Die Wahrheit über unseren Sex

Sex-Report

Die Wahrheit über unseren Sex

39% der Frauen sind schon einmal fremdgegangen / 30% aller Männer befriedigen sich selbst - täglich ... lesen Sie hier mehr.


(c) GettyEs ist die bisher umfangreichste Sexstudie im deutschsprachigen Raum –und sie enthüllt Erstaunliches: 56.000 Befragte outen schonungslos ihrSexualverhalten. Selbstbefriedigung, Seitensprung, Spaß im Bett – soschaut’s wirklich aus.

ProSieben ortete Aufklärungsbedarf. Und gab die „größte Internet-Sexualstudie“ aller Zeiten in Auftrag. Unter der Schirmherrschaft von Aufklärerlegende Oswalt Kolle entstand daraus die fünf­teilige Dokuserie „Sexreport 2008“, die gestern erstmals ausgestrahlt wurde.
Die Fragen, die anonym via Mausklick beantwortet werden konnten, wurden gemeinsam mit der renommierten Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung erarbeitet. 56.000 Erhebungsbögen mit 200 Fragen wurden ausgefüllt.

Enthüllt wurde Überraschendes. Ganz oben auf der Surprise-Liste: eine kleine weibliche Sex-Revolution ...

  • Frauen gehen häufiger fremd. Das schwache Geschlecht wird öfter schwach. Erstmals überflügeln Frauen die Männer beim Seitensprung. 38,9 % aller Frauen bekannten via anonymen Mausklick: „Ich bin schon mal fremdgegangen“: bei den Männern gaben dies nur 37,1 % zu.
  • 11 Prozent hatten noch nie einen Orgasmus. Die zweite Sensation kann eine Begründung für häufige Seitenspringerei sein: Denn die Frauen sind möglicherweise auf der Suche – nach dem Orgasmus. Erstaunliche 11,1 % (also jede Zehnte!) kam noch nie in den Genuss eines Höhepunkts.
  • 68 % haben Orgasmus vorgetäuscht. Vielleicht ist den Männern gar nicht aufgefallen, dass sie nicht kommt, denn Frauen sind perfekte Schauspielerinnen (oder Männer zu blöd, um es zu merken): 67,9 % haben schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht. Immerhin: 45,7 % der Männer hatten schon einmal einen leisen Verdacht, dass ihre Partnerin nur so tut als ob.
  • Auch Männer tricksen. Aber nicht nur sie, auch er täuscht manchmal vor. 20 % aller Männer gaben zu, den Höhepunkt schon mal getürkt zu haben, wie immer sie dies auch geschauspielert haben mögen.
  • Männer sind anders, Frauen auch. Fakt bleibt auch nach der Studie: Zwischen Mann und Frau gibt es nach wie vor fundamentale Sex-Unterschiede. Da wäre einmal die Sache mit der Technik. Während er für Oralsex schwärmt, rangiert bei ihr die Missionarsstellung an erster Stelle. Das führt dazu, dass 12 % aller Frauen (immerhin fast jede Achte!) generell Selbstbefriedigung dem Sex mit dem Partner vorzieht.
  • Selbst ist der Mann. Freilich steht auch bei Männern Selbstbefriedigung hoch im Kurs. Nicht nur Singles, auch Männer in Beziehungen tun es, ein Drittel (30,1 %) sogar täglich! Das gilt, so die Studie, selbst für Männer, die in sexuell erfüllten Beziehungen leben. Fast jeder Fünfte in fester Partnerschaft (18,6 %) ist sich täglich selbst am nächsten. Frauen haben weniger Spaß mit sich selbst. Nur 7,1 % tun es täglich.
  • Männer wollen öfter. Eine weitere Sex-Kontroverse zwischen ihr und ihm: die Sex-Häufigkeit. Durchschnittlich haben nur 49,5 % der Männer, die in Beziehungen leben, genügend Sex mit der Partnerin. 44 % sind unzufrieden, vor allem Männer zwischen 35 und 44 Jahren. Ganze 60 % (!) wünschen sich mehr Sex. Hauptgrund für die Misere: fehlende Lust des Partners (63,7 %), beruflicher Stress (42,7 %) und Beziehungsroutine (21,3 %). Letztlich kommen wir aber trotzdem auf statistisch gemittelte 138,9-mal Sex pro Jahr.
  • 15 Minuten müssen reichen. Stundenlang pochende Erotik, Dauerkuscheln und tagelanges Vorspiel – das ist offenbar etwas für Schnulzenroman und Kinoleinwand. Sex soll 15 Minuten dauern, sagen die meisten! Sowohl Männer (23,60 %) als auch Frauen (22,40 %) plädieren für die Schäfer-Viertelstunde als optimale Dauer der Paarung. Das Vorspiel wird strikt vom eigentlichen Akt getrennt. 46,8 % der Männer und 49,9 % der Frauen wünschen sich, dass auch dieses 10 bis 15 Minuten dauern möge. Frauen tendieren zu 15 Minuten, Männer zu 10 Minuten. Ein Quickie ist bei ihm also stets willkommen.
  • Jeder Dritte will flotten Dreier. Männer sind nicht wählerisch. Mehr als ein Drittel (34,7 %) kann sich gut Sex mit mehreren Partnerinnen vorstellen. Frauen sehen das enger. Nur 16,1 % stehen auf Dreisamkeit.
  • Penisneid. Auch wirklich Tiefschürfendes bringt die Studie hervor: So antworteten auf die Frage „Was würden Sie an Ihrem Penis ändern?“ nur 47 % „gar nichts“. Die große Mehrheit der Männer wünscht sich das beste Stück länger (38 %) oder dicker (20 %). Ein Fünftel der Befragten (20 %) gibt sogar an, den Penisvergleich mit anderen Männern zu scheuen.
Unbegründete Sorgen, achten doch die Frauen sowieso auf ganz andere Eigenschaften. Denn auch 2008 zählen bei ihr die guten, alten Werte. Ehrlichkeit (91,3 %), Treue (88,3 %) und Zärtlichkeit (86,3 %). Nur für jede Zweite (45 %) ist wichtig, wie er im Bett ist.
Wer’s glaubt ...