Christina Stürmer im Madonna-Talk

Star ohne Starallüren

Christina Stürmer im Madonna-Talk

Xavier Naidoo bekam Gänsehaut, Die Prinzen wollten gleich einen Fanklub gründen: Beim VOX-Hit Sing meinen Song war Christina Stürmer (33) der Star schlechthin. Und auch abseits des TV läuft’s für die Sängerin wie am Schnürchen: Ihr Best-of-Album Gestern.Heute samt Single Was wirklich bleibt hält sich seit Wochen in den Charts. Aktuell lässt sich Christina in Deutschland bejubeln. Am 13. Februar 2016 spielt sie wieder in Wien.

Star ohne Starallüren. Viel zu tun, doch Christina genießt es. „Wenn ich zu lange nichts machen, werde ich unruhig“, grinst sie. Bester Laune erzählt sie in MADONNA von ihrem Leben zwischen Showbusiness, Tour- und Dorfleben. Und verrät auch gleich ihre Urlaubspläne: „Im Herbst geht es eine Woche nach New York. Darauf freue ich mich riesig.“

„Sing meinen Song“ ist vorbei. Was war Ihr persönliches Highlight des VOX-Tauschkonzerts?
Christina Stürmer:
Dass man die ganzen Leute mal kennengelernt hat. Wenn ich jetzt heimkomme, weiß ich, ich kann den Daniel (Wirtz, Anm.) oder den Xaver (Xavier Naidoo) jederzeit anrufen. Da sind echte Freundschaften entstanden. Wir sind ständig in Kontakt, haben auch die Sendungen quasi zusammen geschaut. Ständig hat das Handy gescheppert, weil wir uns gegenseitig Nachrichten geschickt haben.


Wie fühlt es sich an, wenn einem Xavier Naidoo die eigene Nummer vorsingt?
Christina Stürmer: Das war schon sehr aufregend und sehr emotional. Das Schöne war ja, dass wir vorher wirklich nicht gewusst haben, was die anderen machen. Und es hat beim Dreh auch keiner dreingeredet und gesagt, spiel das nochmal, sag das nochmal. Die haben uns einfach machen lassen. Natürlich gehen einem dann manche Sachen sehr nahe.


Die Prinzen haben sich als Fans von Ihnen geoutet. Von wem sind Sie privat Fan?
Christina Stürmer: Es kommt darauf an, ob ich Fan von der Musik bin oder einem Menschen. Ich bin Fan von allen, die mit in Südafrika waren, weil es irre liebe, sehr, sehr herzliche Leute sind. Was die Musik angeht, höre ich gerade sehr gerne Glen Hansard. Aber den kenne ich halt nicht persönlich.


In einem deutschen Interview haben Sie Ihre Schwäche für David Hasselhoff gebeichtet.
Christina Stürmer: Wer war kein David-Hasselhoff-Fan? Baywatch und Knight Rider waren großartige Serien. Ich war aber nie so, dass ich jemandem nachgereist bin. Wir haben Mädels, die 18 Stunden Zugfahrt in Kauf nehmen, um uns zu sehen. Zwei haben mal am Bahnhof geschlafen. Ich freue mich, wenn das jemand für mich macht. Aber von mir kenne ich das nicht.


Sie sind seit über zwölf Jahren erfolgreich. Was ist heute anders als früher?
Christina Stürmer: Ich kann alles besser genießen und bin ich stolz darauf, was wir erreicht haben. Natürlich gibt es Dinge, die ich heute nicht mehr machen würde, Fotoshootings zum Beispiel, bei denen sie mir Sachen angezogen haben, die ich nicht wollte. Damals habe ich mich nicht Nein sagen getraut. Jetzt schon. Mittlerweile weiß ich, wer ich bin. Und ich bin froh, dass ich meine Freunde habe, die mir das Gefühl geben, dass es gut ist, wie ich bin.


