemand, der sich die schönen Erinnerungen raussucht und dem Ganzen dann aber auch nicht mehr nachweint.

Wenn Sie 2012 im Rückspiegel betrachten – welche Gedanken kommen Ihnen da als Erstes in den Sinn?
Frey:
Dieses Jahr hat mich geläutert. Ich musste noch nie in einem einzigen Jahr so viel über mich lernen. Aber ich kann jetzt symbolisch zurück auf diesen Berg schauen und weiß: den habe ich bewältigt. Und jetzt kommt eine grenzenlose Weite an neuen Möglichkeiten.

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