Heilende Kraft der Erotik

Mythos

Heilende Kraft der Erotik

Polarität statt Gleichheit. „Emanzipation im Bett macht krank“, provoziert Therapeut Ruediger Dahlke und plädiert für eine neue Liebeskultur. Warum es sich lohnt, wieder sinnlicher zu leben!

Mehr Frust als Lust in heimischen Schlafzimmern – und eine steigende Zahl an Burnout-Erkrankungen oder Depressionen.

Weicheier

Für den bekannten Therapeuten und Ganzheitsmediziner Ruediger Dahlke besteht hier ein Zusammenhang. Und er macht dafür die modernen Rollenbilder von Mann und Frau verantwortlich: „Für viele Frauen bringt die moderne Rollen-(Über-)Forderung mit sich, dass sie vermännlichen. Dadurch fällt es ihnen aber auch schwer, im Bett die aktiv-bestimmende Rolle abzulegen und sie stattdessen vom Partner einzufordern oder auch nur sie bei ihm zu akzeptieren. Und umgekehrt verweichlichen die Männer und versagen als souveräne Liebhaber“.
Dahlke plädiert daher in seinem aktuellen Ratgeber Mythos Erotik für ein Comeback der Sinnlichkeit und stellt die provokante These auf, dass es ein Fehler sei, die Gleichheit von Mann und Frau in Beruf und Gesellschaft auch auf die Erotik zu übertragen.

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So unpopulär dies heute unter dem Druck des Zeitgeistes (siehe Sexismus-Debatten!) erscheinen mag: „Lebendige Erotik braucht die archetypisch-männliche Kraft des Mars“, fordert der Experte. Immerhin weist die Mythologie Eros als das illegale (!) Kind der Liebesgöttin Aphrodite (Venus) und des kriegerischen Ares (Mars) aus.

Mythos Erotik

Was aber bedeutet Erotik überhaupt? Für Ruediger Dahlke ist es ein „Lebensprinzip“: „Erotik zielt auf Sinnlichkeit, die dem Leben Sinn gibt und es fündig werden lässt – in der Liebe“, so der Bestsellerautor. Was immer die Sinne erregt und verwöhnt, bringt Eros ins Spiel: „Entscheidend ist die geistige und seelische Anregung – eine unverkennbare Spannung zwischen Menschen, die sich über die Sinne vermittelt und dann körperlich ausgelebt werden will. Gelebte Erotik ist ein den ganzen Menschen forderndes und förderndes Thema, dessen Fehlen sich negativ auf Stimmung und Entwicklung auswirkt.“

Mehr als Sex

Erotik ist mehr als Sex und auch nicht das Gleiche wie Liebe: „Das Herz ist bei der Erotik mit im Spiel – sonst ist es keine Erotik. Eros’ Pfeile zielen auf das Herz. Erotik braucht sowohl die Seele als auch den Körper zum Lebendigsein und verbindet so beide miteinander.“

Quelle der Gesundheit
Wie wichtig Sex und Erotik für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden sind, beschreibt auch die deutsche Gesundheitsexpertin Susanne Wendel in ihrem Ratgeber Gesundgevögelt: Erfüllender Sex stimuliert das Immunsystem, beugt Erkrankungen vor und kann vor Herzinfarkt, Burnout oder Depressionen schützen.

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Sinnlich werden
Auch und gerade für in Routine und Langeweile gestrandete Beziehungen gilt: „Nichts kann sie so gesunden lassen wie die Rückkehr der Erotik“, weiß Therapeut Dahlke. Er empfiehlt, aus der Routine auszubrechen: „Ein aufregendes Leben wirkt wie eine Einladung an Eros. Nicht umsonst lernen sich so viele Paare auf Reisen oder bei sportlichen Abenteuern kennen.“ Und: Begehren beginnt für die meisten Menschen, wenn sie sich begehrt fühlen. Das heißt: „Wenn du geliebt werden willst, liebe!“
Und so können Sie frischen Wind in Beziehungen bringen: Machen Sie Ihrem Partner Komplimente – sie lösen Zauber aus. „Auch alles Außergewöhnliche, Ausgeflippte und Überraschende ist günstig“, erklärt Dahlke. Verblüffen Sie Ihren Partner also mit schrägen Einfällen oder verleiten Sie ihn dazu, mit Ihnen aus der Reihe zu tanzen, auch einmal Verbotenes, aber vor allem Neues zu wagen.

Vermeiden Sie es jedoch, den Partner zu manipulieren: Liebe und Erotik sind weder prüf- noch kontrollierbar. Sätze wie „Liebst du mich noch?“, aber auch „Ich kann ohne dich nicht leben!“ bewirken eher, dass sich Eros verflüchtigt und das Beziehungsleben fad wird.

Eros’ Geheimwaffe heißt Neugier:
Interessieren Sie sich (wieder) für Ihren Partner und erforschen Sie ihn – auch in gemeinsamen Gesprächen. Küssen Sie Ihren Partner oft, berühren Sie ihn oder streichen ihm übers Haar: Die Liebe lebt von Kleinigkeiten. Und jede Form von Zuwendung erhält – wissenschaftlich belegt – die Chance auf lebendige Erotik.

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