Stehen sie auf Lumbersexuals?

Neuer Männertyp

Stehen sie auf Lumbersexuals?

Metrosexuals waren einmal! Lumbersexual heißt der neue, begehrte Männertyp.

Sie tragen weite, karierte Hemden, gerne aus Flanell. Dem Rasieren haben sie schon lange abgeschworen. Boots - gerne von Timberland oder Doc Martens - und Tattoos machen den Look perfekt. Sie sehen aus, als würden sie gerade aus dem Wald kommen, wo sie frisches Holz für den Kamin geschlagen und Wild für's Abendessen erlegt haben, doch tatsächlich arbeiten sie in den Bereichen Marketing, Social Media PR, Werbung, eigentlich alles was mit Medien und Nerds zu tun hat. Ihre Rucksäcke sehen aus, als wäre darin eine Thermoskanne mit Tee und eine Axt für den Wald versteckt, doch eigentlich beinhaltet er ein iPhone und das neueste MacBook. Er sieht aus, als würde er nur rohes Fleisch essen, er ist aber einem veganen Linsencurry nicht abgeneigt.
Er ist der neueste Trend am Männerhimmel.
Dürfen wir vorstellen: Der Lumbersexual!

Vorbei sind die Zeiten, als Skinnyjeans, Herrenhemd, dünne Krawatte und ein perfekt gepflegtes, glattrasiertes Gesicht dem gängigen Männer-Schönheitsideal entsprachen. Die Metrosexuellen können einpacken, ihr Look war der der Nullerjahre, der Lumbersexual ist der Mann der Zukunft.

Mit Emanzipation wächst Männlichkeit
In einer Zeit, in der klassische Beziehungsrollen aufgehoben wurden und Frauen damit beschäftigt sind, ihre eigenen Drachen zu erlegen und Diamanten zu kaufen, ist die Zeit für ein neues, starkes Männerbild gekommen. Mit der Emanzipation muss auch die Männlichkeit wachsen, und es scheint, als wäre es endlich soweit. Dass das Rollenvorbild dabei gerade der Holzhacker und Jäger aus dem Wald ist, ist nicht weiter verwunderlich.
Schon Schneewittchen hat ihr Leben und ihr Glück einem Jäger und Förster zu verdanken! Gut, der Prinz hat sie vielleicht wach geküsst, aber der Jäger, der sie auf Befehl der Königin eigentlich töten sollte, der hat sie verschont. Er ließ sie laufen, und log für sie, damit sie in Sicherheit leben konnte.
Ja, der eigentliche Held ist auch hier der Mann des Waldes. Er weiß, dass es besser ist, Frauen ihre Freiheit zu lassen und ihnen den Rücken zu stärken, anstatt Leichen in Glassärgen zu küssen.

Stark genug für starke Frauen
Der moderne Mann, der Lumbersexual, der weiß das auch. Er gibt das Bild des starken, harten Kerls, hat aber den weichen Kern, den wir Frauen brauchen. Er ist da, er stärkt uns den Rücken und er weiß, dass wir ihn eigentlich nicht brauchen, aber das wir ihn unbedingt wollen.
Er muss kein Wild mehr erlegen (Frauen kaufen ihren Pelz inzwischen selber), aber er hilft dabei, eigene Beute zu jagen.  Er ist stark genug für eine starke Frau.
Und wenn der Moment kommt, wo die moderne Frau doch hilflos ist - Stichwort moderne Technik - ist er doch der Förster-Nerd auf dem weißen Ross, der alle Probleme lösen kann.