Gesunde Haare

Mehr Glanz, mehr Fülle, mehr Elastizität

Gesunde Haare

Eine verführerische Mähne wie Rapunzel – wer hätte die nicht gerne? In der Realität machen vielen Frauen jedoch Haarprobleme zu schaffen. Sie klagen über zu wenig Glanz, trockene Spitzen, Spliss, fettigen Ansatz oder Farbverlust.


Jede Zehnte betroffen

Abgesehen von diesen kosmetischen Problemen leidet jede zehnte Frau unter Haarausfall:  „Während etwa jeder zweite erwachsene Mann an Haarausfall leidet, ist bei Frauen nur jede Zehnte betroffen“, weiß Pharmazeut und Nährstoff-Experte Norbert Fuchs aus dem Lungau (Salzburg). Wobei einzelne Haare in der Bürste noch lange kein Grund zum Verzweifeln sind: „Wir besitzen etwa 10.000 bis 150.000 Kopfhaare. Davon fallen pro Tag 80 bis 100 aus. Diese werden aber durch neuen Haarwuchs ersetzt“, erklärt der Experte (siehe auch Haarzyklus-Grafik auf der nächsten Seite). Erst wenn wir täglich mehr als  diese hundert Haare verlieren, geht das auf Kosten unserer Haar-Bilanz und man spricht von Haarausfall.


Warum?
Die Ursachen für Haarausfall können denkbar unterschiedlich sein: „Zu den wichtigsten zählen Dauerstress, Vitamin- oder Mineralstoffdefizite, Schwangerschaft, die Menopause, bestimmte Erkrankungen, Strahlen- oder Chemotherapien“, erklärt Fuchs.


Lebensstil entscheidend
Was aber hilft nun gegen Haarausfall? Nun: Zunächst müssen von medizinischer Seite ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dann heißt es: Mit Lifestyle-Maßnahmen das Problem – im wahrsten Sinne des Wortes – an der Wurzel packen. „Sorgen Sie für viel Schlaf und Bewegung an der frischen Luft“, rät etwa Experte Fuchs.


Nicht zu sauer
Eine zentrale Rolle spielt die Ernährung: Einseitige Kost, Extremsport, zu wenig Schlaf oder chronischer Stress führen oft dazu, dass der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht gerät. „Tatsächlich kann man Haarausfall durch basenreiche Ernährung vorbeugen und oft auch behandeln. Das heißt: Essen Sie viel Salat und Gemüse in allen Farben. Auch Kartoffelgerichte sind basisch, da sie sehr reich an Vitaminen, Spurenelementen wie Eisen und  Zink und Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium sind“, rät der Nährstoff-Experte. Aber Vorsicht! Hände weg von Convenience-Produkten wie Fertigpürees: „Diese enthalten nur mehr entmineralisierte Kartoffelstärke, die genau das Gegenteil von natürlichen Kartoffeln bewirkt: Sie raubt unserem Körper die letzten Mineralstoff- und Spurenelemente-Reserven“, so Fuchs. Wichtig sei auch ein ausreichender Konsum an kaltgepressten Pflanzenölen.


Pflanzen-Östrogen

Experte Fuchs empfiehlt auch pflanzliche Östrogene – enthalten in Soja oder Kürbiskernen: „Sie binden haarschädigendes DHT und können so hormonell bedingten Haarausfall stoppen.“ Enthalten sind sie neben weiteren essenziellen Nährstoffen (wie etwa Biotin, Kalium, Zink oder Folsäure) in HairCaps®-Kapseln (gibt es rezeptfrei in Apotheken). Sie unterstützen Wachstum und Gesundheit der Haare. 

Ernährungs-Tipps gegen Haarausfall
Nährstoff-Experte Mag. Norbert Fuchs im Interview

Was sind die häufigsten Haarprobleme bei Frauen?
Norbert Fuchs:
Sie sind wohl eher kosmetischer Natur: fehlender Glanz, trockene Spitzen, fetter Ansatz am Haarboden, Spliss und Farbverlust. Elastisches, kräftiges und volles Haar steht für Jugend und Attraktivität.
 

Was sind denn mögliche Ursachen für Haarausfall?
Fuchs:
Die Ursachen können denkbar unterschiedlich sein: Dauerstress, Vitamin- oder Mineralstoffdefizite, Schwangerschaft, die Menopause, bestimmte Erkrankungen, Schilddrüsenhormone, Strahlen- oder Chemotherapien.


Und was hilft dagegen?
Fuchs
: Gerade bei Frauen ist es sinnvoll, bei länger dauerndem Haarverlust ernsthafte Erkrankungen oder hormonelle Ungleichgewichte medizinisch abzuklären. Sind ernsthafte Ursachen ausgeschlossen, sollte man das Problem buchstäblich an der Wurzel packen.


Etwa mit spezieller Ernährung?
Fuchs:
Ja. Reduzieren Sie  überhöhten Eiweiß-Konsum auf täglich etwa 70 Gramm – zu viel Eiweiß blockiert die Ausleitung von Körperschlacken. Essen Sie basisch – Salate, Gemüse und Kartoffelgerichte. Achten Sie auf gezielte Zufuhr von Eisen, Zink, Biotin, Pantothensäure und Vitamin B6 – am besten aus pflanzlichen Quellen. Die Nährstoffe sind alle enthalten in HairCaps®-Kapseln (Apotheke). 

Haarausfall - Die möglichen Ursachen 1/9
✗ Arzneimittel

Wie etwa Zytostatika (bei Krebs, Autoimmunerkrankungen),  Lipidsenker (zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen), Betablocker, Retinoide (zur Behandlung von Akne oder Schuppenflechte) und Thyreostatika (Schilddrüsenmedikamente).
✗ Hormone

Erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Androgenen (männliche Sexualhormone), hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft und Stillzeit.
✗ Ernährung

Mangel- und Fehlernährung (etwa bei Magersucht, Bulimie), extreme und einseitige Diäten, schnelle Gewichtsabnahme, unzureichende Versorgung der Haarwurzeln mit Vitamin A, den Vitaminen der B-Gruppe (Biotin, B6), schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein, Methionin), essenziellen Fettsäuren (Vitamin F) und Spurenelementen wie Zink, Eisen und Kupfer.
✗ Krankheiten

Wie etwa Blutarmut (Eisenmangelanämie), Malabsorption (Verdauungsstörung), Infektionen (wie Borrelieninfektion), lokale Infektionen und Entzündungen der Kopfhaut
✗ Zu viel Sonne & Stress
✗ Chemikalien

in Haarpflegeprodukten (wie etwa Alkohole).
✗ Umweltgifte

Schwermetalle (wie Blei, Cadmium, Quecksilber, Thallium)  sind Katalysatoren für Oxidation. Das heißt, sie fördern die Bildung freier Radikale, die dann zu Zell- und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgängen führen können. Sie verdrängen Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Enzymstellen, sodass der Stoffwechsel blockiert wird. Es kommt zu Mangelerscheinungen der verdrängten Stoffe (z. B. Magnesium- und Zinkmangelsymptome), was sich wiederum negativ auf die Haarqualität auswirkt.
✗ Mechanische Beanspruchung

oder chemische Belastung (wie Dauerwellen, Färbungen). 
 ✗ Bestrahlung und Chemotherapie

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