Abnehmen beginnt tatsächlich im Kopf

Mentale Stärke

Abnehmen beginnt tatsächlich im Kopf

Mental-Power. Wie hält man eine Diät am besten durch? Ein Profi verrät, worauf es beim Abnehmen ankommt. Plus: Die größten Figurfallen!

Ausgefeilte Ernährungspläne und regelmäßiges Training – das ist die eine Seite, wenn man erfolgreich abnehmen will. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die mentale Einstellung: „Abnehmen beginnt tatsächlich im Kopf“, weiß Strukturtrainer Oliver Eisner.

Top betreut
Er betreut die acht Kandidatinnen der MADONNA Schlank-Challenge mental – und weiß, wovon er spricht: Vor Jahren hat er sein Gewicht von 183 Kilogramm auf gesunde 95 reduziert: „Das macht mich zu einem guten Partner auf dem Weg zum Wunschgewicht“, so Eisner. Die Betreuung der Challenge-Ladys ist eine große Herausforderung: „Die Damen haben bereits unzählige Diätversuche hinter sich. In unserem >resize-Programm arbeiten wir daher auf mehreren Ebenen“, erklärt der Struktur­coach. Die Basis sei zunächst die Ernährung: „Dabei schaffen die neuesten ernährungsmedizinischen Kenntnisse die biologischen Grundvoraussetzungen für ein Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt.“ Das bedeutet: Die Ernährungspläne – verantwortlich dafür zeichnen die Wiener Figurprofis Ursula und Julia Pabst – müssen dem individuellen Nährstoff- und Kalorienbedarf der Kandidatinnen angepasst sein. Nur so können die gefürchteten Heißhungerattacken vermieden werden.

Die besten Motivationstipps 1/7
1. Stellen Sie sich Ihre Ziele genau vor
Überlegen Sie: Warum wollen Sie abnehmen? Möchten Sie wieder in Ihre Lieblingshose passen? Steht ein Strandurlaub bevor oder fühlen Sie sich mit ein paar Kilogramm weniger einfach besser? Stellen Sie sich immer wieder möglichst deutlich vor, wie Sie beispielsweise in der Hose oder am Strand aussehen. Dieses Bild vor Augen motiviert und Ihr Abnehmprogramm lässt sich leichter durchhalten.


Abgenommen
„Der >resize-Ernährungsplan ist wirklich toll“, bestätigt Kandidatin Brigitte S. Mehr als fünf Kilogramm hat sie seit Anfang Februar – die Challenge läuft noch bis Ende März – bereits abgespeckt. Was ihr anfangs schwerfiel? „Zwölf Stunden lang nichts zu essen – vom Abendessen bis zum Frühstück. Das war in der ersten Woche ungewohnt, aber dann habe ich mich darauf eingestellt. Ich trinke zeitig in der Früh nur mehr Kaffee und frühstücke dann halt später im Büro.“
Und wenn doch der Heißhunger kommt? „Das kommt schon noch ab und zu vor“, gibt die Angestellte zu. „Aber dann gönne ich mir ein paar Soletti oder Nüsse oder eben ein kleines Stück Schokolade.“

Perfekt
Das ist genau die richtige Strategie: Verbote wie „Nie wieder Schokolade“ bringen nämlich nichts, sondern bewirken genau das Gegenteil (siehe Motivationstipps im Kasten ganz links).

Schlank-Fallen
Wovor sich Übergewichtige, die abnehmen wollen, ebenfalls hüten sollten: ihre Schlank-Erfolge ständig an der Waage abzulesen. Der Grund: „Meist nimmt man anfangs flott ab, stagniert dann aber nach einer Weile. Viele geben dann leider vorschnell auf“, weiß Motivationscoach Oliver Eisner. Dazu muss man wissen, dass die Gewichtsabnahme nicht linear erfolgt: „Meine Aufgabe ist es unter anderem, diese Zusammenhänge verständlich zu machen.“ Auch von Kalorienzählen hält er wenig: „Wer abnehmen will, sollte sich vielmehr um die notwendige Nährstoffversorgung kümmern. Denn gibt man dem Körper nicht, was er braucht, reagiert er mit Heißhungerattacken.“

© oe24
Abnehmen beginnt tatsächlich im Kopf
× Abnehmen beginnt tatsächlich im Kopf

DA WAREN’S NUR NOCH SIEBEN... Irene N. (Mitte) musste sich diese Woche von der Schlank-Challenge verabschieden. Die übrigen Damen (mit Coach Alfredo Scarlata) kämpfen weiter.