Das ABC der Natur-Heilmittel

Wunderkräuter

Das ABC der Natur-Heilmittel

Salben, Tinkturen, Umschläge oder Tees – die Natur bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, uns mit verschiedenen Kräutern und Pflanzen gesund zu pflegen. Statt teurer Medikamente sind Hausmittel der Naturheilkunde eine kostengünstige ­Behandlungsmöglichkeit bei harmlosen Erkrankungen wie etwa Magenbeschwerden oder Halsschmerzen. Sie sind auch eine äußerst sinnvolle Möglichkeit zur Prävention.
Seit Jahrhunderten werden diese bewährten Rezepte weitergegeben und angewandt – und das mit Erfolg. Lesen Sie im Naturlexikon von A bis Z, was gegen Halskratzen, Menstruationsbeschwerden, Appetitlosigkeit oder aber einen vollen Magen und noch viel mehr hilft.

Wir verraten die besten Rezepte:

Heilkräuter ABC 1/24
Acker-Schachtelhalm zum Frühjahrsputz:

Kieselsäure stärkt das Bindegewebe: Einen Esslöffel Kraut in 150 ml Wasser 10–15 Minuten köcheln lassen, abseihen und einen Liter am Tag davon trinken – putzt den Organismus durch und wirkt harntreibend.
Bärlauch bei Ablagerungen in den Blutgefäßen:

Allicin und Alliin reduzieren die Verklumpungstendenz des Blutes, senken den Blutdruck- und Cholesterinspiegel und beugen Arteriosklerose vor. Bärlauch kann frisch im Salat gegessen werden oder als Tinktur angewandt werden: Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn übergießen, bis alle bedeckt sind und verschlossen drei Wochen lang ziehen lassen. Anschließend abfiltern, in eine dunkle Flasche füllen und dreimal täglich 15–30 Tropfen vor den Mahlzeiten zu sich nehmen.
Curcuma bei Völlegefühl:

Fast ein Wundermittel: Das Gewürz hilft bei säurebedingten Magenbeschwerden, Flatulenz und bei entzündlichen Erkrankungen wie rheumatischer Arthritis. Einen Teelöffel Pulver mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10–15 Minuten ziehen lassen, abseihen und 2–3 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten trinken. Regt den Gallenfluss an!
Dill bei Menstruationsbeschwerden:

Unangenehme Bauchkrämpfe während der Regelblutung lassen sich mit dem darin enthaltenen Carvon lindern. 30 g getrocknete Samen auf einen Liter kochendes Wasser geben, kurz aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und ins Badewasser geben!
Eisenkraut bei Magenproblemen:

Durch Bitterstoffe wird die Produktion des Magensafts gesteigert. Zwei Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Abseihen und zwei bis drei Tassen täglich nach den Mahlzeiten trinken!
Frauenmantel nach Zahnextraktion:

Die Blätter des Frauenmantels können für die Herstellung von Tees, Gurgellösungen, Kaltaufgüssen oder als Badezusatz genutzt werden. Das Kraut beschleunigt auch die Wundheilung nach Zahnentfernungen: Einen Esslöffel Frauenmantelblätter mit 250 ml kaltem Wasser übergießen, zum Kochen bringen und bei ausgeschalteter Hitze noch 10–15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und mehrmals täglich das Zahnfleisch damit spülen.
Goldrute bei Blasenentzündung:

Die Goldrute kann als Tee, Kaltaufguss, Tinktur oder zur Wundauflage genutzt werden. Bekannt ist sie für ihre harntreibende Wirkung: Zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minutenzugedeckt ziehen lassen, abseihen und zwischen den Mahlzeiten insgesamt zwei bis vier Tassen trinken. Sollte nach drei Tagen keine Besserung eintreten, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig. Maximal drei Wochen anwenden.

Hafer für schöne Haut:

Das Getreide liefert vor allem viele Vitamine der Gruppe B sowie Kupfer – diese Kombi kräftigt die Haut. Drei bis vier lösliche Haferflocken mit drei bis vier Esslöffeln Buttermilch verrühren, fünf Minuten ruhen lassen und auf das gereinigte Gesicht auftragen. Nach fünf Minuten mit Wasser abnehmen.
Ingwer für das Immunsystem:

Der Wunderknolle wird eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, außerdem kommt sie aufgrund ihrer Inhaltsstoffe oft zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten zum Einsatz. Ein daumengroßes Stück schälen, in Scheiben schneiden und mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und über den Tag verteilt trinken!

