Hilfe für krebskranke Kinder

Aktion Weihnachts-Herz

Hilfe für krebskranke Kinder

Pro Jahr erkranken in Österreich 250 bis 300 Kinder und Jugendliche an Krebs. Etwa 100 von ihnen werden im St. Anna Kinderspital in Wien betreut, alle anderen im AKH in Wien (Kinder, die an einem Hirntumor leiden), in Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz. Die häufigsten bösartigen Erkrankungen im Kindesalter stellen Leukämien dar (34 %), gefolgt von Hirntumoren (23 %) und Lymphomen (12 %). Dank der modernen Therapiekonzepte können mittlerweile rund siebzig bis achtzig Prozent der Betroffenen geheilt werden. Doch die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH) ist auf Spenden angewiesen und hofft vor allem in der Vorweihnachtszeit auf Unterstützung.

„Kraft und Hoffnung geben – Überleben!“
Gemäß ihrem Motto „Kraft und Hoffnung geben – Überleben!“ unterstützt die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe krebskranke Kinder und Jugendliche sowie ihre Geschwister und Eltern. Sie fördert die bestmögliche Behandlung und Betreuung der Betroffenen, hilft den Familien mit finanziellen Zuwendungen und tritt für die Bewusstmachung und Aufklärung rund um das Thema Krebs auf. Neben gezielten Informationen, Aktivitäten und Serviceleistungen setzt sich die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe vor allem für eine umfassende psychosoziale Nachsorge ein. Denn was viele nicht wissen: Auch wenn ein Kind „geheilt“ ist, hören die endlosen Prozeduren von Nachuntersuchungen und Behandlungen noch lange nicht auf.  

Nachsorge
Im Zentrum der Nachsorge stehen die bewährten psychosozialen Nachsorge-Camps, in denen die betroffenen jungen Menschen auf ihrem hürdenreichen Weg zurück in das „normale“ Leben begleitet werden. Unter professioneller psychologischer und therapeutischer Betreuung verbringen jedes Jahr rund 170 Kinder zehn Tage in einem der fünf Camps der ÖKKH. Allen Kindern, die noch nicht soweit sind und sich noch mitten in Behandlungen und Chemotherapie befinden, bitten wir Sie nun zu helfen, und Ihren persönlichen Wunsch-Betrag zu spenden. Die Infos zum Spenden-Konto der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe finden Sie im Kasten rechts.
Wir sagen im Namen der Kinder bereits jetzt: DANKE!

12.jpg © Öst. Kinder-Krebs-Hilfe

Als Geschäftsführerin der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe sind Sie nicht nur für den Verein verantwortlich, sondern auch täglich mit den Schicksalen der kranken Kinder konfrontiert. Inwiefern hat diese Aufgabe Ihr Leben verändert?
Anita Kienesberger
: Mein Leben hat sich durch die Tätigkeit sehr verändert. Ich bin verantwortlich, den Gesamtüberblick über eine äußerst komplexe Organisation zu haben –  und bis ins Detail zu verstehen, welche Bedürfnisse und Nöte betroffene Familien, deren Kind an Krebs erkrankt ist, haben, um adäquate Unterstützungsmöglichkeiten zu gewährleisten und so wirklich im besten Sinn eine gute Interessenvertretung zu sein!
Seit wann sind Sie für die Kinder-Krebs-Hilfe tätig und was hat Sie dazu gebracht, in diese Richtung zu gehen?
Kienesberger:
Seit zwölf Jahren. Ich war vorher Krankenpflegerin auf der Kinderonkologie im St. Anna Kinderspital. Im Rahmen meiner langjährigen Arbeit mit den Kindern und Eltern habe ich viel über die Bedürfnisse, Ängste und Sorgen von den erkrankten Kindern selbst und deren Eltern mitbekommen.
Was war Ihr schönsten Erlebnis in der Zeit, in der Sie für die Kinder-Krebs-Hilfe gearbeitet haben?
Kienesberger:
Eines der Kinder hat mal in einem unserer Nachsorge-Camps, die wir veranstalten, nach der langen schmerzvollen Chemotherapie im Spital gesagt: „Anita, schau mal, wie glasklar dieses Wasser ist und wie gut es riecht, ich bin ganz glücklich“. Ich war so bewegt von dieser Aussage, weil ich ja weiß, wie viel die Kinder entbehren müssen – aber mir war nicht bewusst, wie viel intensiver die Kinder schöne Dinge wahrnehmen!
Und Ihr schlimmstes Erlebnis?
Kienesberger:
Ein besonders schlimmes Erlebnis war, als eine junge, krebskranke Frau, die ich lange kannte und die in einer Liebesbeziehung mit einem ehemaligen Krebspatienten war, trotz ihres jahrelangen, tapferen und selbstbewussten Kampfs gegen ihre Krankheit gestorben ist. Es war so traurig und schmerzvoll für uns alle. Am meisten für die jungen Menschen, die selbst Krebs hatten und in unserem Verein aktiv sind, denn das löst auch Angst aus, dass jede/r einen Rückfall erleiden kann.
Inwiefern haben Sie die Erfahrungen seit Ihrem Engagement persönlich verändert?
Kienesberger
: Ich bin genügsam, definiere mich nicht über materielle Dinge und erfreue mich täglich an kleinen Dingen, wie guten Gesprächen oder Begegnungen mit Menschen. Und ich genieße mein Leben sehr! Ich denke und plane nicht lange im Voraus, denn es kann sich immer schnell etwas ändern, das habe ich wirklich von den Kids gelernt. Mein Lebensmotto ist: carpe diem – nutze den Tag!
Gab es ein Schicksal, welches Sie besonders emotional berührt hat?
Kienesberger:
Ja es passieren mir immer wieder Begegnungen, die mich sehr berühren, wie vor Kurzem: Eine Verkäuferin in einem Schuhgeschäft hat mich angesprochen und mir gesagt, dass sie mich kennt. Unter Tränen hat sie mir dann erzählt, dass sie die Schwester einer ehemaligen Patientin ist, die verstorben ist, und dass sie sich bedanken will bei mir, weil sie weiß, wie sehr ihre Schwester unsere Camps geliebt und gebraucht hat. Sie hat mir gesagt, wie oft sie sich die Bilder ansieht, die wir während der Camp-Aufenthalte gemacht und die die Kids mit nach Hause bekommen haben. Wir haben noch lange geredet und wir waren uns sehr nahe im Austausch über die verstorbene Schwester – und das alles in einem Schuhgeschäft.
Welche Projekte sind momentan die wichtigsten beziehungsweise für welche werden am dringendsten Spenden benötigt?
Kienesberger:
Die wichtigsten Projekte sind die Nachsorge-Camps. Da merken wir, dass die Kinder und Jugendlichen unser Angebot wirklich brauchen – wir unterstützen sie so gut es geht, ihre Krebserkrankung in ihr Leben zu integrieren. Sodass sie es schaffen, auch wenn Behinderungen durch die Krebserkrankungen vorliegen, als vollwertige Mitglieder dieser Gesellschaft ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Dafür brauchen wir wirklich die Spenden.
Was ist für Sie Glück?
Kienesberger:
In einer Beziehung zu leben, der eine tiefe Verbundenheit und Liebe zugrunde liegt. Und natürlich gesund zu sein!
 

Bitte spenden auch Sie!

Hier geht es zum Spenden-Link der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe

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