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Männer-Mythen beim Sex: Was ist dran?

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Männer sehen Berührungen als Zeichen für Sex
Da ist was dran: Während Frauen eine simple Berührung, einen Kuss oder Wärme eher als Zeichen der Zuneigung einstezen und interpretieren, berühren Männer eher dann, um sobald wie möglich zur Sache zu kommen. Laut Sexualtherapeut Bernie Zilbergeld sollen zwar auch Männer das Bedürfnis nach Berührung als Form der übermittelten Geborgenheit haben, verdrängen dieses aber eher.

Guter Sex muss spontan sein
Dieser Gedanke ist immer noch bei vielen Männern vertreten: "Es muss spontan und feurig zur Sache gehen!" Muss es aber gar nicht. Laut Zilbergeld bestehe bei vielen Menschen nach wie vor "ein Fantasiebild von selbstverständlichem Einklang und Harmonie der beiden Körper". Geplanter Sex muss keinesfalls schlechter sein als spontaner Sex - wichtig ist in beiden Fällen, dass beide Partner sich der Wünsche des anderen bewusst sind und diese aufeinander abstimmen können - ob spontan oder geplant ist dabei weniger wichtig.

Männer wollen immer und überall
Dieser Mythos setzt Männern am meisten zu: das Bild von einem Mann, der immer und überall potent ist lässt Männer, die vor lauter Aufregung beim ersten Sex mit der neuen Partnerin zum Beispiel eine Erektionsstörung haben in ein tiefes Loch fallen. "Um den Schein des Immer-Wollens zu wahren, haben manche Männer sexuelle Kontakte, obwohl ihnen in Wirklichkeit der Sinn nach etwas ganz anderem steht."

Ein Mann ist ein Mann, wenn er zeigt was er kann?
Tatsächlich denken Männer oft, dass es sich beim Geschelchtsverkehr um ein äußerst wichtiges Fußballmatch handelt: Leistung, Dauer des Geschlechtsverkehr, Anzahl der Orgasmen werden auf einer imaginären Leistungsskala bewertet. Der Druck etwas beweisen zu müssen spielt dabei eine große Rolle - wie beim Sport geht es ihnen dabei oft um Qaulfiizierung oder Disqualifizierung und der Orgasmus der Frau gilt als DER Torschuss schlechthin.

Ohne Orgasmus war das alles nix
Ein weiterer Mythos der sich bestätigt: Auch hier spielt der Leistungsdruck die Hauptrolle. Das Vorspiel und viele Schmusen ist auf das eine Ziel ausgerichtet: Die Frau muss kommen, sonst war all die Mühe umsonst. Leider wird damit nur der Kontra-Effekt ausgelöst. Einer Studie zufolge sind außerdem viele Frauen auch dann mit ihrem Sex-Leben zufrieden, wenn sie nicht immer zum Orgasmus kommen. Genuss und Hingabe sind der Schlüssel, der Orgasmus sollte dabei nicht als einziges Kriterium für guten Sex fungieren.