'Ich bin dann mal weg!'

ATV-Moderatorin Kerstin Ruhri

'Ich bin dann mal weg!'

Exakt drei Jahre lang führte Kerstin Ruhri (33) – abwechselnd mit Volker Piesczek und Andreas Moravec – durch den ATV-Vorabend. Ende letzten Jahres dann die niederschmetternde Botschaft: anstatt einer 3-Jahres-Jubiläums-Feier am 1. Februar 2013 wird ATVlife eingestellt. „Das war natürlich schon ein Schock“, erzählt die hübsche Anchor-Woman, die jetzt jedoch aus der Not eine Tugend macht, kurzerhand ihre Koffer packt – und regelrecht zur Aussteigerin wird. Denn die Steirerin, die derzeit Single ist, geht nach Neuseeland. Das Interview.
 

Frau Ruhri, Sie haben nach Bekanntgabe der Einstellung Ihrer Sendung beschlossen auszusteigen – wäre es nicht einfacher gewesen, sich einen neuen Job zu suchen?
Kerstin Ruhri:
(lacht) Ja, vielleicht, aber wegzugehen und einfach auszusteigen, war immer schon in meinem Hinterkopf. Ich hatte immer schon ein gewisses Fernweh in mir – durch das Sendungs-Aus und meine private Ungebundenheit war es irgendwie aufgelegt, es jetzt zu wagen, wegzugehen. Später würde sich vielleicht nie wieder eine Gelegenheit dazu ergeben.

Welche Ausstiegs-Pläne haben Sie konkret?
Ruhri:
Momentan steht fest, dass ich für drei Monate – das ist die Zeit, für die ich zunächst kein Visum brauche – nach Neuseeland gehe. Nach den drei Monaten muss ich auf jeden Fall zurückkommen, weil ich Trauzeugin meiner langjährigsten Freundin bin. Danach werden wir weitersehen.

Was werden Sie in Neuseeland machen?  
Ruhri:
Durch einen ATVlife-Beitrag über das sogenannte Wwoofen (Abkürzung für Willing workers on Organic Farms, Anm.) bin ich auf die Idee gekommen, gegen gratis Kost und Logis auf einer Farm in Neuseeland mitzuhelfen. Ich habe mich für eine Farm entschieden, die mit Pferden arbeitet, weil ich seit Jahren eine Leidenschaft für diese Tiere und das Reiten habe.

Wie kamen Sie auf Neuseeland – waren Sie schon mal dort?
Ruhri:
Nein, noch nie, was die ganze Sache noch spannender macht (lacht)! Aber ich wollte unbedingt sehr, sehr weit weg – Hawaii oder Australien wären auch eine Option gewesen, aber da es dort keine Pferdefarmen gibt, habe ich mich für Neuseeland entschieden.

Mit welchen Gefühlen treten Sie Ihren Ausstieg an?
Ruhri:
Nachdem ich ganz allein weggehe und gar nicht genau weiß, was mich dort erwartet, ist das schon ein Abenteuer für mich. Was mir gefällt, ist, dass man sich einmal nur auf sich selbst verlassen und sich selbst vertrauen muss. Und was soll schon passieren – im schlimmsten Fall verliebe ich mich in Neuseeland (lacht).

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihre Entscheidung reagiert?
Ruhri:
Sehr positiv. Mein Vater wäre begeistert, wenn ich für immer dort bliebe, weil er dann einen Grund hätte, auch dorthin zu ziehen (lacht).

Finanziell bringt Ihnen die Arbeit in Neuseeland nichts – haben Sie für Ihren Ausstieg gespart?
Ruhri:
Nein, sparen ist nicht so mein Ding (lacht). Aber es geht sich aus. Ich habe ja nicht vor, dort im Luxus zu leben, sondern Erfahrungen zu sammeln. Und das Wichtigste – Essen und Wohnen – erarbeite ich mir ja.

Ist der Ausstieg auch eine Gelegenheit, sich darüber klar zu werden, wie es danach beruflich für Sie weitergeht?  
Ruhri:
Ja, natürlich. Der Journalismus und die Arbeit mit meiner Stimme sind schon sehr spannend, aber Österreich ist eben sehr klein. Mal sehen, was sich in Neuseeland ergibt. Ich bin sehr gespannt, was dieses Jahr bringt – ich bin jedenfalls für alles offen.
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