Model Marie Nasemann im Talk

"Ich rebelliere gerne“

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Role Model. Marie Nasemann begeisterte 2009 bei „Germany’s Next Topmodel“ in derselben Staffel wie Larissa Marolt. Hier der Model-Talk.

Wenn die Prunkräume der Wiener Albertina, samt Organisatorin Liliana Klein, zum ersten Fashion Entrée rufen, kann sich das Staraufgebot sehen lassen. Keine Geringere als Germany’s Next Topmodel-Finalistin Marie Nasemann – 2009 wurde sie von Heidi Klum zur Drittschönsten Deutschlands gekürt – defilierte als First Face der Fashion-Shows über den 100 Meter langen Red Carpet.  

Natural Beauty. MADONNA bat die sympathische Münchnerin zum sexy Shooting. Sie begeisterte das Team mit ihrem charmanten Lächeln und ihrer Bodenständigkeit.

Wie ist Ihr Kleidungsstil?
Marie Nasemann:
Jeder verkörpert mit seinem Stil seine Persönlichkeit. Mode ist nicht so oberflächlich, wie wir denken. Ich musste immer ein bisschen rebellieren. Damals gegen die braven Matrosenkleider, die mir meine Mutter angezogen hat. Es reicht mir nie, nur das zu tragen, was gerade alle tragen. Es macht Spaß, den Trend von morgen heute schon aufzuspüren. Auch wenn ich natürlich manchmal daneben liege.


Was darf in Ihrer Garderobe nicht fehlen?
Nasemann:
Ich liebe Alternative Rock und Folk-Musik. Skinny Jeans, flache Lederboots und viele schwarze Hüte gehören zu meinen Must-haves. Ich mag auch Outfits, die die emanzipierte, unabhängige Business-Frau in mir zeigen, wie ausgeschnittene Blazer und Hosenanzüge. Ich fühle mich darin gut aufgehoben und gleichzeitig sehr sexy. Ich bin 25 und lerne mich jeden Tag neu kennen. Meine Sehnsüchte wechseln. Dementsprechend oft wechselt auch meine Vorliebe für bestimmte Looks.

Was war Ihr Lieblingsteil beim MADONNA-Shooting?
Nasemann:
Das schwarze Blazer-Kleid mit den Federn. Es hat einen tollen Schnitt und ich zeige gerne meine Beine.

Haben Sie Lieblingslabels?
Nasemann:
Da gibt es viele! Z. B. Tibi, Second Female, Chloé... Ich liebe Vintage-Shopping, besonders 70er-Blusen. Transparenz ist en vogue.  

Wie viel Haut zeigen Sie?
Nasemann
: Solange es ästhetische Modefotos und seriöse Filmrollen sind, zeige ich gerne auch ein bisschen Haut.

Accessoires, die Sie mögen?
Nasemann:
Edle Statement-Ketten. Wenn es schnell gehen muss, ein brombeerfarbener Lippenstift.

Gibt es modische No-Gos?
Nasemann:
Jeder darf tragen, was er will. Ich finde schade, wenn man Menschen ansieht, dass sie sich in Outfits unwohl fühlen. Wie Frauen, die in High Heels kaum laufen können.

Wie war die Arbeit mit Modelmama Heidi Klum?
Nasemann
: Die Zusammenarbeit war bereichernd und professionell. GNTM hat mir viele Türen geöffnet. Ich bin eingetreten.

Sie waren bei „Germany’s Next Topmodel“ in derselben Staffel wie Austro-Import Larissa Marolt. Was ist besonders an ihr?
Nasemann:
Larissa ist authentisch. Ich habe sie immer als einen sehr humorvollen, zwar etwas verwirrten, aber herzensguten Menschen kennengelernt.

Wie stehen Sie zur Size-Zero-Debatte bei Models?
Nasemann:
Ich würde mir wünschen, dass die Designer, endlich wieder auf gesunde, schlanke Models zurückgreifen würden. Back to the 90s! Jede Frau sollte ihr Gewicht haben, mit dem sie sich wohlfühlt.

Ihre Pläne für die Zukunft?
Nasemannn:
Ich liebe es, mich in verschiedenen Bereichen austoben zu dürfen und bin froh, mich noch nicht für einen Beruf entscheiden zu müssen (lacht). Die Schauspielerei fasziniert mich immer mehr. Es geht um die menschliche Psyche und um unterschiedliche Geschichten.

Für welchen Designer würden Sie gerne modeln?
Nasemann:
Ich möchte Filme drehen!

Wo inspirieren Sie sich?
Nasemann
: Ich sehe viele Bilder bei Instagram und gucke ab und zu auf Blogs. Ich bewundere Chloë Sevigny, Florence Welch und Tilda Swinton für ihre unkonventionellen Stile, eifere ihnen aber nicht nach.

Alle Fotos vom Shooting sehen Sie in der aktuellen MADONNA-Ausgabe!

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