Leserinnen-Aktion

Sinnliche Geschichten

26.08.2011


Hunderte MADONNA-Leserinnen haben uns ihre schönste Erotik-Geschichte geschrieben. Wir präsentieren Ihnen eine erste Auswahl.

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Hunderte Mails erreichten die MADONNA-Redaktion seit der letzten Ausgabe, in der wir Sie gebeten hatten, uns Ihre erotische Geschichte zu schicken. Hunderte Essays gingen ein. Geschichten voller Sinnlichkeit, Lust und Erotik. Geschichten, von denen Bestseller-Autorin Charlotte Roche – sie hat mit ihrem neuen, äußerst freizügigen Roman Schoßgebete für eine heftige Sex-Diskussion gesorgt – noch etwas lernen könnte. Denn eines hat die große MADONNA- Leserinnen-Aktion klar zum Ausdruck gebracht: Die Lust der Frauen ist ungebrochen. Im Gegenteil: Frauen jedes Alters, die uns ihre Liebeserlebnisse schilderten, stehen selbstbewusst und selbstbestimmt zu ihrer Sexualität. Sie nehmen sich, was sie wollen. Sie stehen zu ihrer individuellen Lust und kümmern sich um Befriedigung.

Erfolgs-Aktion
Ähnlich wie auch Charlotte Roche in ihrem neuen Roman über den Sex in der Ehe hemmungslos schreibt, erzählen die MADONNA-Leserinnen von den sinnlichen Stunden ihrer Zweierbeziehung. Worüber wir uns bei MADONNA besonders gefreut haben: Frauen aller Altersklassen haben ihre persönlichen Liebesgeschichten mit uns geteilt und auch von ihrer neu erwachten Lust nach mehrjähriger Ehe berichtet. Besonders stolz machen uns auch die Einsendungen unserer männlichen Leser, die sehr offen und einfühlsam über ihre Lustmomente berichtet haben. Die Namen haben wir aus Datenschutzgründen geändert. Aufgrund des großen Erfolges werden wir die Aktion im nächsten Heft fortsetzen und freuen uns auf weitere Mails an madonna@oe24.at, Betreff „Lovestory“. Dem Gewinner winkt ein Romantikwochenende zu zweit im Liebeshotel Bergerhof.

Ein Kuss veränderte alles
Mit meinen 23 Jahren habe ich in Sachen Sex wahrscheinlich mehr Erfahrung als so manche 40-Jährige. Damit will ich sagen, dass ich schon immer ein riesiger Fan von Sex war. Im Freien, im Auto, an verbotenen und an erlaubten Orten. Ich habe es schon fast überall gemacht. Obwohl ich schon einige Sexualpartner in meinem Leben hatte, will ich doch hinzufügen, dass ich immer sehr vernünftig und verantwortungsbewusst war. Ich habe immer viel Spaß an Sex und keine Scheu, mit den Männern über meine Wünsche zu sprechen. Nun erwarten Sie sicher, dass meine schönste Liebesgeschichte von einem fremden Mann irgendwo an einem ungewöhnlichen Ort handelt. Dem ist aber nicht so. Worauf ich hinaus will: Ich hatte schon wirklich guten Sex, aber für den besten Sex meines Lebens musste ich auf IHN warten. Vor genau 21 Monaten lernte ich ihn kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick – absolut alles an ihm passte. Zwischen uns bestand von Anfang an eine sexuelle Spannung, die kaum zu ertragen war. Jeder Blick, jede noch so flüchtige Berührung, hatte stets etwas Erotisches. Und doch wollte ich nicht sofort mit ihm schlafen. Nicht, um ihn zu ärgern, oder, um es schwerer zu machen, als es ohnehin schon gewesen ist. Ich fühlte mich einfach noch nicht bereit für ihn. Je länger ich wartete, desto größer wurde die Angst. Angst vor Sex? Ich? Sex war eines der Dinge, von denen ich ganz genau wusste, dass ich gut darin war. Aber ich hatte vorher eben noch nie mit jemandem geschlafen, den ich schon so gut kannte, dem ich vertraute, den ich liebte. Das Ganze bereitete mir sogar die eine oder andere schlaflose Nacht. Eines Abends entschloss ich mich, offen und ehrlich mit ihm darüber zu reden. Wir saßen auf dem Bett und ich redete. Er sagte nichts, hörte nur zu. Ich wusste nicht, was ich aus seinem Schweigen schließen sollte, also wurde ich nur noch unruhiger und verunsicherter. Selbst als ich fertig war, sagte er kein Wort. Stattdessen beugte er sich vor und gab mir einen Kuss auf die Nase. Selbst wenn es nur ein winzig kleiner Kuss war, er veränderte alles. Irgendwas in mir erwachte plötzlich und ich erkannte, dass ich mich bei diesem Mann vor rein gar nichts fürchten musste. Wir waren zu diesem Zeitpunkt drei Monate und 17 Tage zusammen und überglücklich. Dieser Kuss aufs Näschen war der Anfang zu einem neuen Kapitel. Einem Kapitel, das mich noch glücklicher machen würde. Wir begannen uns wild zu küssen. Er streichelte mich vom kleinen Zeh angefangen über meine Beine, meinen Po bis hinauf zu meiner Nase. Wir sprachen kein einziges Wort, wir spürten uns nur. Ich verspürte ein starkes Verlangen und wollte ihm nach jeder weiteren Berührung nur noch näher sein. Ich war in einem Rausch aus Lust, Verlangen und Liebe. Einfach alles fühlte sich überragend und erstaunlich neu an. Wir liebten uns stundenlang, bis wir nicht mehr konnten. Diese Nacht war zugleich die schönste und erotischste meines Lebens. Sex ist toll, aber Sex mit jemandem, den man von Herzen liebt, ist einfach unbeschreiblich.
 

