Andrea Buday: 'Bin gerne ein Star auf Zeit!'

Interview

Andrea Buday: 'Bin gerne ein Star auf Zeit!'

Aufritt Andrea Buday (bei 29 laut eigener Aussage stehen geblieben): Wenn sie das Szenelokal Fabios betritt, macht der Geschäftsführer gern den Diener. Hier ist sie bekannt und ebenso beliebt. Hier geht sie ein und aus, ist als Societyreporterin mit den Promis auf Du. Mit ihrer Teilnahme bei Dancing Stars hat die Dame mit Hang zu schrillen Outfits die Seiten gewechselt: Sie ist jetzt selbst ein Star. Und sie genießt das.

Champion
Doch den obligaten Champagner hat sie seit Trainingsbeginn gegen alkoholfreies Bier getauscht. Es gibt Austern („viel Eiweiß, null Kalorien!“) und wenig Brot. Im sehr persönlichen Interview mit MADONNA spricht Buday, ihr Humor und ihre Authentizität machen sie schon jetzt zur Dancing Stars-Favoritin, über ihren Freund Emmerich Huber (leitender Angestellter), ihren Spaß an Society-Events und die sehr dunkle Seite ihres Lebens.

Sie sind jetzt wie die, über die Sie sonst schreiben: ein Star. Wie fühlt sich das an?
Andrea Buday:
Wenn ich gewusst hätte, wie schön es ist, ein Star zu sein, hätte ich früher damit angefangen (lacht). Star auf Zeit zu sein, macht mir Spaß. Ich werde behandelt wie eine Prinzessin, habe Kleider, in denen mein Name steht, eine eigene Garderobe. Es ist Nahrung für mein Ego, sonst nix. Wenn ich nicht mehr im TV bin, ist alles vorbei.

Wie hat Ihr Freund Emmerich reagiert?
Buday:
Er hat sich gefreut und gesagt: „Du schaffst das!“ Er glaubt, dass ich alles kann.

Ist er eifersüchtig auf Ihren Tanzpartner Thomas Kraml?
Buday:
Nein! Er genießt es, mit mir bei Events zu sein, bleibt aber gern im Hintergrund. Im Ballroom drückt er mir die Daumen.

Können Sie sich vorstellen, zu heiraten?
Buday:
Immer! Jeder Anlass zum Feiern ist mir recht. Ich habe auch meine Scheidung gefeiert.

Zurück zu Tanzpartner Thomas Kraml, der sehr fesch ist...
Buday:
Ich sage immer: Schönheit ist nicht abendfüllend! Mir ist der hässlichste Mann mit gutem Humor lieber als ein schöner Langweiliger. Mit dem kann ich ja nix anfangen! Thomas ist fesch und hat Schmäh. (Schlürft eine Auster.) Hm! Ich liebe es!

Und Emmerich? Wie haben Sie ihn kennengelernt? Auf einem der unzähligen Abendevents, die Sie besuchen?
Buday:
Da sieht man ja vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr! Nein, ich war vor zweieinhalb Jahren, als es mir gerade schlecht ging, weil mich mein Ex verlassen hat, in einem Lokal. Ich habe ihn gesehen und gedacht: Was für ein hübscher Mann. Als er auf mich zugekommen ist, habe ich einen Schweißausbruch bekommen (lacht). Emmerich ist ein Schnucki, ich liebe ihn heiß. Wir führen eine erwachsene Beziehung, sehen uns am Wochenende.

Unter der Woche sind Sie ja auch permanent unterwegs. Von einem Society-Event zum nächsten. Geht Ihnen das nicht langsam auf die Nerven? Immer dieselben Gesichter, das gleiche Fingerfood...
Buday:
Ich liebe das und tue so, als würde ich jeden Abend das erste Mal weggehen. Aber ich kann mich auch gut abgrenzen. Wenn es mir zu heavy wird, gehe ich. Aber man will doch abends weggehen, um Spaß zu haben. Jeder hat ja sein Binkerl zu tragen. Und keiner geht weg, damit er das Binkerl vom anderen auch noch umgeschnallt bekommt. Und ich habe das Glück, mit einem sehr sonnigen Gemüt ausgestattet zu sein. Ich lache gern und laut. Auch wenn das als Dame nicht angebracht ist. Aber es ist doch fad, eine Dame zu sein! Mein Motto ist: Always look at the bright side of life!

Gibt es keine schlechten Tage?
Buday:
Natürlich! Ich habe ja seit meiner Kindheit Depressionen. Da kommt mein berühmtes Vollbad im Selbstmitleid. Es gibt Phasen, da spüre ich, jetzt geht die Stimmung runter. Da kann ich es noch abfangen. Aber ich weiß auch genau, wenn eine Phase kommt, wo ich es nicht mehr abfedern kann. Ich habe eine Freundin, die auch Depressionen hatte. Sie hat mich oft angerufen und gesagt: „Andrea, die Depression steht vor der Tür.“ Ich habe gesagt: „Jessas, Ned aufmachen!“ Im Winter nehme ich leichte Aufheller. Man kann mit damit leben lernen. Das Leben ist die beste Therapie. Und momentan habe ich keine Zeit, Besuch von Schwester Depression zu empfangen. Tanzen – oder nennen wir es in meinem Fall Bewegen zur Musik – tut mir gut. Seitdem habe ich ein viel besseres Selbstwertgefühl. Wenn das bleibt, habe ich schon gewonnen.

Wie klappt das Tanzen?
Buday:
Am Anfang habe ich mir die einfachsten Schrittfolgen nicht gemerkt und zum Thomas gesagt: Das können wir gleich vergessen. Aber langsam wird’s. Und heute hat Thomas gesagt: „Andrea, du hast einen Quantensprung gemacht.“ „Bei mir ist alles ein Quantensprung“, habe ich ihm geantwortet. Er meint, ich würde schön schauen, wenn ich mich im TV selbst beim Tanzen sehe. Das befürchte ich auch. Wir lachen viel! Als ich mein erstes Tanzkleid gesehen habe, habe ich gesagt: ‚Thomas, es sieht keiner, was ich da unten mit den Füßen mache. Da sind so viele Federn und Blüten (lacht schallend).

Apropos Federn und Blüten: Sie sind für schrille Outfits und Klimper-Wimpern bekannt...
Buday:
Ich brauche in der Früh 15 Minuten, um sie zu tuschen.

Wie lang zum Abschminken?
Buday:
Ich wasche seit 20 Jahren mein Gesicht mit Hirschseife Citronella. Dann abtupfen, Augencreme, fertig. Morgens ist auf den Wimpern noch ein Restbestand.

Und wie stehen Sie zu Botox?
Buday:
In einem sehr freundschaftlichen Verhältnis (deutet auf ihre Stirn). Apropos Botox: Sollte ich mal so viel Geld wie ein Hollywoodstar haben, könnte ich mir eine Rundumerneuerung à la Demi Moore vorstellen.

Was werden Sie mit dem vielen Geld machen, dass sie bei „Dancing Stars“ verdienen?
Buday:
(lacht) Ich wäre prädestiniert, Multimillionärin zu sein, weil ich das Geld sofort wieder ausgeben würde.

Mit welchem Tanz geht es bei „Dancing Stars“ los?
Buday:
Mit Disco – und da häng ich grad.

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