Was tun, wenn ER gerne Pornos schaut?

Ist die Beziehung in Gefahr?

Was tun, wenn ER gerne Pornos schaut?

Rund die Hälfte alle Internetnutzer sieht sich Online Pornos an. Davon sind 72% Männer. 20% aller Männer haben zugegeben, sich auch schon einmal während der Arbeit ein pikantes Filmchen angesehen zu haben. 70% der Männer zwischen 18 und 34 Jahren gab an sich mindestens einmal im Monat Pornofilme anzusehen – doch auch Frauen nützen das Gratis-Angebot im Netz hin und wieder.

Negativer Einfluss auf Partnerschaft
Pornokonsum kann einen durchaus negativen Effekt auf die Beziehung haben, wie eine Untersuchung des Cosmopolitan Magazin ergab. Man befragte 68 Beziehungs- und Sex-Experten, wie sich die Nutzung von Pornos heute auf Beziehungen auswirkt. Das Resultat fiel deutlich negativ aus: 68% der Experten waren der Meinung, dass Pornos einen negativen Effekt auf Beziehungen haben – 90% bemerkten, dass Pornos einer der Punkte war, die zu Beziehungsproblemen führten. Experten sind der Meinung, dass ganze 67% der Frauen unter Druck stehen und glauben, sich im Bett wie Porno-Darstellerinnen benehmen zu dürfen.

Gefahr oder Chance für die Beziehung?
Doch wie geht man damit um, wenn der Partner sich gerne Pornos ansieht? Zunächst kommt es natürlich darauf an, ob Sie dieser Umstand stört, Sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder sich gar betrogen fühlen. Womöglich finden Sie ja auch Gefallen an seinen Filmen und Sie lassen Sie von bestimmten Stellungen oder Rollenspielen inspirieren.

Das Wichtigste ist, offen mit dem Partner darüber zu sprechen - und zwar ohne Vorwürfe und Verbote. Stellt sein Pornokonsum ein tatsächliches Problem dar, oder handelt es sich dabei gar um eine Sucht, sollte man professionelle Hilfe beim Therapeuten suchen.

ER schaut Pornos - wie reagiert man? 1/7
Rasten Sie nicht aus!
Wenn Sie entdecken, dass sich Ihr Partner Pornos ansieht, sollten Sie sich zunächst klar darüber werden, wie Sie sich dabei fühlen, bevor Sie ihn darauf ansprechen. Stört es Sie wirklich? Oder möchten Sie einfach nur wissen, was genau er sich ansieht? Werden Sie sich über Ihre Gefühle und Ihre Einstellung zum Thema klar.
Reden Sie mit Ihrem Partner
Und zwar ohne Vorwürfe oder Verbote: Hören Sie aufmerksam zu – vielleicht offenbart er Ihnen auch Phantasien, die er bisher noch nicht angesprochen hat. Vielleicht steht er auf bestimmte Stellungen, Kleidung oder Rollenspiele. Sehen Sie dieses Gespräch als Chance, um neuen Schwung ins Liebesleben zu bringen.
Lassen Sie sich inspirieren?
Anstatt des Vorspiels könnten Sie doch mal versuchen, gemeinsam einen seiner Pornos anzuschauen. Vielleicht törnt es auch Sie an? Übrigens: Es gibt auch ästhetische Pornos, die eigens für Frauen produziert werden. Lassen Sie sich inspirieren oder planen Sie einen gemeinsamen Fernseh-Abend der anderen Art!
Internet
Viele Männer sehen Pornographie als Phantasie-Stütze, die dabei hilft den Orgasmus schneller zu erreichen. Das Internet-Zeitalter hat den Zugriff zu Sex-Filmen um ein Vielfaches erleichtert – und auch zunehmend enttabuisiert. Heutzutage werden 90% aller Pornos aus dem Internet runtergeladen, die restlichen 10% werden über Videotheken bezogen.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
Sie müssen im Bett keine Porno-Show abziehen! Lassen Sie sich von unrealistischen Sex-Darstellungen nicht unter Druck setzen. Fragen Sie Ihren Partner, was ihn nur am Bildschirm antörnt, und was er tatsächlich einmal ausprobieren möchte.  
Verbote führen zu nichts
Oder wollen Sie etwa, dass er es heimlich tut? Und sollte er tatsächlich Ihnen zuliebe damit aufhören, wird Pornographie erst recht einen großen Reiz auf ihn ausüben! Und wenn er sich keine Pornos mehr anschauen darf, wird er vielleicht damit beginnen, über andere Frauen - womöglich Bekannte oder Arbeitskolleginnen - zu phantasieren…. Wollen Sie das wirklich riskieren?
Professionelle Hilfe
Sollte sein Porno-Konsum ein ernsthaftes Problem für die Beziehung darstellen oder gar eine Sucht vorliegen, ist eine Paar-Therapie bzw. professionelle Hilfe eines Psychologen unumgänglich. 

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