Wer ist nach der Scheidung glücklicher?

Mann oder Frau

Wer ist nach der Scheidung glücklicher?

Studie: Wer bereut die Trennung und wer ist danach froh, den Schritt gewagt zu haben?

Egal ob man sich im Guten trennt oder die Fetzen fliegen: Scheidungen sind für alle Beteiligten - Mann, Frau und Kinder - niemals einfach. Schuldzuweisungen sind, wie eine Studie nun zeigt, eher bei den Frauen ein psychologischer Mechanismus, um mit dem Beziehungs-Aus umzugehen. Während 64% aller geschiedenen Ehefrauen den Mann für die Trennung verantwortlich machen, geben nur 44 % der Männer ihrer Ex die Schuld. Experten vermuten, dass Geschlechterstereotypen dahinterstecken. Während Männer es als 'unmännlich' bewerten, der Frau die Schuld in die Schuhe zu schieben, hilft es Frauen bei der Trauerarbeit, sich von Selbstvorwürfen zu befreien.

Wer ist glücklicher?
2000 Frauen und Männer, die sich scheiden ließen, wurde befragt, ob sie diesen Schritt bereuen. 73% aller weiblichen Studienteilnehmer gaben an, dass sie froh darüber sind, einen Schlussstrich gesetzt zu haben. Bei den Männern waren es 61%, die rückblickend die Trennung als richtige Entscheidung werten. Dreiviertel aller Frauen gaben an, lieber alleine, als zufriedener Single zu leben denn in einer unglücklichen Ehe. Nur 58% der befragten Männer waren derselben Meinung.

Psychologen glauben, dass Männer, die in einer festen Partnerschaft gelebt haben, größere Schwierigkeiten damit haben, sich von der gewohnten Lebensweise zu verabschieden. Viele fürchten die Veränderung und bevorzugen es, eine unzufriedenstellende Beziehungskonstellation fortzuführen. Frauen hingegen ist persönliches Glück wichtiger als die Institution der Ehe. Eine Änderung der Lebensumstände bereitet ihnen weniger Angst als Männern.

Beziehungs-Tipps 1/4
Geheimnis 1: Wer weniger erwartet, bekommt mehr!

Ein gemeinsames Merkmal der glücklichen Paare aus meiner Studie ist, dass sie gelernt haben, realistische Erwartungen an ihren Partner und die Beziehung zu stellen. Es ist entscheidend, dass man unrealistische Erwartungen – also solche, die selten erfüllt werden und dann zu Frust, Ärger, Traurigkeit, Verletzungen und anderen negativen Gefühlen führen – in realistischere verwandelt, die auch erfüllt werden.Glauben Sie nicht länger an Mythen! 

Sich von allgemeinen Ansichten über Beziehungen freizumachen, ist nicht einfach. Manche davon sind seit unserer Kindheit in unseren Köpfen verankert (Spielfilme, Liebesromane, Auf und Ab in der Ehe Ihrer Eltern etc.). Machen Sie sich klar, welche Erwartungen Sie an Ihren Partner stellen und welche Ihr Partner an Sie stellt. Untersuchungen belegen, dass glücklichen Paaren vollkommen bewusst ist, was der Partner jeweils von der Beziehung erwartet.