Collien Ulmen-Fernandes im Talk

"Ich mag es gar nicht so perfekt"

Bekannt wurde Collien Ulmen-Fernandes mit ihren flotten Sprüchen auf den Musiksendern Viva und MTV. Es folgten Moderationsgigs für „The Dome“ oder den Semperopernball und Hauptrollen in vielen deutschen Filmen und Serien. In den letzten Jahren nahm die freche Hamburgerin gemeinsam mit Ehemann Christian Ulmen und der mittlerweile knapp dreijährigen Tochter auch die Rolle der glücklichen Familie ins Repertoire. Doch jetzt startet sie voller Motivation („Ich freue mich schon total auf Wien!“) ins neue Jahr, das  mit der Moderation des großen MADONNA Blogger-Awards beginnt. Im Vorfeld sprachen wir mit der 33-Jährigen über soziale Medien, Klischees und ihre Idee von Entspannung.  

Wie gut sind Sie persönlich mit dem Thema Bloggen vertraut?
Collien Ulmen-Fernandes:
Ich muss ja gestehen, dass ich in modischer Hinsicht immer wieder ein bisschen Nachhilfe brauche. Der Fischgrätenzopf gefällt mir zum Beispiel sehr gut, obwohl ich nie wusste, wie man den hinbekommt. Zu dem Thema habe ich dann auch schon mal einen Beautyblog zur Rate gezogen, um nachzusehen, wie man das macht.


Wie wichtig sind Ihnen persönlich sozialen Medien?
Ulmen-Fernandes:
Ich habe eine Twitter- und eine Facebookpage, aber ehrlich gesagt habe ich das Thema erst sehr spät für mich entdeckt. Zu dem Zeitpunkt, als ich mit Facebook angefangen habe, hatten andere schon Tausende Fans. Und außerdem hatte ich das Problem, dass es zu dem Zeitpunkt schon eine andere Collien-Fernandes-Fanpage gab, die fünfmal mehr Likes hatte als meine echte (lacht).  

Auf Instagram sind Sie nicht?
Ulmen-Fernandes
: Nein, ich bin dort nur angemeldet, um andere zu beobachten (schmunzelt). Bei Instagram geht es ja hauptsächlich um die Bilder, und ich will mich diesem ­Fotowahn eigentlich nicht hingeben. Ich mag es auch nicht, wenn Bilder zu perfekt sind. Schnappschüsse sollten Schnappschüsse bleiben und nicht übermäßig bearbeitet werden. Außerdem würde ich keine zu privaten Sachen teilen.  

Wie läuft es denn derzeit fami­lientechnisch?
Ulmen-Fernandes:
Dadurch, dass unser Kind vor Kurzem in den Kindergarten gekommen ist, können wir leider nicht mehr so viel gemeinsam reisen. Schließlich muss sie ­einer von uns immer dort hinbringen.  


Haben Sie mit Ihrem Mann eine gute Aufgabenteilung?
Ulmen-Fernandes:
Ja, das meistens bekommen wir das ganz gut hin. Aber es ist dennoch interessant festzustellen, wie Männer in den Himmel gelobt werden, wenn sie sich um ihre Kinder kümmern, während es bei den Müttern als selbstverständlich erscheint. Daran merkt man, dass wir noch lange nicht bei der Gleichberechtigung angekommen sind. Aber tatsächlich ist es auch so, dass man als Frau anders hinguckt. Als ich letztens bei Ikea war, hab ich zwei Männer „Typ Bushido“ gesehen, von denen einer ein Baby im Bauchgurt hängen hatte. Und die waren ganz rührend mit dem Kind, haben ihm die Flasche gegeben und immer wieder die Spucke weggewischt. Ich habe total fas­ziniert hingeschaut – in diesem Moment waren auch alle meine Klischeevorstellungen aktiviert.  


Apropos Klischees: Können Sie sich auch in typisch weibliche Rollenbilder einordnen?
Ulmen-Fernandes:
Meine Zeitrechnung ist vielleicht etwas „weiblich“, wenn ich „zwei Minuten“ sage, sind es vielleicht doch eher zwanzig.


Und was machen Sie, wenn Sie sich Zeit für sich selbst nehmen möchten?
Ulmen-Fernandes
: An meinem letzten Geburtstag habe ich mit meiner Tochter einen Spa-Tag eingelegt. Das war ganz toll, obwohl ich mir anfangs gar nicht so sicher war. Sie hat es aber total genossen, mit mir auf der Liege rumzuliegen. Es war ein unglaublich schöner Mutter-Kind-Tag, den wir so noch viel öfter machen wollen.

Alle Infos zum MADONNA Blogger Award fnden Sie hier!

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