Ihre aktuelle Single heißt „Was wirklich bleibt“. Sind Freunde das, was wirklich bleibt?

Christina Stürmer: Auf jeden Fall. Menschen generell. Ich finde, das, was einen Menschen ausmacht, sind die Leute, die er getroffen hat. Die prägen einen.


Wie verändern sich Freundschaften in Ihrem Job? Sind Sie heute eher mit Promis befreundet oder gibt es wirklich noch die Freunde von damals?

Christina Stürmer: Mein engster Freundeskreis hat großteils nichts mit dem Business zu tun. Bei Auftritten triffst du immer dieselben Leute, aber jeder hat sein Programm. Im Endeffekt spielt man auf der gleichen Bühne, hat aber kaum etwas miteinander zu tun. Das war das Schöne in Südafrika, dass wir mal richtig Zeit hatten.

Sie gelten als Star ohne Star­allüren. Wie haben Sie es geschafft, immer auf dem Boden zu bleiben?
Christina Stürmer: Ich glaube, da ist das Umfeld wichtig. Meine Familie hat mich nie auf dem goldenen Tablett getragen. Sie freuen sich, wenn ich viel unterwegs bin, aber noch viel mehr, wenn ich ein paar Tage bei ihnen bin. Auch dort, wo ich wohne, in einem kleinen Dorf, bin ich kein Star, sondern einfach die Nachbarin, die halt Christina Stürmer heißt und oft nicht daheim ist. Was schade ist, wenn die Nachbarstochter mit mir spielen will oder sich wünscht, dass ich sie von der Schule abhole.


Und die Nachbarin, bei der man sich auch mal Nudeln ausborgt, wenn Sie ausgegangen sind?

Christina Stürmer: Klar, jederzeit! Ich bin am Land aufgewachsen, für mich ist das normal. Ich hole auch wirklich gern die Nachbarstochter von der Schule ab. Die freut sich dann wie vorm Weihnachtsbaum. Und ich mich auch. Das Einzige, was ich unangenehm finde, ist, wenn fremde Leute in meinem Garten stehen. Ein älteres Paar wollte mal samt Enkerl „Christina schauen“ gehen. Das war sicher nicht böse gemeint, aber was, wenn ich mich gerade nackt gesonnt hätte? Dann hätten wir den Salat gehabt!

Sie sind seit acht Jahren mit Ihrem Gitarristen Oliver zusammen. Wenn man ständig zusammen ist, geht man sich da nicht auch mal auf die Nerven?
Christina Stürmer: Man muss den Punkt herausfinden, bevor man sich auf die Nerven geht. Wir kleben auch nicht 24 Stunden am Tag aufeinander. Das wäre sehr anstrengend für jede Beziehung. Aber es kann sich immer jeder Mal sein Eckerl suchen, auch auf Tournee. Und Oliver mischt und produziert auch andere Bands, da habe ich dann gar nichts damit zu tun.


Wo sehen Sie sich in zehn, zwölf Jahren? Immer noch auf der Bühne oder in einem anderen Job – und mit vielen Kindern?
Christina Stürmer: Puh, da bin ich dann ja 45. Ich wünsche mir, dass mir der Beruf immer noch Spaß macht. Und klar will ich auch mal Kinder. Ich glaube auch, dass sich das alles unter einen Hut bringen lässt. Man sieht ja bei Juli oder Wir sind Helden, dass sich das gut ausgeht – auch ohne fünf Nannys.

Mitmachen! Wir verlosen fünfmal Stürmers aktuelles Best-of-Album „Gestern. Heute“. Zu hören gibt’s alle Hits von „Ich lebe“ bis „Millionen Lichter“ und dazu ihre aktuelle Hitsingle „Was wirklich bleibt“.

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VIDEO: Auf der Donauinsel: Stürmer über ihre Privatsphäre

Video zum Thema Christina Stürmer über ihre Privatsphäre

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