Johanniskraut bei Stimmungs­tiefs:

Es wird gegen Nervosität, Unruhe und depressive Stimmungen eingesetzt: Zwei Esslöffel getrocknetes Kraut mit 150 ml Wasser übergießen, fünf bis zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Zweimal täglich trinken!

Kardamom bei Magenproblemen:
Ein bis zwei Kardamom-Kapseln zerstoßen und mit 150 ml kochendem Wasser übergießen. Fünf Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Wirkt verdauungsfördernd, hilft gegen Blähungenund verbessert die Fettverdauung. Das Kauen der Samen erfrischt außerdem den Atem.

Lavendel für guten Schlaf:

In der Aromatherapie wird Lavendel vor allem gegen Stress, Migräne und Schlaf­beschwerden eingesetzt. Zwei Esslöffel getrocknete Lavendelblüten mit einem Liter Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen und ins Badewasser geben!
Mistel zur Blutdruckregulierung:

Einen Teelöffel getrocknetes Kraut mit 150 ml kaltem Wasser übergießen und vier bis sechs Stunden ziehen lassen. Abseihen, leicht erwärmen und in kleinen Schlucken trinken. Lektine wirken blutdrucksenkend!
Oregano bei Halsschmerzen:

Die Volksmedizin verwendet Oregano als schleimlösendes Heilmittel bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen. Einen Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Abseihen und damit gurgeln.

Paprika für gesunde Zellen:

Paprika stärkt das Immunsystem und Antioxidantien schützen die Zellen vor freien Radikalen. Wegen des hohen Kalziumgehalts tut Paprika auch Knochen und Gelenken gut.
Quecken gegen Reizhusten:

Zwei Teelöffel der getrockneten und zerkleinerten Wurzel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.
Rose bei Kopfweh:

Einen Teelöffel getrocknete Blüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen und trinken. Lindert auch Zahnschmerzen!
Soja bei hohem Cholesterin:

Es ist bewiesen, dass Soja ein natürlicher Cholesterin-Senker ist. Ideal wären 50 Gramm Soja am Tag oder täglich ein Liter Sojamilch. Das enthaltene Lecithin hilft Gefäßverkalkungen vorzubeugen, außerdem wird das schlechte LDL-Cholesterin um bis zu 20 mg/dl gesenkt.
Tausendgülden­kraut bei Verdauungsbeschwerden:

Eine Messerspitze des Krauts mit 150 ml ­kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und dreimal täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse trinken.
Thymian bei Husten:
Einen Teelöffel getrocknete Blätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Täglich vier Tassen davon trinken – das darin enthaltene ätherische Öl löst festsitzenden Husten.
Walnuss für das Herz:

Dank Mineralien, Vitamin E und dem höchsten Omega-3-Fettsäuren-Gehalt aller Nüsse beugen täglich 40 g oder sieben Walnüsse Herz-Kreislauf-Erkrankungen effektiv vor. Sie enthalten doppelt so viele Antioxidantien wie andere Nussarten und machen zudem nicht dick. Wichtig ist es, Walnüsse und andere Nüsse roh zu knabbern, denn Rösten und Erhitzen beeinträchtigt die Wirkung der Antioxidantien.
Wermut bei Appetitlosigkeit:

Die Heilpflanze regt die Magensäureproduktion an und löst Krämpfe im Magen-Darm-Bereich. Außerdem regt sie den Appetit an und hilft bei Völlegefühl und Blähungen. Eine Messerspitze des Krauts mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und drei Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen, je eine Tasse 30 Minuten vor der Mahlzeit trinken!

Zaubernuss bei Hautproblemen:

Der hohe Gehalt an Gerbstoffen wirkt sich positiv auf die Haut aus. Extrakte der Zaubernuss wirken antibakteriell, antiviral sowie antioxidativ. Ein bis zwei Teelöffel Blätter oder Rinde mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und ein Tuch darin tränken. Als Umschlag auflegen.

Zitronenmelisse bei Schlafstörungen:


Hilft bei nervös bedingten Einschlafstörungen: den ätherischen Ölen wird außerdem eine krampf­lösende und beruhigende Wirkung zugesprochen. Eine Handvoll frisch gewaschene Blätter mit 500 ml heißem Wasser übergießen, zehn
Minuten ziehen lassen, abseihen und dreimal täglich
trinken.

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