Als ich den Verstand verlor...
Was soll ich sagen? Ich habe eben genug von diesen Muttersöhnchen, die Angst haben, eine starke Frau richtig anzupacken! Ich habe keine Lust mehr auf dieses – Achtung Wortwitz – „Rumgeeiere“ ohne jede Kraft dahinter. Kraft, die aussagen sollte: „Ich habe alles unter Kontrolle. Nichts auf der Welt kann dir passieren. Du gehörst mir. Du bist mein, heute Nacht, hier und jetzt.“ Die Sorte Männer, die ich will, übernehmen die Kontrolle, machen mich willenlos und gefügig. Mich, eine starke Frau, die mitten im Leben steht. Alleinerziehend und absolut eigenständig. Dieser Mann legt seinen Arm um mich, mit so einer Kraft und Bestimmtheit, dass meine Knie weich werden und ich gerne die Kontrolle abgebe. Er will mich küssen, doch ich versuche mich zu entziehen. Er nimmt mein Gesicht fest zwischen seine Hände und lässt mir keine Wahl. Er weiß, was er tut. Das Spiel geht weiter. Langsam nähert er sich meinen Lippen, aber nur um sie sanft zu streifen. Ich kann seinen Atem spüren, riechen. Sein Mund wandert zu meinem Ohr, das er ausgiebig liebkost. Er fährt mit seinen Lippen meinen Hals entlang, um mir dann tief, ganz tief in die Augen zu sehen und mich endlich leidenschaftlich zu küssen.
Dieser Mann liebt das Vorspiel genauso sehr wie ich. Er verwöhnt mich, genießt meine Geilheit, die bald so unerträglich wird, dass ich am liebsten winseln würde. Am ganzen Körper werde ich gestreichelt, angeknabbert und massiert. Nur da, genau da, wo es schon so schmerzt, pulsiert, pocht und prickelt, da lässt er mich warten. Ich habe das Gefühl, dass diesen Mann nichts aus der Ruhe bringen kann und es für ihn momentan das Wichtigste ist, mich glücklich zu machen.
Mit festem Druck massiert er die Innenseite meiner Oberschenkel, um dann kurz, ganz kurz, meine bereits vor Lust triefende M... zu berühren. Ich stöhne auf und wünsche mir nichts mehr, als von ihm endlich genommen zu werden. Hart, fest und tief. Und dann – endlich. Ganz langsam darf ich ihn spüren. Das letzte Stück stößt er mit einer Kraft nach, die mir den Atem raubt. Ich fühle mich ausgefüllt. Er sieht mir in die Augen und ich sehe absolutes Begehren. Er nimmt seinen Schwanz und reibt ihn an meiner Klitoris und dazwischen dringt er immer wieder in mich ein. Manchmal langsam und sanft, dann wieder fest und tief. Ich verliere den Verstand. Er erlöst mich. Ich falle. Wahnsinn.
Jetzt freue ich mich auf den Moment, in dem ich zusehen darf, wie er zum ersten Mal schwach wird, in mir kommt und sich dabei fest an mich drückt. Merci!


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