Erotik

Die beste Liebhaberin der Welt!

19.04.2010

Ein Buch über ein (S)experiment: Sechs Monate Training mit ihrem Freund – jetzt schrieb sie dieses Buch.

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Eine Frau will die perfekte Loverin werden
In dem neuen Buch 'Miss Sex' erzählt Autorin Alexandra Reinwarth über ihren außergewöhnlichen Wunsch – ein Profi in Sachen Sex zu werden.

Erotik
Das Ziel von Alexandra Reinhart war ambitioniert: Die Autorin wollte die beste Liebhaberin der Welt werden. Sechs Monate gab sie sich dafür Zeit. In dem halben Jahr wollte die Deutsche mit ihrem Freund alle Sexpraktiken ausprobieren, von denen Männer angeblich träumen. Sex im Aufzug, Liebe im Flugzeug, Tantra, Striptease (erlernt via Kurs), Beckenbodentraining oder Erotik-Varianten mit Sexspielzeug.

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Das Buch 'Miss Sex' erscheint am 20. April. MGV-Verlag, 16,90 Euro. Hier geht's zur Bestellung!

Im Buch 'Miss Sex' (erscheint am 20. April im mgv-Verlag) beschreibt die Autorin auf 247 Seiten explizit, aber humorvoll ihre Sexerlebnisse. Hier die besten Passagen im Abdruck:

  • Toller Sex dank Beckenbodentraining
    Sechs Wochen trainierte die Autorin ihren Beckenboden. Ein einfacher Trick mit großer Wirkung: Als wir wild knutschend in Fahrt kommen, lasse ich das erste Mal meine Beckenbodenmuskeln spielen. Dann passiert etwas Interessantes mit L.s (Anm. der Redaktion: Freund der Autorin) Gesicht. Eben noch hat er mich liebevoll, lustvoll und etwas verträumt angesehen und plötzlich weicht dieser Blick einem Ausdruck völliger Erstauntheit. Mit hochgezogenen Augenbrauen, weit geöffneten Augen, einem leichten O-Mund und angehaltenem Atem hält er ganz still. Es wird dann noch interessanter. Zum einen für L., der aufrichtig Gefallen an meiner neuen, stufenlos regulierbaren Spannkraft findet. Zum anderen (...) stellt sich heraus, dass mit angezogenem Beckenboden tatsächlich die Orgasmusrate steigt.

  • Sexmaniac mit Training
    Das verrückteste Erlebnis hat die Autorin mit dem „Eros CTD“. Das medizinische Gerät steigert die Orgasmusfähigkeit angeblich um 50 Prozent: Der Eros CTD heißt mit vollem Namen Eros Clitoris Therapy – Device. Und er sieht aus wie ein größeres Ei mit einem kleinen, blinddarmartigen Schnürpel dran: Das große Ei enthält zwei Batterien, einen An-Aus-Schalter, ein stufenloses Regulierrädchen. (...) Eros funktioniert in etwa so wie eine Penispumpe. Der Eros CTD soll nun das Gleiche tun wie eine Penispumpe, nur an der Frau. Der kleine Schnürpel wird über die Klitoris gestülpt und per Unterdruck wird Blut hineingesaugt. Das hört sich unangenehm an, ist es aber nicht. Im Gegenteil.
    Die Autorin trainiert täglich mit dem Eros. Das Training macht sie zum „Sexmaniac“:
    Was der Eros im Anschluss mit mir anrichtet, ist gewissenlos und unverantwortlich. Bei allen möglichen und unmöglichen
    Gelegenheiten läuft plötzlich, ohne Vorwarnung und vor allem ohne Auslöser, die angestrebte Durchblutung auf Hochtouren.
    Ich kann hundemüde im Bett liegen, über einen Formelfehler in einer Excel-Tabelle die Fassung verlieren oder die Socken zusammenlegen, völlig egal. Ich kann gar nicht so schnell gucken, es machte Zack! und meine untere Körperhälfte fühlt sich an, als sei sie inmitten einer langen Liebesnacht, während mein Kopf noch bei den Socken ist.

  • Enttäuschung: Sex im Lift
    Wer kennt die Szene nicht aus einschlägigen Filmen: Ein Quickie im Lift soll das Nonplusultra sein. In Wirklichkeit ein schwieriges Unterfangen. Bei Aufzügen denkt man doch automatisch schon an Sex. Der Aufzug in dem Bürohaus, in dem sich auch die Agentur befindet, für die ich arbeite, lässt einen nicht sofort an Sex denken. (...) Statt STOPP steht auf unserem Notfallknopf HAUSMEISTER, was jetzt auch keinen direkten sexuellen Reiz darstellt (...).
    Für Anfänger in Sachen ungewöhnliche Orte soll ein Aufzug aber ideal sein, weil er, einmal gestoppt, einen Miniprivatbereich mitten im öffentlichen Leben darstellt. Er ist sozusagen die Generalprobe, das Amuse-Gueule für Feiglinge. Perfekt für L. und mich. (...) Als L. und ich den Aufzug zur Agentur besteigen, drücken wir den Notfallknopf, um den Fahrstuhl anzuhalten. Der fährt aber weiter und es ertönt bald darauf die Stimme des Hausmeisters, Herrn Reibel. Mit dem unterhalte ich mich dann kurz über die Gegensprechanlage. Man kennt sich ja schließlich.
    Mit Herrn Reibel in unserem Miniprivatbereich ist die Stimmung irgendwie dahin. Wir gehen dann lieber ein Eis essen.

„Ich bin jetzt offener beim Sex als früher“

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Autorin Alexandra Reinwarth über ihr Experiment, eine Sexbombe zu werden.

Frage: Sie haben sechs Monate alle denkbaren Sexnummern ausprobiert. Waren Sie oversexed?
Alexandra Reinwarth:
Als mein Freund und ich die Liste abgearbeitet hatten, war ich mit Sex erst einmal durch. Wir hatten zwar in den sechs Monaten nicht jeden Tag Sex, aber das Programm war stramm.

Frage: Warum haben Sie dieses Experiment denn überhaupt gemacht?
Reinwarth:
Ich bin seit sieben Jahren mit meinem Freund zusammen, da ist im Bett irgendwann die Luft raus. Ich habe recherchiert, wie man neuen Schwung reinbringen kann. Dann beschloss ich, ein paar interessante Dinge hintereinander auszutesten.

Frage: Welche Sexpraktiken hatten Ihnen am besten gefallen?
Reinwarth:
Auch wenn es langweilig klingt: Das Beckenbodentraining war am besten. Ich habe die Muskeln heimlich trainiert, mein Freund fand das Ergebnis super. Auch von der Tantramassage war ich positiv überrascht. Ich erwartete Räucherstäbchen und Eso-Mist, aber ich habe gelernt, dass eine Massage sehr sinnlich sein kann.

Frage: Sind Sie jetzt die beste Liebhaberin der Welt?
Reinwarth:
Um Himmels willen, nein! Aber ich bin heute viel offener als früher.

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