Streiten stresst Männer mehr

Studie

Streiten stresst Männer mehr

Wenn zwei sich streiten – setzt es dem Mann mehr zu als der Frau, wie eine Studie nun beweist.

Es mag zwar so wirken, als würde sie nichts berühren und aus der Ruhe bringen wenn man mit ihnen streitet, doch Männer nagen tatsächlich mehr an einem Streit , als Frauen.

Amerikanische Forscher der Penn State University führten eine Studie zum Thema Streitgespräche durch und stellten fest: das Stresslevel steigt bei Männern während einem Streit deutlich mehr an, als bei Frauen.

Blutproben
Grundgedanke bei der Studie war es eigentlich herauszufinden wie sehr eine Schwangerschaft ein Paar stresst. Dazu wurden 182 Paare, die ein Kind erwarteten, dazu gebeten zuhause Diskussionen oder Streitgespräche mit Videokamera aufzunehmen. Zuerst sollten sie über Dinge, die nichts mit der Beziehung zu tun haben, diskutieren, im zweiten Teil  dann über Probleme in der Partnerschaft. Vor und kurz nach den Diskussionen wurde den Teilnehmern Blut abgenommen, um das Level des Stresshormons Cortisol zu messen.

Resultat: bei Männern wurde viel mehr Cortisol im Blut nachgewiesen, als bei Frauen. Auch nach dem Streit brauchten sie länger als Frauen um wieder auf das „Normallevel“ zu kommen. Sogar weniger stressresistente und ängstliche Frauen erholten sich schneller von einem Streit als Männer.

Studienleiter Mark Feinberg ist sich sicher: „Für Männer sind Gespräche über Probleme in der Beziehung höchst stressig – Frauen hingegen empfinden solche Gespräche als befreiend und sind danach der Meinung, die Partnerschaft sei gestärkt worden.“