Sex

Der große Sexreport

So liebt Österreich

Was sind unsere Vorlieben im Bett? Wie wichtig ist uns Treue? Welche Unterschiede gibt es in den Bundesländern? Plus: Was MADONNA-Leserinnen über Sex wirklich denken.  

Von der Hauptstadt bis ins Land: Wer von uns treibt es am meisten und am buntesten?
 Wer experimentiert gerne, wer mag es lieber kuschelig? In unserem großen Sexreport gehen wir auch den gängigsten Vorurteilen auf den Grund. Sind Vorarlberger wirklich prüde und die Wiener am wildesten? Die größte österreichische TV-Studie, die zu diesem Thema durchgeführt wurde, wurde von Puls4 bei Marketagent in Auftrag gegeben. Mehr als 400 Interviews wurden zum Thema Sex geführt.
 
Bundesländer-Überblick
Starke Unterschiede zeigen sich zwischen Osten und Westen sowie zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. Während die Wiener auf die meisten Sexualpartner kommen, hatten in Oberösterreich 7,4 Prozent der über 18-Jährigen noch gar keinen Sex. Den Tirolerinnen ist die Beschaffenheit des männlichen Gliedes wesentlich wichtiger als den Steirerinnen. Mit ihrem Sexleben am wenigsten zufrieden sind die Burgenländer. Sie sind auch Vorreiter im Orgasmusvortäuschen. Und in Sachen Treue? In Salzburg haben bereits mehr als 40 Prozent ihren Partner betrogen. Auch 40 Prozent der Männer haben schon einmal käufliche Liebe in Anspruch genommen – jeder Zweite davon war zeitgleich in einer festen Beziehung. 

Zufriedenheit mit dem Sex
In puncto sexueller Zufriedenheit ergeben sich zwischen Westen und Osten deutliche Unterschiede. So finden in Tirol 4 von 10 ihr Sexleben sehr erfüllend. Im Burgenland sind es nur 2 von 10 Befragten. 65 Prozent aller ÖsterreicherInnen gaben an, mit ihrem Sexleben im Reinen zu sein (Österreich liegt hier knapp vor Deutschland – 64 Prozent). 
 
Wie wichtig ist der Orgasmus?
Während zwei Drittel aller Männer immer einen Höhepunkt erreichen, geht es nur 3 von 10 Frauen so. Doch nicht alle Frauen leiden darunter. Fast die Hälfte meint, es kommt nicht immer nur auf den Höhepunkt an, wenn es leidenschaftlich ist. Claudia Winter, Sexual-coach und Tantratrainerin, behauptet: „Jede Frau kann einen Orgasmus bekommen oder ihn erlernen, z. B. durch eine angeleitete Masturbation. Im Grunde ist es wie Radfahren, einmal erlernt, und man kann es immer.“ Beim Vortäuschen hat das weibliche Geschlecht übrigens deutlich die Nase vorne. Im Burgenland sind es sogar 7 % der Frauen, die es regelmäßig tun. 
Die entscheidende Größe. Männer bevorzugen große Brüste, Frauen einen gut bestückten Mann. Entspricht das der Realität? 
Nicht wirklich, meinen Experten. In erster Linie ist die Penisgröße für den Mann viel entscheidender, als für die Frau. Gut bestückte Männer fühlen sich sexuell potenter. Für Frauen ist die Dicke des Gliedes (mehr Stimulation) wichtiger als die Größe. 
Studienergebnisse zeigen jedoch, dass für lediglich 2 von 10 Frauen die Größe überhaupt wichtig ist. Für jede 10. Tiroler Frau ist sie hingegen ausschlaggebend. In der Steiermark finden nur 2,6 Prozent die Maße entscheidend. Übrigens: Der österreichische Penis ist im Durchschnitt im erigierten Zustand 12 bis 17 cm lang. 
 
Experimentierfreudigkeit.
Um die Lust zu steigern, greifen fast 25 Prozent der Frauen zu Sex-Utensilien, wie Fesseln Augenbinden oder Handschellen. Fast 50 Prozent des weiblichen Geschlechts sagen auch von sich selbst, eher experimentfreudig zu sein. Aber was törnt uns im Bett am meisten an? 
Ganz oben auf der Liste stehen Dessous, das finden sowohl Männer als auch Frauen erotisch. 9 Prozent der Frauen finden ihren Mann im Anzug heiß. Massageöle und diverses Spielzeug folgen erst dann.
 
