Miss Austria im Talk

Ena Kadic: Nacktfotos sind tabu!

28.06.2013


Miss Austria 2013. Am letzten Sonntag wurde Ena Kadic zur schönsten Frau des
Landes gewählt. Wie das nun ihr Leben verändert, verrät die Tirolerin in MADONNA.

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© Tischler/Singer
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Kein Auge hat sie in der Nacht zugetan – und dennoch lächelt sie fröhlich, als wir sie am Montagmorgen im Fotostudio treffen. „Ich habe gar nicht so lange gefeiert, aber ich war so aufgeregt, dass ich nicht schlafen konnte“, erzählt Ena Kadic, die nur zehn Stunden zuvor im Casino Baden zur Miss Austria und damit zur schönsten Frau des Landes gekürt wurde. In MADONNA spricht die 23-jährige Tirolerin (mit drei Jahren kam die Bosnierin nach Österreich, Innsbruck nennt sie ihre Heimat) über ihr neues Leben in einer ihr bisher völlig fremden Welt, Ziele, Träume und das Vorurteil, dass Missen „doof“ sind.

Frau Kadic, es ist neun Uhr morgens, Sie haben bereits Ihr zweites Interview hinter sich – macht Sie dieser Vorgeschmack auf die stressige Zeit als Miss Austria ängstlich?
Ena Kadic:
Nein, also Angst habe ich nicht, denn es ist ja eine neue Herausforderung. Und ich glaube, das wird sehr cool! Die ersten Wochen werden zwar ein bisschen stressig, aber das lässt dann ja wieder nach. Ehrlich gesagt habe ich das, was da gestern passiert ist, noch gar nicht realisiert.

Ihre Eltern haben Sie zum großen Finale nach Wien begleitet. Viele würden es nicht gerne sehen, wenn ihre Tochter eine Karriere in der Model-Branche anstreben würde …
Kadic
: Eltern machen sich immer Sorgen um ihr Kind, das ist ja normal. Aber meine Mama und mein Papa haben eigentlich beide gesagt, dass ich es probieren soll, wenn es mir Spaß macht. Außerdem bin ich ja kein blutjunges Mädchen mehr. Mit 23 Jahren weiß man schon, was man tut.

Was haben Sie bis jetzt beruflich gemacht?
Kadic:
Ich habe die Matura in Modedesign, habe drei Jahre Ver- und Einkauf in einem High-Label-Store bei uns in Innsbruck gemacht, und jetzt möchte ich die Ausbildung zur Fitnesstrainerin machen.

Sie wirken sehr bodenständig, welche Eigenschaften schreiben Sie sich selbst zu?
Kadic:
Ich bin ein offener, herzlicher, freundlicher, positiver Mensch. Ich mache gerne Sport, bin gern in der Natur und bin, wie Sie sagen, ein sehr bodenständiger Typ. So gar nicht dem Missen-Klischee entsprechend (lacht).

Stört es Sie nicht, dass es dieses „Missen-Klischee“ gibt?
Kadic:
Nein, weil es ja auch nicht stimmt. Das war mir immer schon klar. Deshalb habe ich ja auch bei einer Miss-Wahl mitgemacht.

Wieso eigentlich nicht bei „Austria’s Next Topmodel“?
Kadic:
Diese Fernsehformate haben mir nicht so gefallen. Da geht es ja auch viel um den Zickenkrieg im Camp. Das ist nicht so meines. Bei der Miss-Austria-Wahl war das ganz anders, wir haben uns echt gut verstanden.

Haben Sie nicht kurz nach der „Krönung“ Neid oder Missgunst zu spüren bekommen?
Kadic:
Neid oder Missgunst nicht, weil wir es wirklich alle nicht erwartet haben. Aber enttäuscht waren sie schon – vor allem die sieben, die als Erste ausgeschieden sind.

Über Ihre positiven Eigenschaften haben wir schon gesprochen – ganz ehrlich: Wann können Sie auch mal zickig sein?
Kadic:
Wenn ich Hunger habe (lacht).

Haben Sie den nicht oft, als Model und nun als Miss Austria?
Kadic:
Nein, überhaupt nicht. Ich mache ja sehr gerne Sport und möchte Fitnesstrainerin werden. Deshalb habe ich mich immer schon eher gesund ernährt und viel trainiert. Okay, vor der Miss-Austria-Wahl noch ein bisschen mehr als sonst, aber nicht extrem. Für den Job würde ich nie hungern. Ich will gesund aussehen.

Viele Models lassen sich auch nackt shooten – gibt es diesbezüglich für Sie Grenzen?
Kadic:
Sexy Dessous sind kein Problem, aber Nacktfotos sind für mich tabu. Alles muss man nicht preisgeben, ein bisschen was Geheimnisvolles muss bleiben.

Gibt es derzeit einen Mann an Ihrer Seite, der eifersüchtig sein könnte?
Kadic:
Nein, ich bin seit einem Jahr Single – glücklicher Single. Beziehung ist momentan nicht wirklich das Richtige für mich, schon gar nicht jetzt, wo ich wirklich wenig Zeit hätte.

Wer ist unter den Ex-„Miss Austrias“ Ihr großes Vorbild?
Kadic:
Patricia Kaiser – bei ihr denke ich mir immer: Wow! Sie ist sie selbst geblieben und sehr bodenständig und hat trotzdem einen super Weg gemacht.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Kadic:
In zehn Jahren möchte ich Gesundheits- und Fitnesstrainerin sein, vielleicht zusätzlich Mental-Coach oder Therapeutin, oder irgendetwas mit Yoga. Aber jetzt konzentriere ich mich mal auf meine Aufgaben als Miss Austria.

Worauf freuen Sie sich am meisten?
Kadic:
Auf den roten Fiat 500, den ich gewonnen habe. Endlich ein eigenes Auto!

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