Polyamorie: das neue Beziehungsmodell

Untreue erlaubt!

Polyamorie: das neue Beziehungsmodell

Menschen, die dieses Beziehungsmodell leben, lieben mehrere Menschen gleichzeitig. Das Ende der Monogamie?

Polyamorie? Das klingt irgendwie nach wilden Orgien, Partnertausch und ausschweifendem Sex. Aber Polyamoristen geht es um mehr als nur irgendwelche willkürlichen Bettgeschichten: Sie behaupten, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben.

30 Personen und mehr in manchen Beziehungsgeflechten
Poly heißt mehrfach, Amor steht für Liebe. Für die Mitglieder dieses Liebesmodells stehen nicht nur Sex, sondern vertrauensvolle und langfristige Liebesbeziehungen zu anderen Partnern im Vordergrund. Poyamorie hat mit Fremdgehen nur sehr wenig gemeinsam, da alle Beteiligten mit dem Beziehungsmodell einverstanden sind. Weltweit gibt es schätzungsweise ein paar zehntausend, die die offene Vielweiber- und Vielmännerei leben. 30 Personen und mehr gehören zu manchen Beziehungsgeflechten. Die Liebesbündnisse schließen nicht selten zwei oder drei Generationen ein.

Tilda Swinton ist Polyamoristin
Untreue ist einer der Hauptgründe für Scheidungen in eigentlich monogamen Beziehungen. Monogame Zweierbeziehungen steckten in einem Dilemma: zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und Exklusivität mit dem Partner und der Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer. Oft geht einer dem anderem fremd und damit ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt. Vielleicht ist also das Modell, das auch Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton (52) lebt, gar nicht mal so falsch. Sie ist eine der Wenigen, die öffentlich zugibt, Polyamoristin zu sein. Neben ihrem um 20 Jahre älteren schottischen Lebensgefährten John Byrne, mit dem sie zwei Kinder hat, liebt sie gleichzeitig den deutschen Künstler Sandro Kopp -  Jedem das Seine!

Monogamie: Top 10 der Beziehungskiller 1/10
Platz 1: Unterschiedliche Lebensziele
Kinder, zusammenziehen, heiraten? Dieses Problem ist für viele Paare der häufigste Grund für Streit. 36 Prozent nannten unterschiedliche Vorstellungen von der  gemeinsamen Zukunft als Beziehungsproblem Nummer Eins.