Melania Trump -

Agentur-Chef blickt zurück

Melania Trump - "Sie war nie ein Topmodel"

Nachdem Donald Trump sich überraschenderweise zu einem Favoriten des US-Präsidentschaftswahlkampfs mausern konnte, ist auch seine – in Slowenien als Melanija Knavs (45) geborene – Ehefrau im Rennen um den Titel der First Lady. 1998 lernten sich die beiden bei einer Party kennen, 2005 schloss Trump mit ihr seine insgesamt dritte Ehe. Schon ein Jahr später kam Söhnchen Barron zur Welt.

Rückblick. Einer, der Melania schon als 22-jährige Model-Aspirantin kennenlernte, ist Wolfgang Schwarz, Chef der Agentur „Look Models International“ und quasi Entdecker der adretten Slowenin. Wie er die Verwandlung der damals unscheinbaren 22-Jährigen in die protzig mondäne Mrs. Trump sieht, verrät der Agenturboss im MADONNA-Talk.

Inwiefern erinnern Sie sich an Melania Trump, geborene Knavs, die ’92 bei dem von Ihnen veranstalteten „Look of the Year“-Contest in Portorož Zweite wurde?
Wolfgang Schwarz:
Die Siegerin der Veranstaltung war damals so sensationell, dass wir nicht viel über die Nachgereihten nachgedacht haben. Mir ist Melania dort auch nicht wirklich aufgefallen. Kurz nach dem Contest ist sie nach Wien gekommen, da wir sie als Zweitplatzierte natürlich schon vermitteln wollten. Und das hat in Wahrheit gut geklappt. In relativ kurzer Zeit hat sie einiges gemacht – zwei Editorials, die Lauda-Air-Kampagne und später noch eine Zigarettenwerbung, die aber letztlich nie veröffentlicht wurde.


Wie ging es weiter?
Schwarz:
Sie kam dann nach New York, wo sie gute Unterstützung eines Agenturchefs bekam. Dieser war dafür bekannt, den Mädchen auch gerne auszuhelfen, vor allem im Rahmen organisierter Partys. Dieser Paolo Zampolli war selbst so ein „rich kid“ und wollte sich mit Geld in die Branche hineinreklamieren, was ihm letztlich irgendwann auch gelang. Und interessanterweise hat dieser Herr dann einen Job bei Trump bekommen. Er hat Melania jedenfalls unter seine Fittiche genommen, ihr das Appartement gezahlt und alle weiteren Ausgaben auch.

Kurz nachdem sie sich kennengelernt haben: Donald Trump und Melanija Knavs (heute Melania Trump)
Melania Trump © Getty Images

Was waren ihre Attribute?
Schwarz:
Sie war natürlich nie ein Topmodel. Sie hat laut Aussagen ihres Mitbewohners in New York auch nie in dem Ausmaß gearbeitet, in dem sie es beschreibt. Der meinte außerdem, dass sie immer nur mit älteren Männern ausgegangen ist, sie hat sich auch immer nett hergerichtet. Ich denke, sie war ein Gold Digger, eine, die einen reichen Mann sucht. Ich habe nichts gegen sie, sie war mir gegenüber nie unkorrekt. Sie hat aber auch keine Star-Attitude haben können, weil sie kein Star war.

Die Schwarz-Weiß-Bilder zeigen wirklich einen krassen Unterschied zu heute.
Schwarz:
So wie sie heute aussieht, hat sie ja nie ausgesehen. Sie war ein schüchternes Mädchen. Als sie hier war, kam sie nie besonders aus sich heraus. Sie hat aber sehr konsequent ihren Weg verfolgt. Damals hat sie sich Urlaub genommen, um die Brüste machen zu lassen. Das hat sie selbst gemacht, das war nicht Donald Trumps Idee.

Was muss denn Ihrer Meinung nach ein Topmodel heutzutage mitbringen?
Schwarz:
Ich habe gerade Bilder der MTV Movie Awards gesehen und ich finde zum Beispiel nicht, dass Gigi Hadid solche Qualitäten hat, weder in ihrem Gesichtsausdruck oder in ihrer Persönlichkeit. Dann schon eher eine Cara Delevingne, die für mich eine witzige Figur ist, die auch selbstbewusst ist und bei dem ganzen Zirkus gut mitspielt. Aber wenn die nicht Tochter einer Millionärsfamilie wäre, dann wäre sie auch kein Model geworden. Heute muss man starke Beziehungen haben, oder aus einer Hollywood-Familie kommen. Die Branche hat sich sehr verändert.

Echo Verlag © Echo Verlag

Model-Macher. Schon seit den 1970er-Jahren ist „Look Models“ Agenturchef Wolfgang Schwarz im Business erfolgreich. Ob Linda, Cindy oder Claudia – Schwarz kennt sie alle. In seiner Biografie „Verkaufte Schönheit“ packt er völlig unbefangen über die Szene aus.

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