Weniger Hochzeiten

Rückgang

Weniger Hochzeiten

Die Leidenschaft für König Fußball hat ganz offensichtlich zu einer Flaute bei den heimischen Standesämtern geführt.

(c) sxcIm Juni - während der EURO - hat es in ganz Österreich um 18,9 Prozent weniger Eheschließungen gegeben als im Vorjahr, so die Statistik Austria. Grund für den drastischen Rückgang könnte allerdings auch der 8. August gewesen sein. Den "Glückstag" mit der Zahlenkombination 08.08.08 hatten viele Paare möglicherweise für einen Hochzeitstermin abgewartet.

Trend zu weniger Eheschließungen
Der Trend zu immer weniger Eheschließungen ist nichts Neues. Seit 2005 sind die Zahlen laut Statistik Austria rückläufig. Einen plötzlichen und so enormen Rückgang wie im Juni gab es im Halbjahresvergleich allerdings nicht. Von Jänner bis einschließlich Juni 2008 fanden insgesamt 15.043 Trauungen statt - im Vergleich mit 2007 ist das lediglich ein Minus von 2,2 Prozent. Im zweiten Quartal betrug der Rückgang nur 0,8 Prozent.

Hochzeitsmuffel
Hochzeitsmuffel gab es vor allem in Wien und im Burgenland. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde dort ein Rückgang von 5,4 bzw. 5,2 Prozent verzeichnet. Auch in der Steiermark (minus 3,9 Prozent), im Burgenland (minus 3,5 Prozent) sowie in Salzburg (minus 2,6 Prozent) wurde weniger geheiratet.

Ja-Sager
Öfter als im vergangenen Jahr schritten hingegen die Kärntner zum Traualter - die Zahl der Eheschließungen nahm in dem Bundesland um 1,0 Prozent zu. In Oberösterreich und Niederösterreich (plus 0,1 Prozent) sowie in Tirol (plus/minus 0,0 Prozent) hatten die Standesämter etwa gleich viel zu tun wie im Jahr zuvor. Die meisten Hochzeiten fanden in Wien, Nieder- und Oberösterreich statt.