Eveline Steinberger-Kern im MADONNA-Talk

"Mein Mann kann Kanzler"

Eveline Steinberger-Kern im MADONNA-Talk

Ihren perfekten Sommer definierte Eveline Steinberger-Kern (44) 2015 noch so: „An einem wunderschönen See hier in Österreich bei traumhaftem Wetter gemeinsam mit meiner Patchwork-Familie.“ Nun ja, diesen Sommer wird sie wohl ein wenig zurückstecken müssen. Denn seit wenigen Tagen ist ihr Mann Christian Kern (50) Bundeskanzler, und es ist davon auszugehen, dass sehr arbeitsintensive Wochen und Monate vor ihm liegen. Und auch die gemeinsame Tochter Carla (9) wird in nächster Zeit weniger vom Papa haben, weil der nämlich damit beschäftigt sein wird, Österreich fit für die Zukunft zu machen. Und ja, das ist eine große Herausforderung.

Patchwork-Familie. Im MADONNA-Talk erklärt Eveline Steinberger-Kern, ebenfalls Top-Managerin und sehr erfolgreich, wie die neue Polit-Funktion des Ehemannes und Vaters (Kern hat drei Söhne aus erster Ehe und war teil­weise alleinerziehender Vater)  zuhause diskutiert wurde. Sie sagt: „Sehr offen und durchaus auch kontrovers. Wir sind nicht naiv und wissen, was es heißt, in Österreich 2016 ein politisches Amt anzutreten.“  Und dass sich für die Familie Steinberger-Kern in Zukunft einiges ändern wird, ist der Managerin mit Fokus auf Zukunfts-Themen und Energie-Effizienz absolut klar. „Aber wir sind eine starke Familie“, stellt die attraktive Geschäftsführerin der Blue Minds Company mit Sitz in Wien und Tel Aviv klar. Und eines ist der promovierten Betriebswirtin aus der Steiermark noch ganz wichtig: „Ich werde ihn als Kanzler genauso schätzen und lieben wie zuvor als Manager. Ich definiere mich nicht über den Beruf meines Mannes.“ Denn während Christian Kern in den letzten Tagen intensiv damit beschäftigt war, sein neues Team aufzubauen, reiste Eveline Steinberger-Kern nach Tel Aviv, ebenfalls Firmensitz ihrer  Blue Minds Company. Pünktlich zur Angelobung war sie dann aber wieder da. Und das Strahlen in ihrem Gesicht hat verraten: Da ist jemand sehr stolz auf den Partner.  Der Talk mit einer Frau also, die weiß, was sie will und ebenso erfolgreich wie zielorientiert den Herausforderungen der Zukunft, auch den neuen, begegnet.

Wie wurde die Entscheidung für das politische Amt bei Ihnen zuhause diskutiert?
Eveline Steinberger-Kern:
Sehr offen und durchaus auch kontrovers. Wir sind nicht ­naiv und wissen, was es heißt, in Österreich 2016 ein politisches Amt anzutreten. Die politische Kultur ist vielfach negativ. Es herrscht Politikverdrossenheit im Land, insbesondere bei der Jugend. Das zu ändern ist eine immense Herausforderung.


War es für Sie eigentlich überraschend, dass Ihr Mann für das Amt des Bundeskanzlers favorisiert wurde?
Steinberger-Kern:
  Eher nein.


Wie überrascht waren Sie vom doch sehr abrupten Abgang Werner Faymanns?
Steinberger-Kern:
Nicht mehr oder weniger als das ­übrige Österreich.

Warum kann Ihr Mann Kanzler?
Steinberger-Kern:
Er kann Top-Management, also kann er Kanzler.


Wie beschreiben Sie die Stärken Ihres Mannes?
Steinberger-Kern:
Leidenschaft. Eloquenz. Durchhaltevermögen.


Sie sind als Unternehmerin sehr erfolgreich und innovativ: Was wird sich für Sie ändern, wenn Sie nun die „Ehefrau des Bundeskanzlers“ sind?
Steinberger-Kern:
Wenig. Ich werde ihn als Kanzler genauso schätzen und lieben wie zuvor als Manager. Ich definiere mich nicht über den Beruf meines Mannes.

Eveline Steinberger-Kern © Wolfgang Wolak
Eveline Steinberger-Kern im MADONNA-Talk mit Alexandra Stroh. Foto: Wolak

Welche Änderungen wird es ob des politischen Amtes für Ihre Familie geben?
Steinberger-Kern:
Wir sind eine starke Familie. Dennoch, die Privatsphäre wird vermutlich noch mehr zu schützen sein.


Darf ich fragen, als wie politisch Sie sich selbst bezeichnen und was Ihre Anliegen, sicher auch im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen, sind?
Steinberger-Kern:
Weniger im klassisch parteipolitisch geprägten Sinn, aber hoch interessiert, Zukunftsthemen voranzubringen, insbesondere was eine wettbewerbsbasierte, wissensbasierte und dynamische Wirtschaft anlangt.


Ihr Geschäft ist die Zukunft. Innovative Lösungen für nächste Generationen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft Österreichs?
Steinberger-Kern:
Eine Nation gut ausgebildeter, mutiger und innovativer Gestalter und Unternehmer, die besonders auch im Zeitalter der digitalen Transformation im globalen Wettbewerb eine bedeutende Rolle spielt und damit neue Arbeitsplätze schafft, sozialen Zusammenhalt und Wohlstand für Generationen sichert.


Worin liegt, Ihrer Meinung nach, die Zukunft des Landes?
Steinberger-Kern:
Das ist eine Frage, die von den Politikerinnen und Politikern des Landes zu beantworten ist.


Wofür wird sich Ihr Mann verstärkt einsetzen?
Steinberger-Kern:
Das fragen Sie am besten ihn selbst.


Für welche Werte stehen Sie beide gleichermaßen?
Steinberger-Kern: 
Sozialen Zusammenhalt, aber Leistungsorientierung.


Wie möchten Sie den Umgang mit der Medienöffentlichkeit in Zukunft gestalten?
Steinberger-Kern
:  So wie bislang wünsche ich mir einen professionellen Umgang als Unternehmerin mit der Medienöffentlichkeit. Und privat bleibt privat.

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