Machen Babys glücklich?

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Machen Babys glücklich?

Es war eine jener Szenen, für die wir an Sex and the City so lieben. Sarah Jessica Parker alias Carrie Bradshaw kniet vor ihrem Mr. Big, sieht ihn mit großen Augen an und fragt ihn: „Sind wir beide genug?“ Nicht umsonst wurde im zweiten Teil des Kinohits jener innere Konflikt thematisiert, den viele Frauen um die 40 zu kämpfen haben. Möchte ich Mutter werden? Ist mein Leben ohne Kinder unvollständig? Brauche ich ein Baby für das wahre Glück?

Negative Geburtenbilanz

Studien belegen, dass sich immer mehr Paare gegen Kinder entscheiden. Die im Mai 2013 veröffentlichte Geburtenbilanz in Österreich fiel erstmals seit 2009 wieder negativ aus (wenngleich dafür laut Statistik Austria ein Anstieg der Sterbefälle verantwortlich ist). Fest steht: Frauen lassen sich immer länger Zeit für ihre Entscheidung für oder gegen Kinder. Viele bekommen um die 40 Jahre ihr erstes Baby. Nicht die Regel, aber dennoch bezeichnend: Frauen, wie Gianna Nannini, die sogar noch mit über 50 Jahren beschließen, Mutter zu werden. „Als Carla noch nicht auf der Welt war, war mir gar nicht bewusst, wie glücklich ein Kind macht“, gibt Krisenmanagerin Doris Ita (41) offen zu. Mit 39 Jahren entschied sie sich dennoch dafür, Mutter zu werden. „Natürlich stellt ein Kind das Leben völlig auf den Kopf“, erklärt die Karrierelady, die wieder Vollzeit im Innenministerium tätig ist. „Spontan sein spielt es nicht mehr!“

Eines von vielen Argumenten jener Frauen, die ganz offen sagen: „Ich brauche kein Kind, um glücklich zu sein.“ Verpasster Kinderwunsch oder bewusste Entscheidung gegen Nachwuchs – die Hintergründe der Kinderlosigkeit sind freilich völlig unterschiedlich. „Ich habe lange gedacht, dass der Kinderwunsch bei mir später kommen würde“, erklärt Kabarettistin Ulrike Kriegler, die seit 15 Jahren mit Peter Stöger liiert ist, ihre Motive. „Doch er kam nie – und zum Glück ging es meinem Freund genauso.“

Zufrieden wirkt auch PR-Agenturchefin Marjan Firouz. Die 40-Jährige könnte es sich derzeit nicht vorstellen, ihre Freiheiten und spontane Lebensweise für ein Kind aufzugeben. „Ich kann mir schon vorstellen, dass ein Baby etwas Wunderbares ist“, so Firouz. „Aber es stört mich, wenn jemand sagt, dass man ohne Kinder nicht glücklich sein kann. Das stimmt definitiv nicht.“

Eltern sind glücklicher
Eine deutsche Studie zum Thema „Elternschaft und Lebenszufriedenheit“ will hingegen wissen, dass Männer und Frauen mit Nachwuchs zufriedener mit ihrem Leben sind als kinderlose Paare. Mit zwei Ausnahmen: Eltern mit Kindern in prekären sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Und vollzeitbeschäftigte Frauen, die sich laut Studie oftmals überfordert fühlen. Fazit: Es ist keine leichte Entscheidung, vor der Frauen spätestens mit 40 Jahren stehen. Wer die richtige fällt, ist in jedem Fall glücklich.

Diashow Baby-Debatte

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Sabine
Christiansen, 55 Talk-Ikone. Kompromiss. „Als ich jünger war“, so die Ex-ARD-Talkerin, die 2001 von Ehemann Theo Baltz verlassen wurde und seit 2008 mit Norbert Médus liiert ist, „gab es schon Phasen, in denen ich dachte: Jetzt würde es gut passen… Aber es war eine sehr persönliche Entscheidung, die nicht nur mit mir zusammenhing.“ Sie sei mit den Kindern in ihrem Umfeld „so eng, dass mir diesbezüglich gar nichts fehlt!“

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Ute Lemper, 50 Chansonsängerin & vierfache Mutter.
Als „Wunder“ bezeichnet Ute Lemper Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft. „Auch bei meinem vierten Kind war immer noch alles aufregend“, beschreibt die vierfache Mutter Max-Emanuel (19), Stella (17), Julian Lazaar (7) und Jonas (eineinhalb Jahre) ihr Mutterglück. Dass sie mit 48 noch einmal schwanger werden könnte, hätte sie nicht gedacht, umso größer war die Freude. „Kinder bereichern immer das Leben – egal, wie alt sie sind, egal, welche Phase sie gerade durchmachen!“

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Ruth Brauer, 41 Schauspielerin & bald zweifache Mutter.
Die Diskussion, ob Kinder oder nicht, stellte sich für die Tochter von Maler Arik Brauer nie. „Mir war immer klar, dass Kinder das größte Geschenk sind. Natürlich ist es manchmal hart – gerade für berufstätige Mütter. Aber die bedingungslose Liebe der Kleinen macht alles wett!“, schwärmt die hochschwangere Mutter einer achtjährigen Tochter. „Das Schönste am Muttersein ist es, dabei zusehen zu können, wie sich ein kleines Wesen
zu einer Persönlichkeit
entwickelt, von der man
unheimlich viel lernen kann.“

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Marjan Firouz, 40 PR-Agenturchefin.
Entscheidung für die Freiheit. „Ich habe schon sehr oft darüber nachgedacht, ob man wirklich Kinder braucht, um als Frau glücklich zu sein“, so die erfolgreiche PR-Lady. „Jetzt mit 40 bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Leben so wunderschön und perfekt ist, dass ich momentan nichts daran ändern möchte. Ich genieße die Freiheiten und Spontanität, die man ohne Kinder leben kann.“

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Doris Ita, 41
Krisenmanagerin &
Mutter einer zweijährigen Tochter.
Angekommen. „Carla hat mein Leben völlig verändert“, erzählt die einstige Vollblut-Karrierefrau. „Zum Positiven. Ich nehme mir heute vieles im Beruf und Alltag nicht mehr so zu Herzen wie früher, weil ich heute weiß, dass das einzige, was wirklich zählt, das Glück und die Gesundheit meines Kindes ist.“ Was die 41-Jährige besonders glücklich macht: „Wenn Carla mir ihre Ärmchen entgegenstreckt und Mama sagt.“

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Ulrike Kriegler, Kabarettistin
Glücklich ohne Kids. „Früher dachte ich, der Kinderwunsch würde später kommen“, erzählt Ulrike Kriegler, die mit Fußball-Star Peter Stöger liiert ist. „Er kam aber nie – und ich habe es auch noch nie bereut. Meine mütterlichen Qualitäten – so da welche sind – lebe ich mit den Kindern meiner Freundinnen aus. Ich liebe es, mich mit ihnen zu beschäftigen, und wenn sie dann wieder gehen, ist das auch gut.“

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Nadja Auermann, 42 Model & vierfache Mutter.
In zwei verschiedene Welten trennt das deutsche Topmodel ihr Leben. Auf der einen Seite: ihre Karriere auf Catwalks und Red Carpets. Auf der anderen Seite: ihre Rolle als liebende Mutter von – inzwischen – vier Kindern. Wie erst jetzt bekannt wurde, brachte Nadja Auermann vor wenigen Wochen eine Tochter zur Welt. „Meine Kinder sind das Wertvollste in meinem Leben. Deshalb bleibt mir mein Privatleben auch heilig!“

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