Woldrich erklärt die Männer-Welt

„Artgerechte Männerhaltung“

Woldrich erklärt die Männer-Welt

Artgerechte Männerhaltung heißt das neue Buch von Karlich-Psychologin Isabella Woldrich. Sie hält, was der Titel verspricht...

(c) Ueberreuter VerlagJa, Männer sind wie Hunde, bestätigt Moderatorin Barbara Karlich in ihrem Vorwort: „Abgesehen davon, dass sie mit dem Schwanz wedeln, wenn man sie streichelt, markieren sie als Stehpinkler ihr Revier.“ Wer die ersten Zeilen von Isabella Woldrichs Buch Artgerechte Männerhaltung (ab 26. 1. erhältlich) liest, ist zunächst perplex.

Dass es die Psychologin – bekannt als Expertin in der Barbara-Karlich-Show – mit ihrer Theorie, Frauen müssen lernen, mit Männern richtig umzugehen, jedoch todernst meint, wird schnell klar. „Ich wollte das Ganze mit etwas Ironie rüberbringen“, erklärt die 37-Jährige. Und das gelang der Linzerin, die die Männerwelt in Rassen wie Dobermänner, Pitbulls oder Schoßhündchen einteilt und die vor allem Frauen helfen will. „Viele wollen Golden Retriever, aber verlieben sich in Dobermänner“, analysiert Woldrich. MADONNA traf die Single-Frau zum humorvollen Interview über ein humorvolles Werk.

Frau Woldrich, Sie schreiben von Schoßhündchen und Dobermännern“ – was macht Sie zur Hundeflüsterin?
Isabella Woldrich:
Dass ich das so in meinem Buch formuliere, ist ja nicht böse gemeint (lacht). Aber ich denke, der Vergleich passt sehr gut. Ich habe als Psychologin jahrelang die Probleme von Paaren analysiert und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass viele Probleme gar nicht sein müssten. Man muss nur ein paar Tricks kennen, um richtig zu kommunizieren, dann würde man sich viel Kummer ersparen.

Verraten Sie uns einen dieser Tricks?
Woldrich:
Zum Beispiel ist das Männchen gerne der ritterliche Held, der bewundert werden will. Deshalb muss er auch gelobt und nicht nur kritisiert werden. Denn: Nur wenn er merkt, dass er sie beeindrucken kann, wird er das wieder tun. Ansonsten kapituliert er, und tut nichts mehr.

Schreiben Sie auch darüber, wann man seinen „treuen Wegbegleiter“ vielleicht doch „aussetzen“ sollte?
Woldrich:
Ja, im Kapitel „Ab wann Sie Ihr Männchen in die Wüste schicken sollten“. Dieser Zeitpunkt ist dann erreicht, wenn man die kleinen Missverständnisse des Alltags nicht mehr durch Kommunikation ausräumen kann. Und man den Funken, der das Feuer einst entfachte, nicht mehr findet. Ganz wichtig für eine neue Beziehung: Tun Sie ihr den Gefallen und lernen Sie aus Ihrer alten Beziehung!

Sie selbst sind Single – wieso?
Woldrich:
Ich habe alle Arten von Beziehungen hinter mir, kann also durchaus auch aus persönlicher Erfahrung sprechen. Zurzeit lebe ich ein glückliches Single-Dasein – über das ich auch schreibe.

Warum gibt es heutzutage immer mehr Singles?
Woldrich:
Zu jedem Topf gibt es einen Deckel. Aber wir leben in einer Zeit, in der der Deckel, wenn er nicht tausendprozentig passt, gleich wieder weggelegt wird. Die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, wird immer geringer. Einerseits ein Vorteil, aber manchmal auch ein Nachteil.

Ihr Vorwort hat Barbara Karlich verfasst, das Nachwort „Dancing Star“ Dorian Steidl.
Woldrich:
Ja, ich fand die beiden stellen perfekt Weiblichkeit und Männlichkeit dar. Barbara, das Vollweib. Und Dorian, der Wunsch-Schwiegersohn mit Ecken und Kanten, der von sich selbst noch nicht weiß, ob er sich als Schoßhündchen oder als wilder Dobermann sieht (lacht).