Casual Dating.
Verabredungen mit einem erotischen Hintergrund, jedoch ohne Verpflichtungen – diese Art von Liebe wird immer beliebter. 
Im Vorjahr ermittelte eine Studie der Casual-Dating-Plattform C-date.at die fünf größten Casual-Dating-Hochburgen Österreichs: Wien steht an der Spitze und treibt es laut Studie am wildesten. Sexpraktiken mit dominanter und devoter Rollenverteilung stehen im Fokus. Bondage und Sado-Maso ist hier kein Fremdwort. In Oberösterreich gehört Sex an speziellen Orten zu den meistgewählten Vorlieben. Dicht hinter den Oberösterreichern liegt Salzburg. Diese stehen im Bett mehrheitlich auf Oralsex und Sexspielzeug. Gesucht wird aber eine langfristige Beziehung. 
Kuschelsex hat in der Steiermark höchste Priorität, aber einer Freundschaft mit gewissen Extras wären viele nicht abgeneigt. Tirol bildet zwar das Schlusslicht der Casual-Dating-Hochburgen, liefert jedoch die pikantesten Ergebnisse: Rollenspiele, flotte Dreier und sinnliche Abenteuer.
 
Sextoys hoch im Kurs.
Um mehr Pepp ins Schlafzimmer  zu bringen, werden Sextoys bevorzugt. 43 Prozent der ÖsterreicherInnen greifen auf Sex-Spielzeug zurück. Im Vergleich zu Deutschland sind das 10 Prozent mehr. Das ergab „Der große Durex-Sexreport“, durchgeführt von Censuswide. 
 
Treue.
Was unter Untreue verstanden wird, ist zwar unterschiedlich, dennoch wünschen sich 84 Prozent der Singles einen treuen Partner. Besonders spannend: Während für 22 Prozent der Männer schon Fremdflirten zur Untreue zählt, denken nur 11 Prozent der Frauen so. Ein Kuss ist für 30 Prozent der ÖsterreicherInnen Betrug. 11 Prozent definieren Untreue mit einer Affäre oder 29 Prozent mit Sexualverkehr. 
Die Motive fürs Fremdgehen: „Etwas passt nicht in der Beziehung“, „Langeweile im Alltag“ und „emotionale Distanz zum eigenen Partner“. Die PARSHIP-Psychologin Caroline Erb erklärt: „Eine langfristige glückliche Beziehung zeichnet sich dadurch aus, dass man sich ausreichend Zeit zu zweit nimmt, viel miteinander redet und sich für die Bedürfnisse des Partners interessiert.“ 

Die wichtigsten Zutaten einer guten Beziehung.
Sieben von zehn ÖsterreicherInnen befinden sich in einer Beziehung. Das ergab eine Parship-Studie. 60 Prozent der Paare sind schon mehr als 10 Jahre zusammen. In Kärnten dauern 70 Prozent der Partnerschaften länger als 10 Jahre, in Wien gilt  das lediglich für 51 Prozent. Liebe, Treue und Ehrlichkeit sind der Schlüssel für eine Beziehung, ein erfülltes Sexleben ist nur zu 26 Prozent beteiligt. Die meisten Pärchen finden wir in Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten (75 Prozent), die wenigsten in Wien und Salzburg (64 Prozent). 

Online-Test-Ergebnisse. Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich mehr Sex, wobei zweimal in der Woche reicht. Hierbei werden Doggy-
Style und die Missionars-stellung bevorzugt. Zum Orgasmus kommen ohne Nachhelfen mehr als 70 Prozent – lediglich 19 Prozent täuschen den Orgasmus ab und zu vor. Die Mehrheit legt auch mit Partner gerne selbst Hand an. Pornos würden sich Frauen mit ihren Männern nur zu 18 Prozent ansehen. Fast 40 Prozent wären Online-Bekanntschaften nicht abgeneigt. Mehr als die Hälfte hat auch nichts gegen One-Night-Stands. Treue gilt als wichtigste Grundlage für eine Beziehung.
 
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