Sonja Klima im MADONNA-Talk

Die neue Hofreitschul-Chefin

Sonja Klima im MADONNA-Talk

Seit etwas mehr als einer Woche ist es fix: Sonja Klima (55) folgt Elisabeth Gürtler (68) als Chefin der Spanischen Hofreitschule. Eine Nachricht, die für veritable Turbulenzen im Land sorgte. So mancher warf der Ex-Frau von Alt-Kanzler Viktor Klima gar „Postenschacher“ vor, sie sei von Seiten der Regierung „gewünscht“ gewesen. Blödsinn, konstatiert die Powerlady und Pferdeliebhaberin, die neun Jahre erfolgreich die Ronald McDonald-Kinderhilfe führte: „Es gab eine Ausschreibung, ich habe mich ganz normal beworben und ein Hearing absolviert.“ Dennoch traten vier Beiräte und Aufsichtsrat Martin Barten­stein nach ihrer Wahl zurück. In MADONNA erklärt Sonja Klima, warum sie das keineswegs daran hindert, die Zügel in der Hofreitschule in die Hand zu nehmen.

Ihre Wahl zur neuen Chefin der Hofreitschule hat für viel Aufsehen gesorgt. Wie geht es nun weiter? Wann werden Sie erstmals in Ihrer neuen Funktion auftreten?
Sonja Klima:
Ich habe jetzt den Vertragsentwurf vorgelegt bekommen und es beginnen sozusagen die Vertragsverhandlungen – wobei ich diese nicht als Verhandlungen sehe, sondern ganz einfach als ein Gespräch wie in jedem  Geschäft, in dem man den Vertrag durchgeht. Nachdem dieser für mich in Ordnung ist, wird er auch zügig von mir unterschrieben. Das sind nur Formalitäten. Erst danach gibt es die offizielle Bestellung.

Vier Beiräte sind ja zurückgetreten. Wie geht es Ihnen damit?
Klima:
Diese Beiräte sind freiwillig zurückgetreten, obwohl ich selbst im Hearing gesagt habe, dass ich mich über eine Zusammenarbeit sehr freuen würde. Ich schätze das Können von Frau Max-Theurer und ihre Karriere als Dressurreiterin. Aber wie man weiß, sind die Beiräte dennoch zurückgetreten. Nun werden neue Beiräte – die es ja auch erst seit über drei Jahren in der Hofreitschule gibt – eingesetzt. Das ist auch sinnvoll. Ich habe immer gesagt, dass ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Ich kann gut reiten, aber ich bin eben keine Grand-Prix-Reiterin oder eine Bereiterin von der Spanischen Hofreitschule. Ich werde mir ganz tolle Leute an meine Seite holen – und ich kann jetzt schon sagen, dass sehr viele das sehr gerne machen werden, Menschen, die in der Dressurwelt sehr anerkannt sind.

Sie waren neun Jahre lang Geschäftsführerin der Ronald McDonald-Kinderhilfe. Wie geht es dort denn nun weiter?
Klima:
Mein Herz wird immer bei diesem Projekt sein – und werfe dort auch auf keinen Fall alles von heute auf morgen hin. Ich bin bereits in Gesprächen mit einer sehr netten, kompetenten möglichen Nachfolgerin. Ich freue mich, wenn ich eine tolle starke Nachfolgerin habe, die das auch in meinem Sinne weiterführt – und werde diese auch von ganzem Herzen unterstützen.

Wie war denn dieses Hearing in der Hofreitschule eigentlich für Sie?
Klima:
Das Hearing war wie ein normales Hearing, bei dem die Vorstände und auch Elisabeth Max-Theurer saßen. Man kann es vielleicht so ausdrücken: Man hat das Gefühl, eine zweite Matura machen zu müssen. Aber es waren alle äußerst freundlich und das finde ich auch richtig. Was mich sehr verwundert hat, war, dass die geheimen Unterlagen von mir samt Bewerbungsschreiben an die Öffentlichkeit gebracht wurden. Dass so etwas in Zeiten des Datenschutzes passiert, ist mir unverständlich!

Hat Sie das menschlich getroffen?
Klima
: Nein. Nur verwundert.

Mit welchen Gefühlen gehen Sie an die neue Aufgabe heran?
Klima:
Ich sehe das als Herausforderung und neuen Lebensabschnitt. Ich bin wirklich stolz darauf, so eine Institution leiten zu dürfen. Für mich ist auch ganz wichtig, dass ich dieses Kulturgut noch mehr öffne … Ich habe ungefähr zehn Familien gefragt, ob ihre Kinder schon einmal in der Spanischen Hofreitschule waren. Nur ein Kind von ihnen kannte sie. Ich glaube, dass man da ansetzen muss – dass man dieses Kulturerbe weiterträgt.

Haben Sie Ihre Vorgängerin Elisabeth Gürtler nach Ihrer Wahl schon getroffen?
Klima:
Nein, bis jetzt bin ich noch nicht dazugekommen, mit ihr zu sprechen – es war ja ein bisschen turbulent (lacht). Aber ich bin mit ihr ja schon lange befreundet  und sobald sich der Sturm ein wenig gelegt hat, werde ich das bestimmt nachholen. Sie kann mir bestimmt gute Ratschläge geben, schließlich hatte sie es ja auch nicht immer ganz so einfach.

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