Model und Aktrice Coco König

Der heißeste Austro-Export

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In den USA machte sich die Wienerin als Schauspielerin und Model bereits einen Namen. Ab Juli ist Coco König (21) im US-Film „Shakespeare für Anfänger“ in Österreichs Kinos zu sehen. 

Bei Frauen mit dem Vornamen Coco muss man vorsichtig sein. Denn entweder wollen sie sich mit Ruhm und Image der prominentesten Namensträgerin, Coco Chanel, schmücken oder sie driften ab in die „Bootylicious“-Schiene zu Coco Austin & Co. Für den Namen Coco auf der Setkarte der als Helena geborenen Coco König (21) ist der Bruder verantwortlich. Die gebürtige Wienerin mit österreichisch-ungarischen Wurzeln – Papa Peter ist Aufsichtsrat des Top-Unternehmens AluKönigStahl, Mama Barbara ist eine ungarische Kunsthistorikerin – stand im September am Salzburger Landestheater in Schillers „Die Räuber“ auf der Bühne, spielte im letzten Jahr an der Seite von Michael Fassbender (40) in Assassin‘s Creed und mimte zuletzt die Pflegerin Dorottya des britischen Theater- und Filmgranden Brian Cox (70) in Shakespeare für Anfänger (ab Juli). Zum MADONNA-Shooting  kam die quirlige und bodenständige Aktrice vom Red Carpet in Cannes nach Wien.  

Coco, woher kommen Sie gerade? 
Coco König: Bis gestern war ich noch in Cannes bei den Filmfestspielen. Ich war zum zweiten Mal dabei und es ist immer eine tolle Energie dort!   

Zum Film „The Carer“, der unter „Shakespeare für Anfänger“ im Juli in Österreich erscheint: Wie kam es zu der Rolle der Dorrotya an der Seite von Brian Cox?
König: Der Regisseur János Edelényi hat eine Kritik von mir gelesen, dann gab es fünf, sechs Castings. Es war für mich die perfekte Rolle! Ich fühle mich unglaublich geehrt, dass ich an der Seite von Brian Cox spielen durfte. Es war faszinierend, wie er Sir Michael Gifford gemimt hat: Sogar in den Pausen sah man ihn zittern, als ob er wirklich an Parkinson leiden würde, so hat er die Rolle gelebt. Es war eine unglaubliche Erfahrung, mit dieser Shakespeare-Legende arbeiten zu können. Jeden Tag wache ich auf und denke mir „Wahnsinn!“. 
 
Zuletzt haben Sie am Theater Ödön von Horváth und Schillers „Die Räuber“ gespielt. Auf der Leinwand waren es Rollen in „Assassin‘s Creed“ und eben „The Carer“. Stand für Sie jemals zur Debatte, sich zwischen Theater und Film zu entscheiden?
König: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mich jemals entscheiden möchte. Ich finde, das ist wie zwei Sportarten – man kann sie nicht direkt vergleichen. Das Schöne am Film ist die Länge – auch danach. Gedreht haben wir „The Carer“ vor zwei Jahren und ich darf immer noch über den Film sprechen, ihn promoten, das ist toll. Eine Mischung aus Theater und Film ist für mich ideal, sozusagen „Best of both Worlds“.

Als Schauspielerin in Amerika durchstarten zu wollen, ist ja nicht unbedingt billig. Hat Ihnen der finanzielle Background Ihrer Eltern teils den Weg geebnet? 
König: Meine Eltern haben mich immer sehr unterstützt und sind stolz auf mich und das, was ich mache. Als ich für „Die Räuber“ auf der Bühne stand und in der Schweiz im Internat war und wöchentlich hin und her fliegen musste, war es natürlich eine Erleichterung, dass mich meine Eltern finanziell unterstützt haben. Sie können schon auch streng sein, aber sie verstehen, dass ich das machen möchte. Wichtig ist ihnen  – und auch mir – natürlich der schulische Erfolg: Dass Schule und das Studium nicht darunter leiden, war und ist  immer Voraussetzung. 

Zum Ihrem Look: Sie punkten mit absoluter Natürlichkeit  – worauf legen Sie Wert? 
König: Viel Schlaf! Ideal sind für mich zehn Stunden Schlaf, zumindest unter achteinhalb Stunden geht gar nichts. Ich sehe einfach anders aus, wenn ich zu wenig schlafe. Und dann natürlich genug essen und viel trinken. Ich lege viel Wert darauf, dass meine Foundation auch gut für die Haut ist, und die Marken Nars, Shiseido und Bobbi Brown mag ich am liebsten. 
 
Wie halten Sie sich im Jetsetter-Leben fit? 
König: Im Alltag in New York esse ich sehr, sehr gesund. Dort ist dieser „Healthy Lifestyle“ im Vergleich zu Österreich ja ein riesiger Trend, und das steckt schon an. Hier mache ich auch viel Sport. Ich gehe ins Fitnesscenter, Boxen, mache Sit-ups, nichts Außergewöhnliches. Ganz anders ist es, wenn ich reise: Dann esse ich, wann und was ich will. Und in Wien findet man mich 24/7 am Würstelstand – und ein feines Schnitzi muss dann sowieso sein.

Und wo geht‘s als Nächstes hin? 
König: Die letzten Monate stand mein Studium im Vordergrund, ich wollte das zweite Jahr gut abschließen. Im September geht es dann nach London zu meiner Film-Agentur, denn jetzt  ist Casting-Zeit. Ich habe schon viele Skripte gelesen, es sind ein paar Sachen dabei, die mir gut gefallen – mehr darf ich dazu leider noch nicht sagen. Aber jetzt heißt es auf alle Fälle Castings, Castings, Castings. Ich freue mich schon sehr, wieder in Europa zu leben und auch in „nur“ mehr zwei Stunden Flugzeit bei meiner Familie sein zu können.
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