10 Schritte zu mehr Selbstvertrauen

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10 Schritte zu mehr Selbstvertrauen

Bewundern Sie andere für deren offenes Auftreten? Das können Sie auch!

Sind Sie stolz auf das, was Sie bislang erreicht haben? Oder zweifeln Sie an Ihren Fähigkeiten? Nun: Psychologen zufolge tun sich speziell Frauen damit schwer, sich einmalig oder großartig zu finden.

Nicht gut genug. Und damit ist nicht etwa von Mauerblümchen oder grauen Mäuschen die Rede – sondern von objektiv erfolgreichen Frauen. Doch was ihnen gelingt – beruflich wie privat –, verbinden diese Frauen gedanklich nicht mit ihrem persönlichen Einsatz, sondern gehen davon aus, dass sie lediglich „von glücklichen Umständen“ profitiert haben. In ihrem Ratgeber Selbstvertrauen stärken und ausstrahlen (Kreuz Verlag) spricht die Hamburger Psychologin Dr. Eva Wlodarek vom „Scharlatan-Syndrom“: Eine innere Haltung, die Selbstmisstrauen sät, wo eigentlich viel Selbstvertrauen zu ernten wäre. Die Ursachen dafür liegen meist in der Vergangenheit.

Was bedeutet..... 1/3
.....Selbstvertrauen?
Voraussetzung für Wohlbefinden
Selbstvertrauen haben bedeutet, wir haben Vertrauen in uns, unsere Kräfte und Fähigkeiten. Nur mit einem gesunden Selbstvertrauen können wir Kritik annehmen, uns wehren, unsere Meinung sagen, auf andere zugehen, Kontakte knüpfen und unsere Fähigkeiten nutzen. Ein gesundes Selbstvertrauen ist eine wichtige Voraussetzung für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden.

Lohnend ist ein gutes Maß an Selbstvertrauen allemal: „Wer es hat, kann darauf vertrauen, dass immer Hilfe da ist, wenn man sie wirklich braucht. Und ist keine Unterstützung da, dann weiß ich, dass ich es irgendwie auch alleine schaffe. Und dass genau das mich stärker machen wird“, erklärt die Wiener Psychologin Sabine Standenat (siehe Interview unten).

Selbstwert und Selbstvertrauen – beides können Sie stärken, indem Sie diese zehn Schritte befolgen:

10 Schritte zu mehr Selbstbewusstsein 1/10
1. Mit kleinen Schritten beginnen!
Lächel-Trick. Lächeln Sie sich immer wieder im Spiegel an. Wenn das vorerst nicht klappt, nehmen Sie Ihre Mundwinkel mit den Fingern und ziehen Sie sie nach oben. Wetten, dass Sie dann lachen müssen?

"Es ist so wichtig, sich wertzuschätzen!"

Mag. Sabine Standenat ist Klinische Psychologin in Wien. Ihre Themenschwerpunkte sind u. a. Selbstliebe und Selbstvertrauen. 

Warum ist Selbstvertrauen so wichtig?
Sabine Standenat:
Weil es vor allem bedeutet, dass ich mir ein Leben schaffen kann, das im Großen meinen Wünschen entspricht. Dass ich mit Herausforderungen umgehen und Misserfolge oder Krisen als Chance ­sehen kann. Aber auch, dass ich weiß, dass ich nie perfekt sein werde
und dass manchmal auch 70 Prozent ausreichen.


Wie merke ich, dass ich wenig Selbstvertrauen habe?
Sabine Standenat:
Wer zu wenig Selbstvertrauen hat, neigt zu übertriebenen Selbstzweifeln, wertet sich ständig ab und stellt hohe Perfektionsansprüche an sich, die natürlich nie zu erfüllen sind.

Aber ist es nicht gut, sich die Latte hoch zu legen?
Standenat
: Nur wenn man in keine Krise fällt, wenn man seine Ziele nicht erreicht. Wem es an Selbstvertrauen mangelt, der sieht sich dann ja als Versager, traut sich nichts mehr zu und nützt daher gute Chancen nicht. Er hält sich auch für dumm und/oder unattraktiv – das betrifft gerade oft sehr hübsche Frauen.


Aber wenn man Fehler macht, ist es doch logisch, dass man sich danach nicht gerade super fühlt …
Standenat:
Eigene Fehler sind immer auch eine Wachstumschance. Fehlt mir aber ­genügend Selbstvertrauen, empfinde ich Fehler als per­sönliches Drama. Notwendige Entscheidungen werden zu unüberwindlichen Hindernissen. Man beugt sich jeder sogenannten Autorität und ist anfällig für „Gurus“. Dazu kommen meist große Konfliktängste. Die Menschen neigen auch dazu, sich von anderen ausnutzen zu lassen.


Sind wenig selbstbewusste Menschen auch weniger erfolgreich?
Standenat:
Gar nicht. Aber sie können sich über die eigenen Erfolge nicht wirklich freuen, sondern sehen sie entweder als selbstverständlich oder als Glücksfall. Misserfolge hingegen sind ein Beweis für die eigene Unfähigkeit, von der man ohnedies überzeugt ist. Interessant ist, dass auch ­Menschen mit großen äußeren Erfolgen oft erstaunlich wenig Selbstvertrauen haben.


Haben Frauen weniger Selbstvertrauen als Männer?
Standenat:
Natürlich gibt es auch  Männer mit zu geringem Selbstwert. Aber meiner Erfahrung nach stellen Frauen sich mehr infrage als Männer. Auffällig ist, dass sehr oft ­Frauen, die privat und beruflich Unglaubliches leisten, trotzdem wenig Selbstvertrauen ­haben.


Warum fällt es gerade Frauen so schwer, sich selbst zu loben?
Standenat:
Die meisten ­haben gehört, dass „Eigenlob stinkt“. Es ist also irgendwie nicht in Ordnung, sich selbst gut zu finden und das auch zu äußern. Das wurde von den ­Eltern vermittelt und daran hat sich auch heute nur in Einzel­fällen etwas geändert. Außerdem legen sich viele die Latte so hoch, dass sie „nie gut genug“ sind, um sich zu loben. Damit setzen sie die Missachtung der eigenen Person weiter fort. Dabei ist es so wichtig, sich selbst wertzuschätzen. Es geht nicht um kritiklose Selbstbeweihräucherung, sondern darum, tolle Dinge an sich selbst wahrzunehmen und zu honorieren.