Werden Sie zur Männerflüsterin

So tricksen Frauen

Werden Sie zur Männerflüsterin

Männer können viel. Gedankenlesen gehört leider nicht dazu! Weihnachten steht vor der Tür und damit die Zeit der unpassenden Geschenke, verpatzten Feiern und großen Enttäuschungen. So oft haben Sie Ihrem Partner schon gesagt, gedeutet, gezeigt was Sie wollen und er schafft es nicht, Ihnen Ihren Wunsch von den Augen abzulesen? Dann flüstern Sie es ihm doch heuer. Die Münchner Beziehungsexpertin Regina Swoboda macht Sie mit dem Ratgeber „Die Raffinesse einer Frau“ zu einer „Männerflüsterin“. Sie gibt Frauen erprobte Werkzeuge für erfüllte Zweisamkeit in die Hand und verleiht das nötige Rüstzeug, damit Sie bekommen, was Sie sich erträumen. „Verschwenden Sie“, so Swoboda, „nicht Ihre Zeit dafür, auf den perfekt trainierten Mann zu warten. Gute Männer werden nicht gefunden. Sie werden gemacht!“ In MADONNA erklärt die Autorin, warum man Männer wie Pferde trainieren kann und wieso ein geplatzter Traum besser ist, als lebenslanges Grübeln.

Werden Sie sein Coach
Aus der Arbeit von Pferdetrainern, so die Autorin, gibt es faszinierende Erkenntnisse, von denen viele auf die Kommunikation zwischen Menschen übertragen werden können. Grundprinzip: Interesse am anderen aufbauen, seine Sprache verstehen, sein Temperament erfühlen, seine Eigenheiten akzeptieren und Vertrauen aufbauen. Die Männerflüsterin sollte es wie die Pferdeflüsterer machen: sich dem Wesen sanft nähern – ohne Peitsche und ohne Befehle.

Clever Kommunizieren
Verwenden Sie folgende Werkzeuge, um die Kommunikation positiv zu beeinflussen: Versuchen Sie Ihrem Partner entspannt zuzuhören, zeigen Sie Interesse (betrachten Sie Ihren Partner, als würden Sie ihn das erste Mal erleben), seien Sie ehrlich („Oft“, so die Autorin, „höre ich, dass Frauen tiefstapeln und ihr Licht dimmen, um Männer nicht zu verschrecken. Der andere bekommt dadurch aber ein Störgefühl.“), zeigen Sie Anerkennung (das kreiert Harmonie). Und zuletzt: Verzichten Sie, rät Swoboda, auf das letzte Wort. Denn das erzeugt beim Gegenüber den Wunsch nach mehr.

Geben sie nach
Beziehungsglück braucht Training. Es braucht die Bereitschaft, Gewohnheiten abzulegen, die unserer Nähe zu dem Partner im Weg stehen. Es braucht Training, dem Mann die Wahrheit zu sagen, und die Fähigkeit, mit Ärger und Wut umzugehen. Denn manchmal wollen wir uns streiten. Besser ist es, nachzugeben. Denn Männer lieben den Kampf. Wenn sie Druck verspüren, erhöhen sie automatisch den Gegendruck. Und Sie werden zur Feindin. Streiten Sie sich nicht endlos, sondern sagen Sie: „Ich komm dir da entgegen.“ Wenn Sie sehr wütend sind, stellen Sie sich selbst die Frage: „Willst du lieber Recht haben oder willst du glücklich sein.“

Lichter wieder anzünden
Wenn wir jemanden kennenlernen, sehen wir schon bald nicht mehr hin. Wir haben bereits ein Bild vom anderen, wie er aussieht, wie er ist, was er kann oder nicht kann. Die Energie beider Partner schwindet, die Lichter gehen aus. Bringen Sie wieder positive Energie in die Beziehung: Stellen Sie sich vor, das einzige Ziel einer Kommunikation wäre es, dem anderen Freude zu bereiten, ihm die Lichter wieder anzuzünden. Man versucht nicht, seine Meinung klarzumachen, sondern man schaut, wie man den anderen in seinen Wünschen unterstützen kann. Legen Sie den Fokus auf Ihren Partner. Fragen Sie: Wer ist er? Was interessiert ihn? Das Ziel ist es, von der Niedergeschlagenheit des Alltags zu mehr Lebensfreude zu gelangen.

Wünsche äußern
Männer können keine Gedanken lesen. Aber: sie lesen uns nicht Wünsche von den Augen ab. Frauen beharren allerdings darauf, dass sie es tun sollten. Daher: Schaffen Sie zuerst Verbindung. Anerkennende Worte, Berührungen oder ein Glas Bier bringen Sie mit dem Partner in positiven Kontakt. Drücken Sie sich klar aus und nehmen Sie seine Antwort an. Er muss die Möglichkeit haben, ungestraft ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sagen zu können. Üben Sie bewusst, um etwas zu bitten.

Geben Sie Zeichen
Männer haben die Fähigkeit, den Frauen die Sterne vom Himmel zu holen. Helfen Sie ihnen – besonders vor Weihnachten – dabei. Zum Beispiel mit dem „Prospekt-Spiel“. Kaufen Sie sich einen Stapel Frauen- und Modezeitschriften, markieren Sie alles, was Ihnen gefällt. Er hat die Möglichkeit auszuwählen und für Sie ist es immer noch eine Überraschung, wenn Sie das Geschenk auspacken.

Dialog-training
Wenn Sie Wünsche äußern, ist es wichtig, den optimalen Ton und die richtige Sprache zu finden. Zudem dürfen Sie keine Erwartungen an das Ergebnis stellen. Äußern Sie sich klar, direkt, ohne Andeutungen, ohne Drohungen, Beschwerden, Opferhaltung oder Genörgel. Sagen Sie nicht: ‚Wir gehen nie weg.‘ Sagen Sie: ‚Es gibt ein neues Lokal, ich würde gerne mit dir dorthin gehen.‘ Sagen Sie nicht: ‚Jeden Abend verbringen wir vorm TV. Das ist langweilig.‘ Er hört: ‚Du bist langweilig‘. Sagen Sie: ‚Ich mag unsere TV-Abende. Aber ich würde gerne einmal ins Kino gehen.‘ Was sicher nicht funktioniert ist, wenn Sie ihm den eigenen Wunsch als seinen unterschieben – wie ‚Erholung täte dir mal gut, willst du nicht Urlaub machen?‘ Er wird sagen: ‚Eigentlich nicht.‘

Träume können Platzen
Sie müssen damit rechnen, dass Ihnen Wünsche womöglich nicht erfüllt werden. Schwierig wird es bei Herzenswünschen, an denen die Lebensplanung hängt. Frauen warten oft zu lange auf die „richtige Gelegenheit“, dem Mann einen Wunsch nach Veränderung zu präsentieren. Manche Frauen sagen gar nichts, sondern wälzen das Thema nur mit Freundinnen. Küssen Sie sich notfalls selbst wach. Vielleicht reagiert er ablehnend oder er braucht erst einmal Zeit. Hauptsache, Ihr Wunsch kommt zur Sprache.

Die Raffinesse einer Frau © Koesel Verlag
Im Ratgeberbuch „Die Raffinesse einer Frau“ (Kösel Verlag, um 19,95 Euro) verrät Regina Swoboda die besten Tricks der Männerflüsterinnen.

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